Ema
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Zitat von Plentysweet:Ich frage auch, weil ich mein Glück nicht auf dem Unglück eines anderen aufbauen könnte. Ich hätte dann immer ein schlechtes Gewissen .
Den Satz höre ich häufig (vor allem im Zusammenhang mit Affärengeschichten) und er klingt ja zunächst auch sehr moralisch.
Aber da stellt sich mir doch die Frage, inwieweit ich für das Unglück anderer verantwortlich bin oder eben auch nicht.
Nur mal so gefragt:
Wenn ich mich von jemandem trenne, weil ich die Beziehung nicht mehr ertrage oder nicht mehr will, und der andere deswegen unglücklich ist, baue ich mein Glück dann auch auf dem Unglück anderer auf?
Wenn ich mich auf eine Beförderungsstelle bewerbe, die eine Kollegin auch will, und ich sie bekomme, baue ich dann mein Glück auf ihrem Unglück auf?
Ich will Affärenkonstellationen damit keineswegs das Wort reden. Jeder, der meine Beiträge kennt, weiß, dass ich niemandem zu einer Affäre rate.
Aber diesen Satz, den man sehr oft genau in dem Zusammenhang hört, den finde ich wenig durchdacht.