Kritische Sichtweise

Ehemaliger User

Hallo Mangoon,

richtig, es ist nicht jedermanns Sache, wieder in die alte Beziehung einzusteigen. Nicht immer ist aber die Ursache darin zu suchen, dass beide oder einer von beiden die Arbeit scheut. Meinst du, es ist weniger Arbeit, sich auf die neue „Einsamkeit“ einzulassen und den Weg aus dem Nichts wieder ins Licht zu suchen? Also ich empfand das nicht gerade als Spaziergang!

Schau mal, wieder urteilst du so schnell und aufgrund nicht geführter Diskussionen. Du unterstellst hier vielen Leuten Frustration. Aber falls es dich tröstet, du bist nicht die Einzige, die das hier tut. Das ist das Urteil, welches am schnellsten hier gefällt wird.

In einem Punkt hast du schon Recht. Die Art und Weise, wie teilweise hier die Beiträge auseinander genommen werden, habe ich auch schon häufig genug angeprangert. Und auch deswegen schon mal versucht eine Moderation anzuregen. Aber naja… Das Forum wird von einem Menschen hier geleitet… oder eben auch nicht.
Mir liegt eigentlich auch an eher sachlichen, den polemischen Auseinandersetzungen. So habe ich es eigentlich meist auch gehalten… oder mich versucht dran zu halten. Was aber nicht bedeutet, dass ich immer meine Meinung am Ende als die Richtige sehen musste.  
Wer nicht mehr bereit und offen ist, lernt nichts mehr und bleibt stehen. Und meist führt Stillstand dann auch zum Rückschritt.

Davon abgesehen trägt aber auch jeder, der sich hier beteiligt, zum gesamten Erscheinungsbild dazu. Wie du schon sagst, vertrittst du mit Vehemenz deine Meinung und wie auch schon das Sprichwort sagt, schallt es genauso aus dem Wald heraus, wie man reinruft.
Die Diskussionskultur in diesem Forum war schon mal anders. Und zum Teil geht sie wieder in diese Richtung. Geh doch einfach mal eine ganze Weile in diesem Forum zurück. Auch da wirst du Auseinandersetzungen finden und auch Trost und Zuspruch. Zeitweilig ging es auch da nicht zimperlich zu, aber ehrlicher… so zumindest mein Eindruck.

Soll ich das jetzt eigentlich als Unverständnis oder Ignoranz werten, dass du schreibst: „Warum meinst Du, sollte ich darüber nachdenken, das andere Forumsteilnehmer eine andere Meinung haben und meine nicht teilen? Deswegen bin ich nicht hier.“
Du sagst, du akzetierst das, aber die Art, wie du mit den kritischen Anmerkungen umgehst, lässt das leider nicht zum Ausdruck kommen.
Meine Frage oder Anregung ging in die Richtung, dass man sich vielleicht auch mal hinterfragen sollte, wenn es soviel Kritik gibt. Das scheint aber für dich nicht in Frage zu kommen. Oder sollte ich mich da irren? – Hm… nein, deine Antwort scheint einen Irrtum auszuschließen.

Wie gesagt… alles die Eindrücke, die ich hier gewinne durch das, was du schreibst.

Ach ja… es geht auch nicht darum, dass du dich hier rechtfertigen sollst oder musst. Es ist eine Auseinandersetzung in der Sache und die Sache bedeutet in dem Fall die Art und Weise deiner Beiträge. Andere mögen sie für sich als hilfreich empfinden. Du kriegst ja auch gelegentlichen Zuspruch. Trotzdem hab ich meine Ansicht dazu ja schon geäußert.

Nochmals die Empfehlung, einfach mal mit etwas Ruhe und Gelassenheit sich selbst reflektieren. Mir zumindest hat das gut geholfen und hilft mir immer noch, denn ich halte mich nicht für perfekt.

Schönen Gruß

Nordlicht


PS: Hallo Feechen  :D Lange nicht gelesen  ;)

27.10.2005 19:51 • #16


Ehemaliger User

Hallo Nordlicht,

ich stimme Dir zu eine Trennung  "durchzustehen" ist kein Spaziergang: Aber die Trennung als Vorgang geschieht dennoch von selbst. Das wollte ich damit sagen.
Wenn Du in die Bücherabteilung bei Partnerschaft in einer Buchhandlung schaust, wirst Du 95% Bücher finden, die sich mit dem Trennungsschmerz auseinandersetzen und beschäftigen. Es sind weit unter 5% Bücher die einen Ratgeber für Betroffene darstellen, wie man eine zerbrochene Beziehung wieder herstellt. Ich kenne nur 3 brauchbare zu diesem Thema!!!

