Zitat von Gorch_Fock:Liebe Te, die prof. Therapie ist wichtig. Auch im Betrieb musst Du deutliche Grenzen setzen. Weder hat Dir jemand nachzuspionieren noch Deine Krankmeldungen zu kontrollieren oder Dich illegal zur Abeit zu drängen. Das sind grobe Verstöße und sollten alle gemeldet werden. Du hast bis dato durch Deine Eltern gelernt, ...
Ja, ich muss bzgl. der Grenzen ganz stark an mir arbeiten. Es braucht nur jemand mich zu maßregeln, zack, sitze ich in der alten Falle und bemühe mich um gut Wetter.
Du hast völlig recht, instinktiv hat sie wohl gespürt, dass sie da leichtes Spiel bei mir hat. Andere Kollegen sind da schneller und besser mit dem Abgrenzen. Da gab es schon mal eine Ansage und dann war Schluss. Irgendwann im Sommer hatte ich mich durch sie völlig verunsichern lassen. Anlass war damals ein Mitarbeitergespräch und sie gab mir zu verstehen, dass der Inhalt des Gespräches ihr bekannt sei. Es wurden unter anderem meine Aufgaben besprochen und es gibt Überschneidungen zwischen unseren Bereichen. Die Geschäftsführung wollte dann die Bereiche strikter trennen und das passte ihr offensichtlich nicht.
Sie hatte auch keinerlei Kenntnis von Gesprächsinhalten, es war in die Luft geschossen. Allerdings war ich erstmal völlig irritiert. Sie hatte es so aussehen lassen, als wäre sie völlig im Bilde. Das machte sich dann auch bemerkbar, ich versuchte krampfhaft, keine Fehler zu machen und prompt passierten sie. Das rieb sie mir mit Genuss unter die Nase, sie müsse ja alles nachkontrollieren und das machte sie auch. Zu ihrer Arbeit käme sie dadurch nur eingeschränkt. Das hatte mich doch sehr gewundert, weil ich nicht den Eindruck hatte, dass sie hier ihre und meine Arbeit machen muss.
Irgendwann ging ich nur noch ungern in die Firma. Teilweise hatte sie sich schon morgens Sachen auf den Tisch gezogen, die mein Ressort betrafen und die sie jetzt bearbeitete. Ich wurde zu Hilfstätigkeiten verdonnert.
Ja, es war eingerissen und ich hatte es mal wieder nicht bemerkt. Heute ist mir klar, dass sie ihre Grenzen immer weiter gesteckt hat. Es gab von mir keinen Gegenwind und das wusste sie auch sehr genau.
Meine Aufgabe, mich hier zukünftig besser zu schützen. Über private Dinge spreche ich schon länger nicht mehr mit ihr. Das ist mir oft genug in den Rücken geflogen und wurde von ihr dann auch gegen mich verwandt.
Vor vier Wochen nahm sie früh Handwerker in Empfang. Ich hatte ihr freitags angeboten, mich darum zu kümmern, dass lehnte sie ab. Mich wunderte der frostige Ton der Handwerker mir gegenüber, ich fragte dann nach, was los ist. Sie erzählten mir dann, dass sie sich ihnen gegenüber komplett aufgespielt hat. Das ging soweit, dass der Chef meinen Chef kontaktierte und darauf hinwies, sollte es noch so einen Vorfall geben, bricht er die Baustelle ab.
Es hatte mich viel Zeit und Nerven gekostet, diese Firma überhaupt zu gewinnen. Jetzt sabotierte sie den Bau und es stand wirklich auf Messers Schneide und hat mich viel Überredungskunst gekostet, dass die Firma nicht abgesprungen ist. Das war mir eine Riesenlehre und seitdem halte ich sie fern von den Handwerkern.