Zitat von Liv:Wenn das so war, dann zieht dich vielleicht genau DAS an? Du scheinst ja darauf zu stehen, wenn jede die du triffst so drauf ist. Lies deinen Satz nochmals, findest du das jetzt allen ernstes "typisch weibliches Verhalten", sorry da muss ich jetzt echt lachen
Naja, dieser Thread hier entwickelt sich wohl sowieso zum absoluten "veralgemeinerungs Wahn"...
Früher gab es Epochen, die die Gesellschaft pauschal beschrieben. Natürlich gab es schon immer Ausnahmen und gibt es auch immer. Und der Mensch ist so aufgestellt, dass er aus Erfahrungen lernt. Das muss er tun, damit er Fehler erkennt und möglichst vermeidet. Das kann aber ein sehr langer Prozess sein. Mir gelingt das leider auch nicht (immer).
Unsere Gesellschaft besteht mehrheitlich nicht aus intensiven Bindungen, das sieht man am Boom der Singlebörsen, das sieht man an Singlehaushalten. Also hier kann man durchaus pauschalisieren, dass sich "sehr viele" Menschen heute weder aus wirtschaftlichen Gründen binden müssen (was gut ist) und auch nicht versuchen (was wiederum schlecht ist), weil sie es nicht möchten (was wiederum gut ist, freie Entscheidungen treffen zu können).
Die Tatsache, dass wir digital leben und Social Media nicht genutzt wird, um sich daheim auf dem Sofa zerknittert vorm TV genervt und gelangweilt beim zappen zu fotografieren, sondern nur die Sternstunden, die Highlights auszuschneiden und dann auch noch etwas aufzuhübschen, zeigt keinerlei Realität mehr und trotzdem will jeder in diesem Wettbewerb mit machen. Ich erlebe in der Tat mehr Frauen mit Duckfaces, Kuss Selfies und den hunderten von Likes als ich das bei Männern tue. Ich kenne Facebook Profile, die Frauen dort sind quasi dauer-online und egal was sie posten, es hat binnen Minuten 300 Likes und mehr. Diese Frauen können kein Privatleben mehr führen oder sie haben einen Social Media Manager, was ich nicht glaube und bei vielen auch weiß, dass es nicht so ist.
Was will ich sagen damit? Dieses Phänomen ist ja nicht isoliert vom echten Leben. Die digitalen Likes sind live so nie realisierbar, aber erwünscht. Ergo ... wenn man die Wahl hat zwischen einer festen Bindung und einem Leben voller Spaß und Abenteuer, wählen viele letzteres, weil es spannend ist, und spaßig ist. Ewig geht das zumeist eben nicht.
Daneben gibt es eben auch diejenigen, die mit Mitte/Ende zwanzig in die fixe Familienplanung gegangen sind und sich meist auch dort befinden, klar gibt es auch hier Scheidungen, Trennungen, Allein erziehende....die dann wieder mit anderen Phänomenen zu tun haben.
Wer ist denn 30 plus dort noch unterwegs? Das sind eben die, die diese Schubladen nicht erfüllen und eben ihre Bindungsprobleme aufweisen (wo ich mich nicht ausnehme).
Es wird immer so getan, als sei dieses Phänomen ein hoch exklusives und völlig unbekannt - nein es ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das bestätigt wird durch die Zahl der Scheidungen, der Trennungen, die Single Haushalte, die Single Angebote (online und real) und vieles mehr....