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Leben in den Griff kriegen - Projekt 2026

S

Struddel
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Hallo,

ich habe hier einen anderen Thread am Laufen, den ich aber erst mal ruhen lassen möchte. Da drehe ich mich nur noch im Kreis. Ich finde das Forum gut, um auch mal über Dinge reden zu können, die man sonst mit niemandem besprechen kann.

Für 2026 möchte ich gerne mein Leben auf die Reihe bekommen. Ich bin in der Tat internetsüchtig. Ich google alles und möchte mich weiterentwickeln. Es endet aber nur in Chaos und Überforderung und bringt mich oft einfach nicht weiter. Ein Thema habe ich relativ gut bearbeitet dieses Jahr und mich sehr darauf fokussiert. Die Optimierung nimmt aber ja auch nie ein Ende.

Ich vermeide letztendlich soziale Beziehungen mit diesem Verhalten. Andere haben andere Leute, die sie fragen können, die ihnen helfen können usw. Ich hatte immer ein stark vermeidendes Verhalten. Derzeit sieht es so aus, dass ich mir wieder bei einer Person, die mir sehr wichtig ist, alles verhagelt habe damit. Auch durch einen miesen Selbstwert und allgemeiner Verwirrung über realistische Ziele in meinem Leben.

Ich habe wohl eine posttraumatische Belastungsstörung, die nie wirklich behandelt wurde. Eine Therapeutin wollte mich schnell wieder loswerden. "Das kann die Kollegin viel besser." Und letztlich gibt es nicht wirklich so gute Möglichkeiten, wie sie einem helfen können, habe ich gehört.


Vor jeder sozialen Beziehung ist bei mir die panische Angst, vereinnahmt zu werden und nichts dagegen tun zu können durch emotionale Erpressung und Manipulationen usw. Heißt: Ich komme nicht mehr raus aus der Nummer und es wird einem immer mehr aufgebürdet. Ebenso: Wo höre ich auf und wo fängt der andere an? Etc. Ist sicher ein Thema für ein Traumaforum (sollte ich mir auch noch eines suchen). Hier geht es für mich um die konkrete Gestaltung meines Lebens. Tipps und Erfahrungen aus eurem Leben sind mir hier willkommen.

Das geht dann schon los mit Weihnachten (grade jetzt): Wie gestaltet man das? Was brauche ich wirklich? Was ist mir zu viel? Immerhin wird man dann ja auch festgenagelt auf Dinge, die man anfängt. Z. B. sind wir nachher bei Schwiegis eingeladen zum Essen. Ist ja toll, wenn man das abgreifen kann. Ich muss nix machen. Aber ich überlege natürlich, wie ich mich mehr in die sozialen Beziehungen einbringen kann bzw. Ereignisse mitgestalten (wie Weihnachten) könnte.

Da ich am Rechner viel Zeit verbringe, fehlt mir die Zeit und Energie für andere Dinge. Ich möchte in den Weihnachtsferien ausmisten. Mein Problem ist, dass sich wieder erneut alles ansammeln wird, wenn ich nicht grundlegend was ändern kann.

Also: Vielleicht könnt ihr ja mal erzählen, was bei euch an Weihnachten so läuft? Heiligabend ist eher mal für uns beide, und wir haben dann unser Ritual: Essen, Christmas Carol gucken und so. Der Baum steht schon. Heute bei den Schwiegis eingeladen, morgen bei meiner Mutter. Es gibt halt heute Kuchen o. ä., abends was amtliches zum Essen. Wir sind zu viert und es ist eine ruhige Veranstaltung. Übermorgen dasselbe nur zuerst Mittagessen, dann vielleicht Kuchen o. ä. Und auch zu viert. Ruhig.

