Ich arbeite auf einer Behörde und mein Chef bevorzugt ganz offensichtlich eine Kollegin und es ist klar, dass da weder medizinische noch sonstige Probleme dahinterstehen, er bevorzugt sie einfach aus Sympathie und sie genießt quasi Narrenfreiheit und andere dürfen zum Teil für sie mitarbeiten, weil sie eher zu den Fauleren gehört, was den Chef aber nicht weiter stört, weil sie ja mega unterhaltsam etc. ist und sie wohl auch im gleichen Verein spielen und sich schon seit Jahren kennen. Ja, wie geht man mit sowas um?
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#1
L
Lillilli Mitglied
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Ich finds zum Beispiel nicht wichtig, dass alle genau gleich viel machen, es hat ja auch jeder andere Voraussetzungen und andere Stärken. Mein Arbeitspensum muss für mich passen. Wenn ich aber überfordert bin und andere haben offensichtlich genug Ressourcen würd ich es ansprechen, zuerst bei den anderen, dann bei den Vorgesetzten. Gehts dir mehr um das Arbeitspensum oder fühlst du dich vom Chef nicht wertgeschätzt?
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x 2#2
A
Kollegin wird andauernd bevorzugt
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B
Baumo Mitglied
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Ich würde sagen das geht dich ganz einfach nichts an. Wenn er sie bevorzugen will dann darf er das tun, das ist nicht verboten. Und warum er das tut ist nicht deine Sache. Genauso wenig ist nicht deine Sache ob sie faul ist. Es ist nicht dein Unternehmen. Du bist nur ein Mitarbeiter. Wenn du dich einmischst wird dich das nicht sympathischer machen
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x 1#3
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onfire Gast
Ist es möglich die Mehrarbeit nicht zu machen?
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#4
Dalisay Mitglied
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Zitat von Baumo:
Ich würde sagen das geht dich ganz einfach nichts an. Wenn er sie bevorzugen will dann darf er das tun, das ist nicht verboten. Und warum er das tut ist nicht deine Sache. Genauso wenig ist nicht deine Sache ob sie faul ist. Es ist nicht dein Unternehmen. Du bist nur ein Mitarbeiter. Wenn du dich einmischst wird dich ...
Das ist Blödsinn. Wenn man für sie mitarbeiten muss, geht einen das schon was an.
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x 2#5
Dalisay Mitglied
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Zitat von onfire:
Ist es möglich die Mehrarbeit nicht zu machen?
muss ja gemacht werden. Also eher nein.
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#6
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onfire Gast
Zitat von Dalisay:
muss ja gemacht werden. Also eher nein.
Das ist wirklich knifflig. Deine Kollegen werden genauso genervt sein.
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#7
P
paul258 Gast
Zitat von Dalisay:
Das ist Blödsinn. Wenn man für sie mitarbeiten muss, geht einen das schon was an.
Ich glaube was damit eher gemeint war: Was sind denn deine Optionen? Wer sitzt am längeren Hebel? Dein Chef oder du? Was passiert wenn du es ansprichst? Sehr unwahrscheinlich: Ihm ist das nicht aufgefallen und er wird sich bei dir bedanken. Ob sich dann was ändert ist noch mal eine andere Frage. Viel realistischer: Er weiß, dass er sich unfair verhält und dadurch, dass du es ansprichst muss er sich damit auseinandersetzen. Selbst wenn es sich in Zukunft ändern würde, würdest du schlecht da stehen. Beim Chef und bei der Kollegin.
Die einzige Option die ich sehen würde wäre wenn auch alle andern Kollegen das mitbekommen und ihr zusammen auftretet...aber das wird wohl nicht passieren. Ergo was bleibt?
Hinnehmen, ansprechen (Ärger) oder andere Stelle suchen.
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x 2#8
A
Alduin Mitglied
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Zitat von Dalisay:
Das ist Blödsinn. Wenn man für sie mitarbeiten muss, geht einen das schon was an.
1. Die Personalführung ist nicht dein B.. Dafür wirst du nicht bezahlt oder bewertet, sondern dein Chef.
2. Der einfachste Weg ist die Mehrarbeit zu verweigern. Du hast, in der Regel, einen klar abgegrenzten Tätigkeitsbereich. Alles darüber hinaus ist optional und kannst du verweigern(mit dem Hinweis auf deinen Tätigkeitsbereich).
3. Solltest du Mehrarbeit leisten würde ich das bei der nächsten Gehaltsverhandlung ansprechen. Wenn dich da nichts rührt, solltest du:
4. Deinen Arbeitgeber oder zumindest denn Chef wechseln. Bei dem derzeitigen Arbeitnehmermarkt muss man sich solche Arbeitgeber nicht antun.
