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Leben nach der Katze Vom Gehen und Bleiben Tagebuch

E
Zitat von Maus 89:
Wirklich ganz egal?

Ich glaube ja.
Die Verletzung. Das feige und würdelose Ende schmerzt manchmal noch.
Aber er musste wohl so handeln.
Den Kontakt mit seiner Frau und dieses weitere Quälen der beiden. Darauf hätte ich gerne verzichtet. Aber damit müssen sie leben. Ich nehme es nicht mehr.
Er als Mensch war wohl nicht der den ich gesehen habe.
Oder meine Sicht auf ihn verändert sich.

Ja..die Insel versinkt im Nebel.

Einen Teil von ihm..das Schönste behalte ich in meinem Herzen. Vielleicht schaue ich es mir nochmal an.

Das Negative. Dieser Hass. Diese Wut..
Das überwiegt. Aber auch das ist er.
Ob ich will oder nicht.

x 6 #436


S
Das Thema,
die (schreckliche) Erfahrung
ist ein Magnet.
Der läßt Teilchen und Gedanken kreisen
und manchmal ungewollt
um "es" oder hier vielleicht "ihn"....

Es braucht Zeit
bis sich die Kräfte umkehren
wie bei den Spielzeugmagneten von Lego früher
wenn man erkennt, dass es eigentlich zwei gleichfarbige waren,
womit es nicht zusammen geht.

Leben hilft,
Leben mit aller Kraft (oder manchmal auch aller Schwäche),
aber leben,
selbst leben,
erfahren, fühlen, irgendwann auch wieder - vorsichtig - genießen.....

Dann wird "es" immer weniger
und das "neue" (ich) immer mehr....

Erst lebt man "trotzdem"....
ABER irgendwann lebt man wirklich (wieder) und für sich und fühlt und genießt und bezieht nichts mehr auf....irgendwas vergangenes.

Und man holt sich "das Leben" zurück. Es ist das eigene Gefühl dann, die eigene Musik, der eigene Ort.
Etwas schlimmes "überlebt" zu haben, zeigt, dass man gar nicht so schwach ist.

Und das "früher" nicht mehr zu haben, schafft tatsächlich auch Raum,
Raum für sich selbst,
Raum für Wahrnehmen, Fühlen, Sehen, Schmecken, Hören....nicht angelehnt, nicht abgeleitet, sondern irgendwie dann "pur".....

mir kommt eine alte Postkarte in den Sinn, die ich vor (gefühlt) hundert Jahren bekommen habe.
Auf ihr stand:

Ich gehe auf zwei Beinen
meinem Lachen
und meinem Weinen

weil ich das eine nicht gebrauchen will,
gerate ich oft ins Stolpern.....

Auch das Weinen ist gut. Ich konnte es lange Zeit nicht.
Jetzt darf alles sein. Und wenn es Weinen ist, dann ist auch das gut.

Postkartensprüche....manchmal geben sie einem erst viel später dann doch etwas....:

Ein Schritt zu zweit
ist besser
als ein Dauerlauf
allein.

Aber schlimm ist
ein Treten auf der Stelle
mit wem auch immer.......

x 2 #437


A


Leben nach der Katze Vom Gehen und Bleiben Tagebuch

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E
Ich drehe mich von links nach rechts.
ER oder ES ist dabei nur dann Thema, um meine Anteile zu betrachten. In geschützten Momenten und Räumen.

Ich lebe immer mehr. Gerne sogar.

Aber diese Narbe brauche ich. Als Wächter .

Nie mehr .Nie nie mehr.

x 2 #438


Maus-89
Ich bin wieder ich geworden,
weil "es" gab.
Wenn ich "es" betrachte,
tut "es" manchmal noch weh.

x 2 #439


A
"Auch du wirst eines Tages gehen!"

Worte, ganz am Anfang gesagt. Nachdem sie ausgesprochen waren, begann die Veränderung.