Ganze 3 Bücher ! die sich mit der Heilung von getrennten Paaren beschäftigen. Da sind jetzt Fachbücher für Professionelle Schaffende ausgenommen.
Das bedeutet ich rede eigentlich hier von "Außerirdischen" einer Sache, die kaum einer kennt, geschweige denn im Umfeld erlebt.
Das das massive Gegenwehr verursacht ist klar. Was man nicht kennt ist einem Fremd. Bekannt geht an der Hand!
Nicht jede Beziehung ist es wert gerettet zu werden. Nur muß man den meisten Menschen  beim "aufgeben" nicht helfen, da Resignation, Leiden dem Menschen leichter fällt ,als Engagement und Einsatz.
Natürlich sind manche Beziehungen irreparabel geschädigt. Da brauchen die Betroffenen eine andere Art der  Betreuung, zum Beispiel Trost.

Um aber herauszufinden, ob eine Beziehung wirklich am Ende ist, ist der Versöhnungsversuch die Beste Methode.
Man kann es nicht heraus finden, wenn man es nicht versucht. Entscheidend dabei ist das "WIE" und dabei scheitern die meisten. Sie sind zu schnell und übereifrig, trauen es sich nicht zu ,oder fangen gar nicht erst an, oder geben viel zu früh auf.
Viele Beziehungen und Versöhnungen scheitern nicht, weil es die Beziehung nicht hergibt, sondern, weil die Kommunikation gestört (war) ist.

Da gehört alles hinein: die Liebe, Ausgleich von Geben und Nehmen, das Reden, die S., Bedürfnisse erkennen und erfüllen, Ansprüche erkennen und nicht  Erfüllen, Ängste , Sorgen ,besteht Einigkeit über gemeinsame Zukunftvorstellungen usw.
Das alles verbirgt sich hinter dem Begriff "Kommunikation".

Viele der Ratgebenden hier wundern sich oder verstehen nicht, weshalb niemand zu Beginn dem Rat folgen will "loszulassen" oder den Partner aufzugeben.
Der Betroffene muß es selbst wollen, niemand kann diesen Prozeß verkürzen. Interessanterweise können viele Paare besser loslassen, falls es wirklich kein zurück mehr gibt, wenn sie selbst noch einmal alles ihnen mögliche unternommen haben, den Partner zurückzugewinnen. Dann haben sie eine "passive Leidensphase" in eine "aktive" umgesetzt und fühlen sich stärker und akzeptieren ihren oder den Entschluß oft leichter.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem Partner blind "nachlaufen" und ihn "nicht gehen lassen können" und die Beziehung"aktiv" wieder herstellen zu wollen.
Wen das genauer interessiert, der beschäftigt sich bitte mit den von mir empfohlenen Büchern, da das hier den Rahmen sprengt.
Was ich damit sagen will, der Weg über die Versöhnung bringt in jedem Fall Gewinn, ohne den Partner oder mit ihm! Das garantiere ich. Da ich selbst diese Arbeit leisten musste, weiß ich nur zu gut, aus eigener Erfahrung, wie sich die eine und die andere Seite anfühlt.
Es geht also nicht nur um den Austausch von Fachlichkeiten, es geht um Erfahrung. Und ich kann jeden nur ermutigen, dieses Risiko einzugehen.
Die Belohnung kennt nur der Abenteuer, diejenigen, die zu Hause bleiben, müssen auf dem Sofa von den Geschichten lesen, die andere erleben...Du entscheidest zu welchen der beiden Du gehören möchtest.
Das ist meine Nachricht an alle hier die Verlassen worden sind...oder Verlassen haben..

Ps: Deinen Appell habe ich verstanden.

27.10.2005 21:05 • #17


Ehemaliger User

Hallo magoon
Du bist hier in einem Forum, nicht in Deinem Sprechzimmer.
Du gibst hier ausschliesslich Ratschläge an Personen ab, die verlassen wurden, nicht an Paare.
Du kannst hier nicht mit beiden reden.
Zu Dir kommen die Paare, weil sie noch ein Fünkchen Hoffnung in ihrer Partnerschaft sehen, noch einmal einen Neubeginn wagen möchten. Paare, die hoffen, dass dieser Schritt ihnen hilft, in Zukunft eine glückliche Beziehung zu führen.