Bei jemand anderem sehe ich z. B. dass an Heiligabend bestimmte Freunde besucht werden. Hier könnte ebenfalls eine Freundschaft der Tochter zu deren Tochter eine Rolle spielen. Ich weiß aber nicht. Morgens früher aufgestanden und dann schon 2 Stunden einen Besuch abgestattet, während ich noch schlafe. Sicher hat er was mitgebracht zum Essen, was Weihnachtliches o. ä. Etwas was die Person mag und worüber sie sich freut. Auch das ist ein großes Problem für mich, da ich nie weiß, worüber sich wer freuen könnte. Generell habe ich Entscheidungsschwierigkeiten. Es gab in zwei Stunden offensichtlich auch viel zu erzählen. Oder es wurde gebruncht? Auch da bin ich eher der Zuhörer immer und Gespräche fallen bei mir meist schnell hinten runter.

Wie gestaltet man das: Wer bekommt was? Kollegen irgendwelche Plätzchen backen? Geschäftspartnern eine Karte schicken und/oder eine Plätzchentüte in die Hand drücken? Was ist mit Nachbarn? Fängt man das an, hat man sie ständig hier sitzen und ich kriege mein eigene Leben nicht mehr auf die Reihe - sie aber seltsamerweise schon.

Ich würde mir gerne einen Fahrplan machen fürs nächste Jahr bzw. das Jahr über notieren, was im darauffolgenden Jahr besser machen kann oder überhaupt machen könnte, damit ich auch mal etwas bewusster leben kann und anderen auch mal was Gutes tun kann, mich mehr einbringen, schönere Erinnerungen schaffen.

Ich wünsche euch allen noch ein frohes Weihnachtsfest.

x 2 #1


Gorch_Fock
Hi, sicherlich brauchst Du erstmal professionelle Hilfe, wenn Du solche Schwierigkeiten hast. Hinter dem Rechner hängen solltest Du zuerstmal begrenzen. Wenn Du das nicht schaffst hol Dir eine Kinderschutz-Software. Die können auch Erwachsene nutzen, der Bilddchirm wird dann nach der eingeteilten Zeit gesperrt.

Dann musst Du auch keine Kontakte haben, wenn Du es nicht willst. Nur Du scheinst gar nichts aktiv anzustoßen, dann tut sich da auch nichts.

Entrümpeln musst Du planen. Wann hat der Wertstoffhof offen, großes Fahrzeug, Müllsäcke / Gartensäcke und dann rein mit dem alten Kram.

x 2 #2


A


Leben in den Griff kriegen - Projekt 2026

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Worrior
@Struddel
Für 2026 sollte Deine körperliche und geistige Gesindheit oberste Prio hanen.
Das fängt damit an wie Du schläfst, isst, Dich pflegst und auch austeichend Bewegung an der frischen Luft und/oder Sport.
Baue gute Routinen in Dein Leben ein, angegangen von kalt duschen über lesen. eingeschränkte Bildschirmzeit. usw.
Strukturiere Deinen Tag, mache Dir to-do-Listen.
Es sind nicht immer die großen Sprünge sondern kleine Dinge welche Dich writerbringen und eine positive Wirkung auf Deine Lebensqualität haben.
Wähle mit Bedacht mit wem Du Dich umgibst, das kann Dich pushen oder runterbringen.

x 6 #3


Scheol
@Struddel

Ich hab mal diesen Text hier nach oben geholt
Zitat:
Ich habe wohl eine posttraumatische Belastungsstörung, die nie wirklich behandelt wurde. Eine Therapeutin wollte mich schnell wieder loswerden. "Das kann die Kollegin viel besser." Und letztlich gibt es nicht wirklich so gute Möglichkeiten, wie sie einem helfen können, habe ich gehört.

Zumindestens hat diese Therapeutin klar gesagt das sie keine Ahnung von dem Thema hat.
Viele wissen noch nicht mal wie und was das Thema bedeutet.

Zitat:
ich habe hier einen anderen Thread am Laufen, den ich aber erst mal ruhen lassen möchte. Da drehe ich mich nur noch im Kreis. Ich finde das Forum gut, um auch mal über Dinge reden zu können, die man sonst mit niemandem besprechen kann.

Man kann sich kaputt analysieren.

Zitat:
Für 2026 möchte ich gerne mein Leben auf die Reihe bekommen. Ich bin in der Tat internetsüchtig.

Bei Trauma ein Verhalten um nicht an die Themen ran zu müssen , weil Ruhe , stillen nicht auszuhalten ist.