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x 1#9
A
Alduin Mitglied
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Zitat von Dalisay:
muss ja gemacht werden. Also eher nein
Die typische Ausrede für Selbstausbeuter. Dir Arbeit muss gemacht werden.... Aber nicht von dir. Einfach mit dem Verweis auf dein Arbeitspensum und deinen Vertrag die Mehrarbeit ablehnen.
Nur als Tipp von einem Selbstausbeuter (mit Arbeitgeber, der das honoriert)
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#10
Tikanno Mitglied
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Zitat von Dalisay:
muss ja gemacht werden. Also eher nein.
Wieso muss? - Wieso setzt du dich den Leistungdruck aus? Möchtest du in der Behörde Karriere machen? Kannst du die Mehrarbeit für das nächste Personalgespräch nutzen?
Wenn nein - wieso muss? Du hast keinen Nutzen davon und anscheinend fehlt dir auch die Wertschätzung. Nur Hoffnung bringt nichts - auch nicht bei der Karriereplanung. Wenn die Dame deiner Meinung nach immer bevorzugt wird, was hält dich da? Hat sie neu bei euch angefangen oder geht das schon länger so? Kommt überhaupt ein Wechsel in Betracht?
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x 1#11
Happylife1981 Mitglied
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Sprecht ihr im Kollegenkreis darüber? Wurde das Gespräch mit dem Chef gesucht? Wurde der Personalrat eingebunden?
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x 1#12
GarstigeGräte Mitglied
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@Dalisay
Gab es bereits ein Gespräch mit der Kollegin oder dem Vorgesetzten? Wenn nicht, unbedingt nachholen. Sachlich den Verhalt vortragen, konkrete Maßnahmen vorschlagen und darum bitten, dass diese umgesetzt werden.
Hilft das nicht, hast du zwei Möglichkeiten: -Job wechseln.
-Falls du das nicht möchtest, eine gewisse LMAA-Mentalität zulegen.
Ich habe in der Vergangenheit diesbezüglich unzählige, teils heftige Debatten mit meinem Vorgesetzten ausgefochten. Da sich nichts oder nichts dauerhaft geändert hat, musste ich zum Selbstschutz lernen, mich nicht für alles verantwortlich zu fühlen. Solange es jemanden gibt, der den Laden am Laufen hält, ist dem Vorgesetzten egal, wer was wieviel macht und es wird sich nichts ändern.
Konkret bedeutet das: Dass ich als Einzige früher komme und später gehe, weil ich weiß, dass ich mich auf die Kollegen nicht verlassen kann, sind absolute Ausnahmen geworden. Was nicht fertig wird, wird nicht fertig. So einfach ist das.
Ich nehme es mir heraus, Arbeit zu delegieren. Rotiere ich im Kreis, während die Kollegen gemütlich im Büro sitzen, Kaffee trinken und quatschen, gibt es einen Hinweis, welche Arbeiten noch unerledigt sind. Das Echo muss man natürlich abkönnen. Sollen sie doch hinter meinem Rücken schimpfen oder mit den Augen rollen wie ein Zirkuspferd. Juckt mich nicht mehr.
Wird die Arbeit trotz Hinweis nicht gemacht, ist das so. Ich fühle mich nicht mehr verpflichtet, mich in Stücke zu reissen, weil "irgendjemand die Arbeit ja machen muss". Jo, aber dieser irgendjemand bin nicht ich alleine. Irgendwann merken die Kollegen, dass da niemand ist, der ihnen die Arbeit abnimmt. Spätestens wenn sie etwas benötigen und man selbst gerade voll damit beschäftigt ist, etwas ganz Wichtiges fertig zu stellen und leider keine Zeit hat, sich um anderes zu kümmern oder dabei zu unterstützen.
Ich finde es selber schade, dass ich ein gewisses x. an den Tag legen muss. Leider wird Hilfsbereitschaft gerne ausgenutzt. Wenn der Vorgesetzte nicht in der Lage ist, dies zu unterbinden, muss man eben im Rahmen dessen, was der Arbeitsvertrag hergibt, selber für Ausgleich sorgen.
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das durchziehen konnte. Habe auch immer gedacht: Das kannst du doch nicht machen. Die Arbeit muss doch fertig werden. Das ist doch dein Job etc. Ja, aber eben nicht mein alleiniger Job.
Das ist Blödsinn. Wenn man für sie mitarbeiten muss, geht einen das schon was an.Musst du
Musst du ihre Arbeit machen? Glaube das hast du nicht geschrieben. In dem Fall würde ich meine Arbeit von ihrer Arbeit abgrenzen und ihre nicht machen.
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#14
Balu85 Mitglied
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Zitat von Baumo:
Genauso wenig ist nicht deine Sache ob sie faul ist.
Wenn andere das ausbügeln müssen geht es sie sehr wohl etwas an.