Hier im Forum sind Frischgetrennte, Männer/Frauen die verlassen wurden.
Viele hoffen auf einen Neuanfang, wollen vielleicht auch kämpfen, aber sie stehen im Moment alleine da.
Da hilft es nicht, ihnen zu sagen "los kämpft um eure Beziehung."
Den Kampf können sie nur gemeinsam aufnehmen.
Um den Versuch eines Neuanfangs zu wagen, müssen beide es wollen.
Nicht jede/r hier hat die Möglichkeit seine/n Ex zum Psychologen zu schleppen.
Oft spielt schon im Leben des Verlassers ein/e neue/r Partner/in eine Rolle, oder es ist keine Liebe mehr vorhanden.

Die Geschichten, Erfahrungen und Trennungsgründe hier, sind alle so verschieden, das Du es  nicht, ohne mit der anderen Seite jemals gesprochen zu haben, es überhaupt beurteilen kannst, ob und wieweit sich das Kämpfen lohnt.
Aus Erfahrung müsstest Du doch wissen, wie verschieden die Sichtweisen sind, die zur Trennung führten.
Und erst dann, wenn sie Dir bekannt sind, wenn beide es wollen, kannst Du mit Der Therapie beginnen.

Aber hier nützt das wenig.
Hier kommen die Verlassenen hin, um sich mitzuteilen, ihren Schmerz loszuwerden und sehen, " hey ich bin nicht die/der einzige". Können sich austauschen und werden grösstenteils verstanden.
Du schriebst:

>>Die Belohnung kennt nur der Abenteuer, diejenigen, die zu Hause bleiben, müssen auf dem Sofa von den Geschichten lesen, die andere erleben...Du entscheidest zu welchen der beiden Du gehören möchtest.<<

Nicht ganz richtig... wenn ich zum Abenteurer gehören möchte, muss ich aber gemeinsam mit dem Verlasser dieses Abenteuer eingehen. Oder???

mel





28.10.2005 07:18 • #18


Ehemaliger User

Ach Mel!
Bei der Dame ist jede Diskussion überflüssig,das ist manisches Verhalten,da interessiert nichts was rechts oder links des Weges liegen könnte,da geht es nur drum sich die eigene Grandiosität und Überzeugung zu bestätigen.
Könnte dazu auch mehr sagen,aber es muß sich jeder selber ein Bild machen,wie manche gestrickt sind.
Man muß nur genau lesen!
Ist nicht das erste derart gepolte "Wesen" das den Weg hierher gefunden hat,es ist ein immerwährendes kommen und gehn!
Sie finden auch schnell woanders wieder ne Bühne.

[img]hameln.de/images/1/325-tourismus_figurenspiel.jpg[/img]


gruß

28.10.2005 08:30 • #19


Ehemaliger User

[quote author=mel link=board=Mitgliederdiskussionen;num=1130168227;start=14#17 date=10/28/05 um 08:18:46]Hallo magoon
Du schriebst:

>>Die Belohnung kennt nur der Abenteuer, diejenigen, die zu Hause bleiben, müssen auf dem Sofa von den Geschichten lesen, die andere erleben...Du entscheidest zu welchen der beiden Du gehören möchtest.<<

Nicht ganz richtig... wenn ich zum Abenteurer gehören möchte, muss ich aber gemeinsam mit dem Verlasser dieses Abenteuer eingehen. Oder???

mel





[/quote]

Hallo Mel,

das ist schon richtig, aber einer muß anfangen...und daran scheitert es oft schon!
Wir reden hier von zwei verschiedenen Dingen.
1.den Partner zurückzugewinnen
2.die Partnerschaft während (nach einer Trennung) zu heilen und beide Partner dabei zu unterstützen die Partnerschaft zu dauerhaft zu erhalten, oder wieder herzustellen.