Zitat:
Ich google alles und möchte mich weiterentwickeln. Es endet aber nur in Chaos und Überforderung und bringt mich oft einfach nicht weiter.

Das Problem ist das Fachleute meist eine Fachsprache sprechen und man als Laie dadurch Schnell nichts mehr versteht.

Die Schnelle Überforderung haben meist Personen mit einem Trauma.
Zitat:
Ein Thema habe ich relativ gut bearbeitet dieses Jahr und mich sehr darauf fokussiert. Die Optimierung nimmt aber ja auch nie ein Ende.

Das über optimieren und der Hang zum Perfektionismus…..

Zitat:
Ich vermeide letztendlich soziale Beziehungen mit diesem Verhalten.

Schwierigkeiten bestehende Beziehungen zu pflegen und zu halten…..

Zitat:
Andere haben andere Leute, die sie fragen können, die ihnen helfen können usw. Ich hatte immer ein stark vermeidendes Verhalten.

Deine Strategie…. Aus der Situation heraus zu gehen. Und dich nicht mit Menschen zu befassen oder auszuhalten.

Zitat:
Derzeit sieht es so aus, dass ich mir wieder bei einer Person, die mir sehr wichtig ist, alles verhagelt habe damit.

Die Selbstsabotage von Beziehungen 🤔

Zitat:
Auch durch einen miesen Selbstwert und allgemeiner Verwirrung über realistische Ziele in meinem Leben.

Geringer Selbstwert haben die meisten nach solch Erfahrung.

Zitat:
Ich habe wohl eine posttraumatische Belastungsstörung, die nie wirklich behandelt wurde.

Ich würde sagen, nicht erkannt wurde. Und auch wie man oben sehen kann eher eine komplexe ptbs (?) sein könnte.


Zitat:
Vor jeder sozialen Beziehung ist bei mir die panische Angst, vereinnahmt zu werden und nichts dagegen tun zu können durch emotionale Erpressung und Manipulationen usw. Heißt: Ich komme nicht mehr raus aus der Nummer und es wird einem immer mehr aufgebürdet.

Eine normale Beziehung geht , sagen wir von 1-100- dein Limit geht aber nur von 1-20. und somit kommt es schnell zur Überlastung des Nervensystems.

Deshalb ist es wichtig die Selbstregulation zu erlernen.



Zitat:
Ebenso: Wo höre ich auf und wo fängt der andere an? Etc. Ist sicher ein Thema für ein Traumaforum (sollte ich mir auch noch eines suchen). Hier geht es für mich um die konkrete Gestaltung meines Lebens. Tipps und Erfahrungen aus eurem Leben sind mir hier willkommen.

Ab ins nächste Forum um deine Sucht weiter zu führen ? Wäre wohl der falsche Ansatz.

Mal zu einem vernünftigen Therapeuten gehen und Körper Arbeit machen.

Zitat:
Das geht dann schon los mit Weihnachten (grade jetzt): Wie gestaltet man das? Was brauche ich wirklich? Was ist mir zu viel? Immerhin wird man dann ja auch festgenagelt auf Dinge, die man anfängt. Z. B. sind wir nachher bei Schwiegis eingeladen zum Essen. Ist ja toll, wenn man das abgreifen kann. Ich muss nix machen. Aber ich überlege natürlich, wie ich mich mehr in die sozialen Beziehungen einbringen kann bzw. Ereignisse mitgestalten (wie Weihnachten) könnte.

Einfach mal soziale Kontakte pflegen von deiner Seite , was meist schon schwer erscheint.

Zitat:
Da ich am Rechner viel Zeit verbringe, fehlt mir die Zeit und Energie für andere Dinge.

Das dient eher zum ablenken und um dein Dopamin zu bekommen.

Ein Traum zu kontrollieren kostet exorbitant viel Kraft, die Anspannung im Nervensystem kann extrem sein.

Zitat:
Ich möchte in den Weihnachtsferien ausmisten. Mein Problem ist, dass sich wieder erneut alles ansammeln wird, wenn ich nicht grundlegend was ändern kann.

