LuiseR
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nach langem Überlegen, unter welcher Kategorie mein Anliegen unterzubringen ist, habe ich mich für diese entschieden und hoffe, das passt einigermaßen.
Wie ich hier an verschiedenen Stellen bereits ausführte (z.B. "Ich war nur der Kompromiss" unter Liebeskummer), habe ich zwar Trennungschmerz und Liebeskummer erlitten, aber dies beruhte nicht auf einer Beziehung sondern auf einem Irrtum; der Mensch, mit dem ich mich 4 Jahre lang 1-2 x wöchentlich in einer privaten Beziehung getroffen habe, war nicht meine "Beziehung" , sondern ein "Freund Pluss". Affäre finde ich nicht passend als Bezeichnung, weil keiner von uns anderweitig gebunden war. Eine reine S.-Beziehung war es auch nicht, sondern die Freundschaft, also das Unterhalten, Teilnehmen am Leben des Anderen spielte eine Rolle. Die Teilnahme beschränkte sich aufs Reden darüber und evtl- trösten etc., aber das ist ja auch nicht wenig, gerade, wenn dadurch ein geschützter Rahmen entsteht, wo man sich mal über Familiäres unterhalten kann mit einer neutralen Person, die zu einem hält.
Ausgelöst wurde der Cut, als ich durch puren Zufall erfuhr, dass er per Kontaktanzeige nach einer Beziehung sucht. Zunächst war ich sehr gekränkt, gefühlt war es für mich mit ihm eine Beziehung gewesen.
Ich habe erstmal 6 Wochen es abgelehnt, ihn zu treffen. Im Rahmen eines E-Mail-Tausches nach einem etwas missglückten Treffen klärte sich das Missverständnis endgültig. Nun sehen wir uns weiterhin nicht auf meinen Wunsch hin.
Ich habe auf die Sache je nach Darstellung verschiedenste Reaktionen bekommen; es war die ganze Palette dabei von: "Wie kann der Depp so unverschämt sein und so auf deinen Gefühlen rumtrampeln" (verkürzte Darstellung) bis zu "da gibt es doch gar kein Problem, er hatte es doch klar kommuniziert" (auch verkürzte Darstellung).
Fortsetzen in der Form möchte ich es nicht mehr. Auffällig war, dass ich meine Bedürfnisse nach allem, was über Treffen mit S. und Reden hinausgegangen wäre, unterdrückt und selten geäußert habe.
Sinnvoll erscheint, an mir zu arbeiten und mich zu fragen, warum ich das so in der Form zugelassen habe.
Ich finde es nicht sinnvoll, ihn anzuklagen, wobei ich auch öfters Ärger über ihn verdrängt habe (zu spät kommen), der im Rahmen von Freundschaft berechtigt war, weil er nicht diskutiert sondern dann wegrennt oder unangenehm reagiert (in E-Mails ist er dann aber anders).
Die Frage ist jetzt, ob und wie ich die Freundschaft fortsetzen soll. Ich vemisse ihn, und ich habe auch noch Gefühle für ihn, aber auch den klaren Willen, dass ich keine Affäre ohne Liebe will. Ich mache mir Gedanken, ob er mich braucht (als Freund), andererseits meldet er sich nicht obwohl ich keine komplette Kontaktsperre verhängt habe, er könnte mailen z.B.
Dann wieder der Gedanke, meine Güte, warum verabrede ich nicht einfach ab und an ein Kaffetrinken, dann reden wir ein bißchen und ich mach mir keinen Kopf mehr.
Ich bin halt kein Mensch, der einfach langjährige Freunde fallen lässt.
Ich merke aber auch, dass es gut tut, so wenig Kontakt wie möglich zu haben zumindestens für einen bestimmten Zeitraum, weil einen das mehr auf die wesentlichen Fragen zurückwirft und die Gefahr nicht so groß ist, sich davon abzulenken. Gefühle, die ich vergraben hatte, haben jetzt auch wiede mehr Chancen, an die Oberfläche zu gelangen, und das ist eigentlich gut.
Es tat gut, das alles mal hinzuschreiben. Danke fürs Lesen.
Liebe Grüße!