1. da können die Aktionen bereits ohne den Partner geschehen
2. das braucht beide Partner

Ich konzentriere mich auf 1. und das ist hier im Forum möglich.
Auch in der Beratung ist oft zunächst nur ein Partner, manchmal dauert es Wochen oder Monate bis sich der Ex-Partner zu einem Gespräch bereit erklärt, manchmal kommt er nie. Manchmal ist das auch nicht nötig, da schaffen es die Partner von selbst, ohne weitere Hilfe, weil derjenige der Hilfe gesucht hat gut vorbereitet ist und jetzt Fehler vermeidet, von denen er vorher keine Ahnung hatte das er sie macht. Dieses Engagement  und das veränderte Verhalten motiviert, bleibt dem Ex  nicht verborgen und führt gerade dazu, dass er wieder Zuversicht gewinnt, weiter zu machen, obwohl er sich eigentlich schon verabschiedet hatte.

Über manche Dinge kann man nicht reden, die muß man "ausprobieren" um zu wissen -ob es funktioniert oder nicht, nur darum geht es. Den Mut zu haben ,das Risiko einzugehen, verletzt zu werden ,ist mit großer Angst besetzt und wird häufig zugunsten der Sicherheit lieber vermieden.
Ob jemand das Risiko eingeht oder es vorzieht lieber romantische Liebesromane -alleine auf dem Sofa -zu lesen,ist eine Wahl ,wie man grundsätzlich im Leben stehen möchte. Ich sage nicht dass das "schlechter" ist, mache aber aus guter Erfahrung heraus, Reklame für das "selber erleben"!
Das ist hier gemeint, wenn ich von Abenteurern und Lesern spreche.


28.10.2005 08:41 • #20


Ehemaliger User

[quote author= link=board=Mitgliederdiskussionen;num=1130168227;start=14#18 date=10/28/05 um 09:30:03]

[img]hameln.de/images/1/325-tourismus_figurenspiel.jpg[/img]


[/quote]

Hallo ,

schönes Bild,  ;)

28.10.2005 08:48 • #21


Ehemaliger User

Hallo Mangoon,

vielleicht ist es auch ein Zeichen für die Realität, dass es viel mehr Bücher über Trennungen gibt, als über die Versuche wie man wieder zueinander findet. Ich spreche nicht ab, dass es solche Paare gibt und das auch manchen von denen es wirklich schaffen, sich wieder zusammen zufinden.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es die Paare in der Regel mit geringer Moderation selbst schaffen, denn eines der meist auftauchenden Probleme ist wohl immer noch die Kommunikation.

Von meiner Seite gibt es viel Respekt für die Leute, die es versuchen und dann schaffen. Doch davon habe ich bisher wenig gehört. Selbstverständlich habe ich auch in meiner Trennungsphase sehr viele Gespräche mit Bekannten geführt. Schon aus reinem Eigeninteresse. Erstaunlicherweise waren dabei manche sehr offen. In einem einzigen Fall habe ich davon vernommen, dass sich das Paar wieder gefunden hat und dann auch wieder Jahre zusammen war.
Bei den meisten anderen, die es noch mal versucht hatte, waren die Probleme nicht wirklich gelöst. Schnell verfielen sie wieder in alte Muster. Guter Wille und anfängliche Arbeit reicht eben nicht und nicht immer lassen sich alle Fehler in der menschlichen Natur… oder sagen wir im Charakter… umdrehen und zu positiven Eigenschaften wenden.

Aber wer von denen, die getrennt wurden, hat nicht die Hoffnung zu den Paaren zu gehören, die es schaffen? Das hat was von Lotto spielen und jede Woche auf den 6er hoffen. Okay, die Wahrscheinlichkeiten sind größen zu den glücklichen Paaren zu gehören als den 6er zu bekommen. Aber das sind mathematische und statistische Nebensächlichkeiten.

Für mich liegt auch viel trügerisches in der Hoffnung. Solange ich hoffe, bewege ich mich in einem Rahmen, der sehr eng gesteckt ist. Alle Änderungen, die man versucht an sich selbst vorzunehmen, zielen doch nur in die Richtung, dem Partner wieder positive Gefühle abzugewinnen. Dabei kommen viele Verbiegungen und Beugungen raus, die weg gehen von der eigenen Persönlichkeit. Funktioniert es, wird man für eine Zeit ein Mensch, der dem Partner vielleicht wieder gefällt, aber ein Mensch, der nicht in seiner Mitte ist.
Daher war für mich schon nach einer gewissen Weile klar, dass wenn ich mich bewege, dann muss ich das in eine Richtung tun, die meiner Person entspricht.
Da war sie also, die Zwickmühle. Auf der einen Seite die Hoffnung, denn man kann ja seine Gefühle nicht abstellen wie den Wecker, der morgens unerbittlich die Zeit des Schlafes beendet. Auf der anderen Seite die Einsicht, es muss sich was bewegen.
Wenn ich also an der Hoffnung festhalte, bewege ich mich nur soweit, wie es mein Arm zulässt, an dessen Ende die Hand noch die Tür festhält, durch die man hofft, der andere marschiert wieder rein.