Prokrastination ?

Zitat:
Auch da bin ich eher der Zuhörer immer und Gespräche fallen bei mir meist schnell hinten runter.

Der Beobachter ?

Zitat:
Wie gestaltet man das: Wer bekommt was? Kollegen irgendwelche Plätzchen backen? Geschäftspartnern eine Karte schicken und/oder eine Plätzchentüte in die Hand drücken? Was ist mit Nachbarn? Fängt man das an, hat man sie ständig hier sitzen und ich kriege mein eigene Leben nicht mehr auf die Reihe - sie aber seltsamerweise schon.

Etwas viele Gedanken oder ?

Zitat:
Ich würde mir gerne einen Fahrplan machen fürs nächste Jahr bzw. das Jahr über notieren, was im darauffolgenden Jahr besser machen kann oder überhaupt machen könnte, damit ich auch mal etwas bewusster leben kann und anderen auch mal was Gutes tun kann, mich mehr einbringen, schönere Erinnerungen schaffen.

Einfach fließen lassen und Schauen was kommt

Zitat:
Ich wünsche euch allen noch ein frohes Weihnachtsfest.

Dir auch mit wenig Stress

x 2 #4


QueenA
Zitat von Struddel:
Ich habe wohl eine posttraumatische Belastungsstörung, die nie wirklich behandelt wurde.

Hallo @Struddel,

Vllt. Wäre ein PSZ ein erster Schritt?! Ein Psychosoziales Zentrum bietet niedrigschwellige, interdisziplinäre Unterstützung für Menschen mit psychischen Belastungen, u. a.:

-Traumaberatung & -therapie (häufig Erfahrung mit PTBS)
-Psychosoziale Beratung
-Sozialberatung (Behörden, Arbeit, Wohnen)
-Teilweise ärztliche oder psychiatrische Mitbetreuung
-Oft kostenlos oder einkommensabhängig

Warum PSZ bei PTBS sinnvoll sind:
-Kein oder wenig bürokratischer Zugang
-Verständnis für Trauma-Folgen im Alltag
Kombination aus Therapie und praktischer Unterstützung
-Oft schneller erreichbar als Kassentherapie

Einfach in deiner Stadt mal suchen und zB per Mail Kontaktieren.

2026 optimieren als Ziel? Du bist soweit ich verstanden habe in einer Beziehung, wie geht dein Partner / deine Partnerin mit deinen Gedanken und Sorgen um?
Weniger online ist nicht verkehrt, raus in die Natur, zum Sport, Freunde treffen, Ehrenamt u. ä.

Für jetzt: den Abend genießen, zur Ruhe finden und morgen ist ein neuer Tag!

x 2 #5


Fenjal
@Struddel anstatt zu reden machst du Essen für alle,
Wildbrühe lecker aus Reh- und Hirschknochen, dann Reh- oder Hirsch in Rotwein mit Klössen und Rotkraut, Jus,
Boskop als Bratapfel mit Calvados, Nüssen, Rosinen und Vanillesauce, kannst du alles gut vorbereiten und das Essen spricht für sich, blabla fällt dadurch hinten runter 👍.
Feines Mampf lässt Worte blass aussehen 😉

x 1 #6


alleswirdbesser
@Struddel hast du schon mal daran gedacht die Familie zu sich einzuladen an Weihnachten? Anstatt immer nur mit deinem Mann zu essen und fernzusehen? Selbst aktiv werden, andere einladen, leckeres Essen zubereiten. Ich kann dir aus Erfahrung sagen das beschäftigt einen ganz schön und am Ende lohnt es sich auch. Nicht nur anderer Leute Einladungen folgen, sondern selbst was tun, aktiv sein. Mich wundert es manchmal zu erfahren, dass manche nie Weihnachten bei sich feiern, sondern immer zu anderen gehen oder allein sind trotz Familie. Manchmal ist es sicher schön und gar nicht verwerflich, aber man hat schließlich ganze drei Tage, um auch mal selbst Gäste einzuladen. Vor allem, wenn man es anders machen möchte als sonst.

#7