Zitat von thegirlnextdoor: Was ich bisschen ungewöhnlich finde ist, dass der Mann sich hier so "leicht" (vordergründig! Nur der Schilderung so entnommen!) trennen konnte, weil das etwas ist, das vielen Aspergern mehr als nur schwer fällt, bzw. kaum für sie geht, vor Allem, wenn sie ihren sicheren Hafen gefunden haben.
Das hat mir gerade die Augen geöffnet und das tut sehr weh. Aber endlich kann ich wieder weinen. Ich fühlte mich so dumpf. Danke dafür.
Er hat es nicht leichtfertig gemacht. Er sagte noch eine Woche vorher, dass er mich nicht verlieren will. Ich glaube, dass ich es war, die ihn unter Druck gesetzt hat, mit mir zu sprechen. Er war tief in seiner Depression, und ich wusste das nicht.
Ich habe darauf bestanden, dass wir als Paar miteinander sprechen müssen. Ich wusste nichts davon, dass er sich in die Klinik einweisen lässt.
Das hat mich irritiert, weil er das schon seit Monaten wusste. Es war für ihn keine wichtige Information. Aber unser Tagesablauf hätte sich dadurch geändert. Ich glaube, er hat für mich Schluss gemacht, und auch für sich, weil er mich nicht verstanden hat. Und mir nicht weiter wehtun wollte.
Er glaubte, dass er mit meiner Unsicherheit nicht zurechtkommt. Dabei war es auch bei mir nur eine Phase. Und durch Kommunikation wäre es wirklich leicht gewesen, da durchzukommen.
Ich wäre so gern sein Anker, sein Zuhause gewesen.
Zitat von Multiversum: Das hört sich für mich so an,
als ob er Dich sozusagen am langen Arm verhungern lässt,indem er Dir nicht genug von dem gibt bzw. geben kann,was Du Dir wünschst. Und ob er bereit wäre sich diesbezüglich zu ändern, ist fraglich. Aber Du könntest es natürlich auf einen Versuch mit ihm ankommen lassen und entsprechende ernste ehrliche Gespräche mit ihm führen.
Er muss sich gar nicht ändern. Ich habe mich in ihn verliebt, weil er so ist, wie er ist, mit all seinen schrulligen Eigenschaften. Davon habe ich ja auch einige.
Und er ist der erste Mann, der mich so angenommen hat, wie ich war – mit meinen schrulligen Eigenschaften. Aber die Tatsache, dass nichts mehr von ihm kommt, spricht eine sehr deutliche Sprache, die ich noch nicht akzeptieren kann.
Zitat von Nur-ein-Mensch: Aber rein von der menschlichen Seite gesehen,würde ich dir empfehlen, bevor du einen Versuch startest,dir erstmal über sein Thema bewusst zu werden. Les dich,schau dich dazu ein,lerne,prüfe für dich ob du das wirklich willst. Es geht ja hier auch um dich,du genießt die Ruhe die er ausstrahlt, aber es gibt ja auch Eigenschaften die dir nicht so behagt haben. Und erst wenn du dir sicher bist,das du diesen Weg mit ihm gehen willst,mit allem was dazu gehört, dann würde ich ihn wieder kontaktieren.
Ich habe mich falsch ausgedrückt. Mit dem Thema an sich habe ich mich sehr intensiv auseinandergesetzt. Aber immer, wenn ich versucht habe, mit ihm darüber zu sprechen, spürte ich eine innere Abwehr. Aber das war okay, weil ich ihn nicht drängen wollte.
Durch meine eigene depressive Verstimmung habe ich ihn nicht mehr gesehen. Das war, glaube ich, der ausschlaggebende Punkt.
Und ja, es geht um mich. Ich habe mich so unfassbar wohl in seiner Nähe gefühlt.
Das erste Mal in meinem Leben konnte ich innerhalb einer Beziehung Ruhe und Akzeptanz spüren.
Davor hatte ich nur ungesunde Beziehungen. Das war einer der Gründe, warum ich mich sieben Jahre komplett zurückgezogen habe, um zu heilen. Und dann kam er, das komplette Gegenteil von dem, was ich vorher hatte. Ich habe noch nie so vertraut wie bei ihm. Ich war so ruhig.
Ich wollte sogar mit ihm zusammenziehen. Allein, dass ich diesen Wunsch hatte, zeigt mir, wie glücklich ich war.
Und doch ist er an irgendeiner Stelle anders abgebogen als ich.
Zitat von Nur-ein-Mensch: Sollte er dennoch ablehnen,hast du aber deine Zeit nicht verschwendet,sondern hast dich weitergebildet,nicht das du am Ende noch sagst es war alles umsonst,nein war es nicht.
Ja, es ist niemals umsonst gewesen. Ich bin mir selbst so viel näher und ich liebe mich wirklich. Diesen Punkt noch einmal zu spüren, ist etwas ganz Wundervolles.
Der Rest is mäh
Zitat von Laetitia2024:@Talia_ Er wird sicher auch an dich denken und dich nicht vergessen, aber er hat jetzt andere Probleme, um die er sich kümmern muss. Ich würde dir davon abraten, wieder den Kontakt zu ihm zu suchen, denn er möchte das nicht. Er hat dir ganz deutlich gesagt, dass es vorbei ist. Das musst du akzeptieren. Er könnte ...
Danke. Ich muss das wohl immer mal wieder lesen/hören.
Zitat von QueenA: Und das sollte man klar auf dem Schirm haben! Wenn man selbst warm ist, Emotionen geben und zeigen kann, wieso dann darauf verzichten beim ggü. Gelassenheit & Ruhe: gibts beim Yoga und das meine ich nicht böse sondern zu 100% ernst.
Überleg dir gut, ob euer Ende nicht Zuviel Unruhe hatte als das man da noch ran möchte. Zusätzlich jemand der sich nicht aktiv auch meldet ist unattraktiv und auch ne Botschaft!
Am Ende schau mit was du klar kamst!
Yoga kann mir nicht das geben, was er mir geben konnte.
Ich weiß, das klingt vielleicht so, als wäre ich abhängig, aber so fühlt es sich nicht an.
Ich komme aus einer sehr toxischen Affäre, darum habe ich mich auch sieben Jahre zurückgezogen.
Ich weiß, wie solche Mechanismen funktionieren. Ich kann mir selbst sehr viel Liebe schenken. Ich kann mich regulieren und mir Übungen beibringen, die mich zusätzlich unterstützen.
Aber dieses eine besondere Gefühl, das ich durch ihn erfahren habe, kann ich mir selbst nicht geben.
Seine Berührungen haben mich augenblicklich zur Ruhe gebracht.
Und ihm ging es genauso. Ich konnte auf ihm einschlafen, etwas, das ich vorher noch nie konnte.
Und vielleicht sollte all das in einer Beziehung normal sein. Ich aber kannte es vorher nicht. Es liegt auch einfach daran, dass wir soziale Wesen sind. Wir brauchen Nähe, Verbindung und Geborgenheit – all das, was ich bei ihm gefunden habe.
Zitat von QueenA: Emotionen geben und zeigen kann, wieso dann darauf verzichten beim ggü
Ich kann dir hier nur vollkommen zustimmen. Ich will aber meinen Aspi wieder

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt mir zu antworten. Das bedeutet mir wirklich viel.