Es gibt einfach Beziehungen, wo das Ende da ist. Und dann muss man an den Punkt kommen, wo man die Tür loslässt, um sich auch weiter bewegen zu können.
Ich denke, wir brauchen hier jetzt nicht groß und breit über diverse Ängste zu reden, vor dem was da vor einem liegt. Das Gefühl kennen die meisten hier zu gut. Die Ängste muss man überwinden und das kostet Mut und Kraft. Man muss eine gewisse Neugierde für die Welt entwickeln, die sich da anschließt, für das Territorium, welches man neu zu erkunden hat. Dann wird man auch losgehen.

Ich stimme mit Mel in sofern überein, als das in der Regel hier in diesem Forum die Situation die ist, dass bei 95 % die Partnerschaft einseitig beendet worden. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb sich so einige gegen deine Argumentation sträuben. Du weckst Wünsche und Hoffnungen, die nicht mehr da sein dürfen oder da sein sollten, weil sie keine reale Grundlage mehr haben.
Mag sein, es gibt noch den einen oder anderen, bei dem das was bringen würde. Aber was ist mit denen, wo du diese Hoffnung nährst und die dann in ein immer tieferes Loch fallen dabei? Wer fängt die auf?
Sagst du nicht selbst, dass diejenigen, die sich wieder zusammen finden es meist auch ohne viel Zutun von deiner Seite schaffen?

Du gehst da ein ziemliches Risiko, denke ich, dessen mögliche Folgen aber nicht du, sondern andere zu tragen haben. Oder sehe ich da was falsch?

Gruß

Nordlicht

28.10.2005 09:26 • #22


Ehemaliger User


hallo magoon
...noch einmal...

Das alles geschieht in der Realität.
...ob einer oder beide zu Dir kommen, ob und wie lange sie es schaffen...
All das kannst Du aber nicht für dieses Forum übernehmen und auf Grund, dieser hier geschriebenen, subjektiven Sichtweisen, Deine Ratschläge erteilen.
Es fehlt hier an Emotionen, Du kannst den Leuten nicht in die Augen sehen, weisst nicht, wie sie deine Worte annehmen, wie sie reagieren.
Du musst Dir ersteinmal ein Bild von dieser Person machen, bevor Du anfangen kannst zu therapieren.


was ich damit sagen möchte... Erst nach einem persönlichem Gespräch, nach einem Kennenlernen, nachdem mir wichtige Details bekannt sind (dazu gehört für mich auch das Erscheinungsbild dazu) , stufe ich diese Person ein und gebe den jeweils für sie richtigen Rat.
Hier kannst Du das nicht..
ausserdem, wer sagt Dir, dass es alles so ist, wie es ist?
Das kannst Du im Laufe einer Therapie rausfinden, aber hier ist das schier unmöglich.

mel

28.10.2005 12:25 • #23


Ehemaliger User

Hallo mel,

leider gewinne ich den Eindruck, Du liest leider meine Beiträge nicht genau! Ich habe hier weder Therapie angeboten noch therapiere ich hier jemanden.

Wenn man zu einem Bäcker geht, dann kauft man Brötchen, beim Zahnarzt bekommt man seine Behandlung und akzeptiert das. Niemand kommt auf die Idee dem Schuster, dem Hausarzt oder einem anderen Fachmann zu erklären, "wie" sein Job laufen soll?
Man kann immer sagen, das man mit einer Leistung unzufrieden ist, aber dem Fachman den Job erklären, entschuldige, das finde "ich" jetzt anmaßend.
Genau das geschieht hier, ständig. Das würdest Du Dir in Deinem Beruf auch nicht gefallen lassen, da bin ich überzeugt.Gesunder Menschenverstand alleine ist kein Kriterium, um sich in die Prüfungskomission zu setzen und über die Qualität eines Fachmanns und seiner Leistung zu urteilen.
Es ist der Pferdefuß der psychologischen Helferberufe,  das über 50% der Klienten, das Gefühl haben, wir verstünden nichts von unserer Arbeit und es muß uns ersteinmal , bevor man sich mit ihren Problemen beschäftigt,  erklärt werden ,"wie" ein Gespräch oder eine Therapie abzulaufen hat.
Meine Erfahrung ist, das das meist auch ein typisches Verhalten innerhalb der Beziehung war und ist. Da bekommt der Partner meist kein Blatt zwischen das Argument und kapituliert frustriert und ernüchtert vor soviel Besserwissen. Tatsächlich ist das aber nur der Wunsch nach Allmacht und Kontrolle und fehlendes Vertrauen in die Autoritäten Anderer.

