Zitat von Schmetterling_28:
genau, diese Gedanken habe ich auch manchmal. generell finde ich so eine Therapie gut, da ich zum Beispiel auch bei meinen Eltern sehe, dass Kommunikation oft ein Problem ist.
Aber wenn das schon in jungen Jahren, ohne Kinder, ohne finanzielle Probleme ansteht, wäre das nicht ein zu erschwerlicher Start für eine junge Beziehung/Familie? Oder kommt das öfter vor als man denkt und betroffene reden nur nicht drüber?
Ich bin ja recht neu hier, wäre dies ein Thema einen neuen Thread auf zu machen?
Paartherapie nach 3 Jahren ist absolut ungewöhlich.
Gemeinhin sagt man dann in jungen Jahren, es hat halt nicht gepasst und hakt die Sache ab.
Jemand, der am Schalter der Macht sitzt und gerne mal trotz gemeinsamen Zuhauses das Reden über Tage einstellt um sich durchzusetzen, bei dem braucht es keine bestärkende Therapie.
In einer Paartherapie würde er also Macht 'verlieren', von daher bestenfalls oberflächlich mitspielen.
Und Menschen geben keine Macht wieder ab. Schon gar nicht, weil sein Muster so gut bei dir wirkt.
Das kannst abhaken.
Wenn du schwanger bist und dann ein Kleinkind hast, wird er sich noch viel mehr herausnehmen. Weglaufen kannst dann gar nicht mehr.
Frag dich lieber, was es dir so schwer macht, dir eine Zukunft mit einem umgänglicheren Mann vorzustellen.
Irgendwo dort liegt in Wahrheit der Hund begraben in deiner 'Geschichte'.
Ist das in deinem Elternhaus auch so gelaufen, dass einer seinen Kopp im Zweifel mit eisigem Schweigen durchsetzte?
Dann kopierst du die Verhaltensstrategie desjenigen, der nachgiebt.
Zu jeder Partnerschaft gehört auch ein Ausbalancieren von Macht-Kontrolle//Emotionen.
Idealerweise pendelt diese Wippe bei 5o//5o.
Kommt es ständig zur Verteilung 8o//2o bzw. 2o//8o aus deiner Sicht, droht z.B. eine Depression. Dem mit der Macht fehlt sozusagen erstmal nichts, er wird aber seine Fühler nach anderen Frauen ausstrecken. Dich hat er ja sicher in der Tasche.
Du bist Ingenieurin und dies zu verstehen ist keine Vertiefung in Raketentechnologie.
Ich wünsche dir und den Kindern, die du noch bekommen wirst einen Mann, mit geeigneteren Verhaltensmustern, dir und den Kindern beizustehen, wenn es daruaf ankommt.
Den auch du "steuern" kannst, weil er nicht ständig mit miesen Tricks spielt, um eine Partnerin zum Einknicken zu bringen.
Du kannst deine Lehren aus der bisherigen Dynamik ziehen:
Sehr viel machtstrebender und erfolgreicher als Diskutierversuche ist Rückzugsverhalten.
Über Nähe-/ Distanzwünsche wird die 'Macht' in einer Beziehung sehr wirksam austariert.
Grundsätzlich sollte der Wunsch nach Nähe bei beiden Partnern halbwegs passig sein.
Grundsätzliches Wohlwollen einem Partner gegenüber bei beiden ist Basis (da sehe ich bei deinem Ex ein Kerndefizit und das wird auch so bleiben).
Zusammenpassende Zukunftspläne ist ein weiterer Knackpunkt.
Er will dich nicht mal mit Ehevertrag ehelichen. Das Zeichen nach außen "Ich bin vergeben, Mädels" scheut er.
Klar. Damit ist sein geliebtes Fremdflirtverhalten in Gefahr.
Du kannst in der Zeit jetzt lernen, dass du auch gut alleine zurecht kommst und dein eigenes Verhalten kritisch hinterfragen.
Wenn du da DEINE Hausaufgaben machst, bist du mit leichterem Gepäck für einen besseren Mann unterwegs.
Du schaffst das.