Schmetterling_2.
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Ich (28) war bis vor 7 Wochen mit meinem Freund (32) 3,5 Jahre lang zusammen, 1,5 davon haben wir in seinem Haus gelebt. In einem Gespräch Anfang des Jahres wurde ich vor vollendete Tatsachen gestellt, dass mein Freund noch dieses Jahr gerne die Familienplanung angehen würde und er innerhalb der letzten Monate entschieden hätte das Heiraten für Ihn nicht mehr in Frage käme, also generell nicht.
Daraufhin ging es mir psychisch und körperlich sehr schlecht, es hat sich so angefühlt als "wäre das Fass übergelaufen" . Es geht nicht um die Themen generell, sondern dass ich nicht miteinbezogen wurde. Es war so, als hätte mann mir damit das letzte bisschen Mitspracherecht genommen.
Mit einer Psychologin habe ich erarbeitet, dass ich während der ganzen Beziehung sehr angepasst und abhängig war, aufgrund Verlustangst durch in der Vergangenheit liegende Erfahrungen mit Männern.
Außerdem ist er ein ziemlicher Macho evtl. sogar mit vielen narzisstischen Zügen, was die Psychologin aber natürlich nicht mit Sicherheit sagen kann weil Sie nur meine Erzählungen kennt.
Einige Merkmale treffen jedoch zu: Bei Kritik, ist er sofort beleidigt, bricht den Kontakt unter Umständen mehrere Tage ab. Urlaubswünsche, was Gegessen/Gekocht wird, was Gekauft wird etc. entscheidet er,
bestimmte Dinge wurden mir Verboten z.B. in die Saune gehen, über ein Wochenende mit Freundinnen an Ballermann fahren, Freundschaften zu anderen Männern.
Außerdem hatte ich immer das Gefühl, Ihm ist es sehr wichtig eigenständig und in keinerlei Hinsicht Abhängig zu sein, Wochenendpläne mit seinen Jungs wurden oft ohne es mit mir abzusprechen gemacht, außerdem wurde ich auch nie gefragt ob ich mit möchte wenn er was mit seinen Jungs mach (er meinte immer dass sei ja blöd für mich wenn ich die einzige Frau wäre, stimmt wohl zum Teil auch, wobei ich es bei bestimmten Veranstaltungen überhaupt nicht störend empfunden hätte mit ihm und seinen Jungs dort zu sein).
Jedenfalls habe ich mich irgendwann wegen der ganzen Zweifel und der Grübelei getrennt.
Beiden von uns ging es sehr schlecht, wir hatte seither 3 längere Gespräche.
Mein Ex meint, würde ich mich nur genügend auf die Hinterbeine stellen und ihm meine Bedürfnisse Konkret mitteilen könnten wir es schaffen, mithilfe von Paartherapie.
Ich bin etwas skeptisch, er hat nie konkret gesagt er wolle sich ändern oder mehr Einfühlungsvermögen erlernen, er sagt lediglich ich müsste mich eben mehr durchsetzen und ganz klare Ansagen geben, wortwörtlich "dann musst mit mir reden wie mit einem kleinen Bub, wenn ich mal wieder nicht mit heim gehe oder nicht mit irgendwo hin will"
Die Frage richtet sich explizit an die, die evtl in einer ähnlichen Beziehung stecken oder Erfahrung mit Paartherapie gemacht haben, was diese Bewirken kann?