Ich glaube ich habe mir jetzt große Mühe gegeben,in den vergangenen Posts hier zu darzulegen, um was es mir geht. Wenn das nicht ausreicht, dann werde ich auch zukünftig nicht in der Lage sein, Dich mit meinen Antworten zufrieden zu stellen.

28.10.2005 14:23 • #24


Ehemaliger User

Hallo Nordlicht,

von welchen Konsequenzen ist denn hier die Rede?
Die wahre Verletzung(entstand) entseht durch den Partner und nicht durch mich ,oder irgendetwas was ich in meinen Beiträgen formuliere.
Ich gebe Hoffnung und sage, es lohnt sich zu kämpfen, es gibt eine Chance, dazu gebe ich Büchertipps an die Hand in denen jeder weitere Antworten und Hilfestellungen erhält. Wer tiefer gehen möchte sucht sich hier Rat und Trost oder vorübergehend psychologische Untertstützung.

So viel Macht wie ihr mir hier gebt habe ich nicht. Jetzt machen wir doch einmal ein umgekehrtes Beispiel:

Wer von den Ratgebenden übernimmt die Verantwortung dafür, dass sie einem Mitglied von einer Rückkehr zu dem Partner  abraten,(was hier im übrigen meist sehr emotional und energisch vermittelt wird) obwohl sie gute Chancen hätten ihre Beziehung wieder herzustellen?
Ist diese Form der Parteinahme nicht ebenso verwerflich und gefährlich?
Ob fachlich oder nicht,kein Mensch verändert aufgrund eines Postings sein Leben. Dieser Entschluß liegt bereits in einem selbst vor oder nicht und wird nur durch das richtige Wort zur richtigen Zeit in Bewegung gesetzt.
Ich würde es gerne können, aber zaubern kann ich noch nicht.

in diesem Sinne, schönes Wochenende!

28.10.2005 14:45 • #25


Ehemaliger User

[quote author=mangoon link=board=Mitgliederdiskussionen;num=1130168227;start=21#23 date=10/28/05 um 15:23:33]Hallo mel,

leider gewinne ich den Eindruck, Du liest leider meine Beiträge nicht genau! Ich habe hier weder Therapie angeboten noch therapiere ich hier jemanden.
Wenn man zu einem Bäcker geht, dann kauft man Brötchen, beim Zahnarzt bekommt man seine Behandlung und akzeptiert das. Niemand kommt auf die Idee dem Schuster, dem Hausarzt oder einem anderen Fachmann zu erklären, "wie" sein Job laufen soll? [/quote]
Doch!! Ich lese sehr genau, ich lese auch zwischen den Zeilen.

Mal davon abgesehen, dass , wenn mir die Behandlung beim Zahnarzt nicht gefällt, die Brötchen beim Bäcker nicht schmecken, ich mich dort nie wieder sehen lasse und mir einen neuen Arzt/ Bäcker suche. Ich muss nichts akzeptieren, wenn's nicht gefällt.
[quote author=mangoon link=board=Mitgliederdiskussionen;num=1130168227;start=21#23 date=10/28/05 um 15:23:33]Man kann immer sagen, das man mit einer Leistung unzufrieden ist, aber dem Fachman den Job erklären, entschuldige, das finde "ich" jetzt anmaßend.
Genau das geschieht hier, ständig. Das würdest Du Dir in Deinem Beruf auch nicht gefallen lassen, da bin ich überzeugt.[/quote]
ich gehe aber auch nicht als Zahnarzt ins Forum und stelle Ferndiagnosen. Oder sage den Leuten, sie sollen nur meine Brötchen kaufen, weil sie die besten sind... obwohl niemand hunger hat.


