Zitat von Lotta00: Seine große Liebe war der Grund das er sich damals von seiner Frau getrennt hat, sie hatte aber damals wohl nicht Kraft gehabt sich von ihrem Mann zu trennen. Dann lernte er mich kennen und wir sind nun 12 Jahre verheiratet.
Hört sich an, als wärst Du die Ersatzlösung gewesen.
Zitat von Lotta00: Ich habe mich bemüht um ihn bemüht und nun dies……
Bemühen wird selten honoriert, vor allem nicht in Beziehungen. Du meinst, er sei in der Bringschuld Dir gegenüber, aber er sieht das offenbar ganz anders, denn er nimmt sich raus, was sich ihm bietet.
Zitat von Lotta00: Ich bin so blöd, suche immer weiter nach Entschuldigungen für ihn. Beim letzten Mal hatte ich ich eine schwere Depression. In der Paartherapie kam heraus das er sich nicht mehr gesehen fühlte, dass ich nicht anwesend wäre etc. War ich auch nicht!
Vielleicht hatte Deine Depression auch Gründe, die in der Beziehung liegen? Ein Depressiver lebt reduziert, er kann dem anderen keine große Beachtung zeigen, weil er zu viel mit sich und seine Gefühlen zu tun hat. Und die Erklärung, er fühlte sich übergangen, nicht mehr genügend beachtet, ist einfach nur billig und weist wieder Dir die Schuld zu.
Du hattest Depressionen und deswegen hast Du Böse ihn nicht genügend betütelt, so hört sich das für mich an. Ich wette, der Therapeut war ein Mann.
Man kann den Spieß auch umdrehen. Er hätte mehr auf Dich Rücksicht nehmen müssen, anstatt in fremden Betten Trost zu suchen. Er hätte Verständnis für Dich zeigen können, aber stattdessen ...
Zitat von Lotta00: Habe Angst das mich das wieder zurück wirft. Habe Angst nicht die Kraft zu haben. Würde mir das jemand erzählen würde ich sagen „geh“ und bei mir selbst…..
Ja, natürlich. Hörst Du so eine Story von Jemand anderem, sagst, um Himmels Willen, was willst Du noch alles ertragen? Schütze Dich. Aber bei Dir selbst greifen die alten Mechanismen - das sich Bemühen, das Du hier genannt hast. Bemühen heißt auch, nicht locker zu lassen, die Flinte nicht vorschnell ins Korn zu werfen, birgt aber auch die Gefahr, dass man sich sich selbst darüber vergisst und nicht für sich sorgt, weil man selbst keine Grenzen für sich definiert.
Wer keine Grenzen setzt, alles auf sich nimmt, den anderen noch in Schutz nimmt (ich war ja nicht genügend für ihn da), der setzt natürlich auch dem Partner keine Grenzen.
Schlechtes Gewissen scheint er auch nicht zu kennen, er taktiert einfach hintenrum und denkt sich, Lotta merkt schon nichts.
Zitat von Und_jetzt: Ich bin mir sicher, es ginge dir deutlich besser ohne einen Mann, der dich nach Strich und Faden belügt und hintergeht...
Dem schließe ich mich vollkommen an.
Es geht Dir in der Ehe nicht gut. Wenn Du ehrlich bist, schon sehr lange nicht und die Depressionen werden momentan nur mit Medkamenten abgeschwächt, übertüncht sozusagen.
Es würde mich nicht wundern, wenn die Depressionen aus dem Zustand Deiner Ehe und seinem rücksichtslosen, wenig einfühlsamen Verhalten resultieren würden.
Du musst dort nicht bleiben, wenn es Dir nicht gut tut. Du hast von ihm nichts zu erwarten, er macht das, worauf er gerade Lust hat. Er fühlte sich übergangen, ha! Vielleicht könnte man das alles auch von Dir sagen, dass er Dich übergangen hat und wieder übergeht.
Zitat von Lotta00: Es baut sich eine so unüberwindbare Mauer auf. Bin mit ihm aufs Land gezogen, Haus gekauft, Mutter letztes Jahr hier her geholt.
Klar, er lässt Dich nicht an sich ran kommen, denn das würde je bedeuten, Dich zu beachten, sich mit Dir auseinander zu setzen. Seine Interessen liegen derzeit aber wo anders.
Es ist nie gut, wenn man seine eigene Sicherheitszone aufgibt, dem Partner hinterher zieht, weil man sich in Abhängigkeiten bringt, die eine Trennung unglaublich erschweren. Hast Du Deine Mutter hergeholt oder ist es seine?
Ganz ehrlich, so unüberwindlich der Berg jetzt auch aussieht, Du kannst da rauskommen. Er wird nie der treue und loyale Partner sein, bei dem Du die Nummer eins bist.
Organisatorisches lässt sich lösen und es kann eine nie gekannte Selbstständigkeit bei Dir aufkeimen und wachsen, die Dir auch wieder Kraft verleiht für das, was kommt.
Wenn Du dort bleibst, wirst Du krank bleiben.