Die sich selbsterfüllende Prophezeiung.
"Ich kann machen, was ich will, mir laufen alle Frauen weg."

Drei Jahre lang. Am Ende behielt er recht. Welcher Triumph! Sich so daneben zu benehmen und noch andere für seine Zwecke, sein Rechthaben zu instrumentalisieren, dass ich gehen musste.

Nach meinem Wegzug eine halbherzige "Erklärung".
"Tut mir leid, dass alles so gekommen ist. Ich kann nicht mehr. Ich habe mich aufgegeben. Mir machen alle das Leben schwer."

Heute, an einem völlig verregneten Tag liege ich auf meiner Couch und muss eigentlich darüber lachen.

Er badete von Anfang an in Selbstmitleid. Sein Leben ist auf Lügen aufgebaut. Ich wollte es nicht sehen. Anfangs war sein Konstrukt sehr clever gewoben. Später kamen Risse ins Gewebe. Nicht mehr zu flicken. Dann der große, endgültige Cut.

Heute sehe ich ihn als das, was er ist. Ein armes kleines, verlogenes, feiges, hilfloses Würmchen.

Heute frage ich mich, was ich an ihm fand.

Heute frage ich mich, weshalb ich ihm soviel Macht über mich gab.

Heute ist er weit weg.

Heute verstehe ich seine anfängliche Aussage. Er weiß, was er ist.

Heute will ich nicht mehr wissen, warum er nichts dagegen tut.

Heute weiß ich etwas sehr wichtiges. Ich weiß, was ich bin.

x 6 #440


E
Liebe Katze

Ich bin stark, weil ich mit dir schwach war.
Ich bin auf der Hut, weil du mich verraten hast.
Ich lache, weil ich durch dich zu viel geweint habe.
Ich bin im Jetzt, weil ich die Zukunft nicht kenne und die Vergangenheit vorbei ist.

Jede Begegnung im Leben hat einen Sinn.
Auch unsere.
Seltsam.

x 6 #441


Ilex
Zitat:
Ich lache, weil ich durch dich zu viel geweint habe.


... und man kann so wunderbar und viel und herzlich mit Dir lachen... freuen

x 1 #442


E
Mit dir doch genauso. .
Wir sind aber auch echte Lachkatzen.

x 2 #443


E
NEBEL

Er hängt in der Luft.Nass und kalt.
Er hüllt mich ein.Düster und kalt.
Er schafft Schattenbilder. Schmerzhaft und kalt.

Alter Nebel von letzten Jahr. Der letzten Begegnung im Nebel. Neuer Nebel von diesem Jahr ziehen sich zusammen.

Tropfen hängen. Sammeln sich. Glitzern trügerisch.

Deine Worte tauchen auf: Du weißt, dass ich dich liebe. Warum sollten wir uns verlieren?

Ich suche den Weg. Gestern war er noch da. Steine. Schwerer Dunst gleitet schweigend über das Wasser. Eine dumpfe Stille.

x 3 #444


Maus-89
Nebel ist meist der Vorbote der Sonne.
Ganz bestimmt!

x 1 #445


E
Irgendwann bestimmt.
Ich gebe nicht auf.

x 1 #446


L
hier gibt keiner auf...

sei es auch noch so steinig, nebelverhangen, stuermisch oder anders ungemuetlich...

der kurs ist richtung sonne

x 2 #447


E

G
Zitat von frischgeföhnt:
Ich trotze dem Nebel. Heute ist einfach ein doofer Tag


Ein sehr doofer Tag .... einfach zu doof, aber vielleicht nicht nur für uns?

x 1 #449


Maus-89
Ein guter Tag...
Ein Tag um das Leben zu genießen...
Ein Tag, um negative Gedanken einfach gehen zu lassen....
Ein Tag, an dem die Sonne scheint, trotz Regen....
Ein Tag zum Lachen...
Ein Tag zum Singen...
Ein Tag zum Lieben....
Ein Tag zum LEBEN!

x 5 #450


A


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