[quote author=mangoon link=board=Mitgliederdiskussionen;num=1130168227;start=21#23 date=10/28/05 um 15:23:33]Gesunder Menschenverstand alleine ist kein Kriterium, um sich in die Prüfungskomission zu setzen und über die Qualität eines Fachmanns und seiner Leistung zu urteilen.
Es ist der Pferdefuß der psychologischen Helferberufe,  das über 50% der Klienten, das Gefühl haben, wir verstünden nichts von unserer Arbeit und es muß uns ersteinmal , bevor man sich mit ihren Problemen beschäftigt,  erklärt werden ,"wie" ein Gespräch oder eine Therapie abzulaufen hat. [/quote]
Wenn 50% so denken, was erwartest Du hier?

Ich streite Dir ja  nicht Deine fachliche Kompetenz ab,(Vorrausgesetzt Du hast sie) aber meinst Du nicht auch, dass Du Deine Weisheiten doch besser in Deiner Praxis weitergeben solltest? Hier siehst Du ja selbst, kannst Du Dir die Finger wund schreiben, denn wenn jemand psychologische Rateschläge braucht, sucht er sie nicht hier.
Und es gibt sicherlich eine Menge Mitglieder hier, die es schon mit psychologischer Hilfe versuchen, oder zumindest diesen Schritt gehen werden. Frag die mal, was sie von einem Neubeginn halten?
Frag mal diejenigen, die einen gescheiterten Neubeginn hinter sich haben. Wäre mal interessant zu erfahren.

[quote author=mangoon link=board=Mitgliederdiskussionen;num=1130168227;start=21#23 date=10/28/05 um 15:23:33]Meine Erfahrung ist, das das meist auch ein typisches Verhalten innerhalb der Beziehung war und ist. Da bekommt der Partner meist kein Blatt zwischen das Argument und kapituliert frustriert und ernüchtert vor soviel Besserwissen. Tatsächlich ist das aber nur der Wunsch nach Allmacht und Kontrolle und fehlendes Vertrauen in die Autoritäten Anderer.[/quote]
Deine Erfahrungen hast Du aber durch Deine Berufspraxis gesammelt.
Aber mal ehrlich...Wieviele Paare kommen wieder, weil der 2. Anlauf gescheitert ist?


[quote author=mangoon link=board=Mitgliederdiskussionen;num=1130168227;start=21#23 date=10/28/05 um 15:23:33]Ich glaube ich habe mir jetzt große Mühe gegeben,in den vergangenen Posts hier zu darzulegen, um was es mir geht. Wenn das nicht ausreicht, dann werde ich auch zukünftig nicht in der Lage sein, Dich mit meinen Antworten zufrieden zu stellen.
[/quote]
Na dann unterstelle ich Dir mal einfach mangelndene Kompetenz/Qualität als Psychologin, wenn Du es nicht schaffst mich mit Deiner Argumentation/Sichtweise zufriedenzustellen.
mel




28.10.2005 15:31 • #26


Ehemaliger User

Hallo mangoon ...

nachdem DU ja der Fachmann bist muss ich dir sicher nicht die Arbeitsweise eines seriösen Therapeuten erklären, Ferndiagnosen würde ich dennoch in den Bereich der Wunderheilung sortieren ... nein, ICH habe dir nie hexerische Fähigkeiten unterstellt, da musst jetzt DU schon genauer mitlesen ... in Gedanken unterstelle ich dir eher anderes, aber ich muss nicht alle meine Gedanken veröffentlichen ...

du kannst mit den Armen rudern so heftig du willst und änderst nichts an der Tatsache, dass du dich hier als Therapeut, wissend und vom Fach ausgibst und das mittlerweile mit jedem deiner postings immer entschiedener betonst, während alle anderen die hier schreiben einfach ihre Lebenserfahrungen weitergeben ... woher nimmst du eigentlich deine Gewissheit ich könnte nicht auch 'vom Fach' sein *fg*? ...


