Malinale
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ich brauche euren Rat oder einfach mal ganz klare Worte von euch. Wenn Freundinnen meine Hilfe brauchen, dann bin ich immer ganz klar in meinen Gedanken und glaube, dass ich gute Tipps geben kann. Bei mir allerdings stelle ich mich immer recht doof an.
Im Moment habe ich den Eindruck, ich sabotiere mich selber und leide deshalb unnötig viel.
Vielleicht ein kurzer Überblick zu der Situation:
Ich kenne ihn über ein gemeinsames Hobby schon seit vielen Jahren. Im Frühjahr letzten Jahres hat sich unser Kontakt deutlich verstärkt. Er hat jedoch seit vielen Jahren eine Freundin. Ich möchte betonen, dass der Kontakt oberflächlich schon immer vorhanden war. Im Frühjahr hat er jedoch plötzlich Gas gegeben und wollte mich immer mehr kennenlernen, was über das Hobby hinaus ging.
Es war irgendwie ein fließender Übergang von normalen Kontakt zu intensiven Kontakt. Ich kann es schwer beschreiben, da ich mir nicht viel dabei dachte.
Allerdings hat er sich plötzlich Hals über Kopf in mich verliebt, wohingegen ich noch recht zurückhaltend war, da sich bei mir nicht viel mehr als Freundschaft entwickelte, was vielleicht auch damit zusammen hing, dass er eine Freundin hatte.
Während ich das schreibe, komme ich mir schon ziemlich doof vor.
Trotzdem hat er weiter sehr um mich geworben und man merkte, dass er verknallt ist, oder wie man es auch nennen mag.
Vielleicht kürze ich es ab. Wahrscheinlich klingt es wie eine klassische Geschichte.
Wir waren nie intim oder dergleichen. Irgendwann ließ ich meine Zweifel über Bord fallen, ließ auch von meiner Seite aus Gefühle und und verliebte mich sehr. Er fing damit an, dass er seine Freundin verlassen möchte.
Wahrscheinlich ist es klassisch, aber als ich ihn dann wirklich auch mochte und er täglich in meinem Kopf schwirrte, muss er sich unentschieden haben oder kalte Füße bekommen haben und er wollte trotz Gefühle seine Beziehung nicht aufgeben.
Ich akzeptierte dies und fuhr den Kontakt herunter. Innerlich litt ich natürlich sehr. Ich zweifelte an mir, weshalb ich plötzlich nicht mehr gut genug war, warum es plötzlich nicht mehr reichte und wann der Knackpunkt war. Also wann änderte es, dass ich mich auf ihn einließ und er dann doch kalte Füße bekam?
Ich suchte 100 mal den Fehler bei mir. Der einzige Fehler war wohl, dass ich den Kontakt zu einer vergebenen Person zugelassen habe.
Ich zog mich zurück und wünschte ihm alles Gute. Es lief ohne Drama, etc ab.
Das ganze ist nun 8 Monate her. Und seitdem haben wir regelmäßig Kontakt. Ich ziehe mich zurück. Er sucht oberflächlich Kontakt, ich bitte ihn höflich, dass er mir Zeit für mich gibt. Er hält sich zurück und meldet sich dann doch alle zwei Wochen wieder.
Ich habe auch bereits dreimal den Kontakt abgebrochen. Dann war die kontaktpause länger. Allerdings kam er jedes Mal wieder an. Klar, irgendwann habe ich ihm ja auch immer wieder geantwortet.
Er kam dann aber aus dem Knick, wie viel ihm der Kontakt bedeutet, dass ich ihm wichtig bin, er keinen Kontaktabbruch möchte und einfach wissen möchte, wie es ihm geht. Er sagt dann er habe mich lieb und möchte einfach spazieren gehen und wissen wie mein Leben läuft.
Vielleicht meine konkrete Frage: was kann ich tun, um mir keine Hoffnungen zu machen? Ich bin ihm nicht total verfallen, oder laufe ihm hinterher, oder bettel ihn an.
Wir haben dann einfach normalen Kontakt und in mir schwingt ewig die Hoffnung, dass wir normalen Kontakt haben und er sich doch wieder in mich verliebt.
Ich fühle mich so schlecht, dass ich plötzlich nicht für ihn reichte.
Von daher hoffe ich immer, dass seine Gefühle zurückkommen.
Wir sind Ende 20 und ich fühle mich wie eine 16 jährige.
Ich sollte wahrscheinlich einfach den Kontakt komplett unterbinden? Sollte ich ihn laufen lassen und immer ein wenig hoffen? Sollte ich ihn laufen lassen und hoffen, dass er aus meinem Kopf verschwindet?
Ich denke seit dem Frühjahr jeden Tag an ihn und kann einfach nicht richtig abschließen und jedes Mal wenn ich mir sage, es reicht, das wird nichts, dann werde ich doch weich und laufe in mein Unglück.