Niederrheiner
Gast
ich stecke in der folgenden Situation:
Im Januar 2012 hat meine Frau mir mitgeteilt, daß sie mich nicht mehr liebt und sich von mir trennen möchte.
Wir sind seit 10 Jahren verheiratet gewesen und haben eine 7jährige, sehr süße Tochter. Wir hatten so ein richtig schönes "Spiesserleben" in unserem Häuschen (das meine Frau und Tochter immer noch bewohnen). Nach einem halben Jahr mit schlimmen Streitigkeiten bin ich dann im Juni ausgezogen und wohne seit dem alleine, aber ganz in der Nähe.
2 x in der Woche gehe ich abends zurück in unser Familienhaus, um die Kleine ins Bett zu bringen, alle 2 Wochenenden, ist sie (die Kleine) bei mir und übernachtet auch hier.
Diese ganze Situation bestimmt nun seit mehr als einem Jahr mein Denken.
Zwischenzeitlich habe ich mal kurz gedacht, dass es so langsam bergauf geht und mir eingeredet, daß im Grunde alles gut so ist , wie es ist. Das war aber eine große Selbstverarsche. Denn vor ca. 1 Monat hat mir meine Frau erzählt, dass sie nun einen anderen, 10 Jahre jüngeren Mann kennengelernt hat. Es sei aber keiner, der ihr beziehungstechnisch "gefährlich werden" kann, sondern sie möchte sich nur zum Sex mit ihm treffen. Wie erniedrigend! Seit dem ist es wieder ganz schlimm für mich geworden. Ich habe gemerkt, dass noch gar nichts besser geworden ist und dass ich meine Frau noch nicht losgelassen habe und sie noch liebe.
Nichts ist besser geworden, im Gegenteil.
Ich habe aber keine Lust mehr, zu leiden und muss mein Leben wieder selbst in die Hand nehmen, das ist klar, denn so kann es einfach nicht weitergehen.
Klar ist auch, daß ich nicht darauf hoffen zu brauche, daß es mit meiner Frau und mir noch mal was wird. Dazu ist es einfach zu kaputt, das kann man nicht mehr kitten.
Ich habe es in der ganzen Zeit nicht geschafft, sie in Ruhe zu lassen, oder sie zu ignorieren. Das hat viel Knatsch gegeben. Das wäre unter den gegebenen Umständen aber auch nicht möglich gewesen, denn ich sehe sie ja, wie gesagt, mindestens 3x in der Woche, weil ich meine Tochter entweder ins Bett bringe, oder abhole, worauf ich auf keinen Fall verzichten möchte.
Kann mir vielleicht jemand einen guten Rat geben, wie ich in der Praxis umsetzen kann, mich von meiner Frau zu lösen, obwohl ich sie so relativ häufig treffe?
Ich möchte auch nicht tricksen, oder so, sondern tatsächlich einen Weg finden, auf dem mein Leben für mich weitergehen kann. Quasi eine Chance auf Glück erarbeiten.
Vielen Dank im Voraus für zahlreiche Tips.
Schöne Grüße!


Wichtig ist, zum Therapeuten einen Draht zu finden, eine Vertrauensbasis zu schaffen, sonst macht das ganze wenig Sinn.
Nanana, was sind denn das für Selbstbeleidigungen? DAS GEHT JA MAL GAR NICHT!