>>>Ich gebe Hoffnung und sage, es lohnt sich zu kämpfen, es gibt eine Chance, ...<<<

schreibst du ... und gleichzeitig hast du einigen hier konkrete Verhaltensweisen mitgeteilt wie sie ihren Partner zurückgewinnen können und die Art der Verhaltensweisen weist deutlich in die Richtung, dass es an ihnen selbst liegt dass der Partner gegangen ist und dass sie durch eine Änderung ihres Verhaltens gegenüber dem Partner diesen zurückgewinnen könnten ... das ist nicht nur Hoffnung geben, das ist gleichzeitig auch Schuldzuweisung und vor allem REINE SPEKULATION, weil du gar nicht wirklich weißt was innerhalb dieser Beziehung zur Trennung geführt hat, es ist allein deine Deutung ... genauso wie andere aus dem was sie hier lesen deuten und darauf reagieren ...

du tust also nichts anderes wie das was jeder hier tut, aber dadurch dass du das 'MIT THERAPEUTISCHEM' Hintergrund tust bekommt das Ganze eine völlig andere Wertigkeit ... und ich kann deinen therapeutischen Ansätzen nun mal leider überhaupt nicht folgen und halte sie in der Anonymität eines Forums für völlig unangebracht ...

und wie hast du reagiert als die von dir Beratenen sich von dir falsch bewertet und verstanden fühlten? ... da war erst ein Aufnehmen deinerseits dieser Person weil du ihr deine Hilfe angeboten hast und im Anschluss danach das beleidigte Fallenlassen weil deine Hilfe nicht so angenommen wurde wie du es gerne gehabt hättest ... was ist daran jetzt professionell? ...  

diskussionslose Grüße von lilac

28.10.2005 17:21 • #27


Ehemaliger User

Tja Lilac,genau was ich bereits sagte!
NICHTS................... ist daran professionell!
Es hat mir bisher nur gezeigt,das derjenige selbst massive Probleme hat,was ich dabei auch gar nicht verurteilen will,das mass ich mir nicht an,aber es macht mich sehr skeptisch und für labilere Menschen als mich ist so ein Verhalten auch mehr als gefährlich!
Sehr kontraproduktiv!

Sehr dominantes,manipulatives Verhalten,gepaart mit massiver Abwertung Andersdenkender bei gleichzeitiger Ignoranz und Betonung eigener Grandiosität und Perfektion.

Für mich zumindest ein offenes Buch!

Gruß


28.10.2005 18:11 • #28


Ehemaliger User

Ach, Herrje Ihr Lieben, ::)

ich fühle mich hier jetzt an einen Western  erinnert, mit dem Titel: "Hängt ihn Jonny, hängt in höher.!"
Ich stelle mir gerade vor, wen es von der brüllenden Meute eigentlich  jetzt noch wirklich interessiert, OB oder WAS der  bereits Verurteilte noch zu sagen hat, das Urteil ist gesprochen, die Seile sind geknüpft!

Angehörige der Lynchjustitz sind dafür bekannt, dass sie ihr Gewissen "wenn überhaupt" erst nach der Tat befragen.
Ich erkenne jetzt, es gibt kein Argument noch eine Erklärung von mir, welches  hier zu einer abschliessenden Verständigung führen kann, weil das  Ziel hier nicht >>Verständigung ist, sondern >>"hängen" heißt!
Nun gut, die Schnüre werden jetzt etwas eng, um meinen Hals, dann "rudere ich jetzt mal mutig  mit meinen kleinen Ärmchen" wieder aus dem Mitgliederdiskussionsforum in den Himmel und blicke von dort oben, sanft auf meine Schäfchen und konzentriere mich wieder darauf, weiter Zuversicht und Hoffnung zu verbreiten, das liegt mir mehr.

Und ich kann nur immer wieder sagen kann: es lohnt sich!


29.10.2005 10:14 • #29


Ehemaliger User

@Mangoon

Ja, ich glaube dir, du bist vom Fach, nur heiße Luft.

Warum suchst du dir hier im Forum nicht einfach ein dankbares Opfer, und trittst den Beweis an? Es wird sich sicherlich ein Teilnehmer/in finden, welche bereit ist, dieses Experiment durch zu führen. Zudem haben die meisten hier doch schon alles erlebt. Also, warum nicht auch mal so ein Ding? Ich persönlich glaube zwar nicht, dass es funktioniert, aber du kanst mich gerne vom Gegenteil überzogen.

Eröffne doch einfach einen neuen Thread, frage wer bereit dazu ist und dann werden wir ja sehen, wie sich die Sache entwickelt. Entweder es gibt hinterher einen Gewinner oder aber jemand ist um eine Erfahrung reicher.

Es muss natürlich ein Freiwilliger sein, ansonsten ist die Gefahr zu groß, dass hinterher jemand noch enttäuschter ist, als zuvor.

Viel Glück und Erfolg!

Gruß





29.10.2005 11:41 • #30




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