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Lebens Zeit

Worrior

Worrior
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Ich glaube dass unsere Lebenszeit die wertvollste Währung ist die wir haben.
Bis 30 machte ich mir kaum Gedanken um die Zeit.
Mit 40 freundete ich mich mit dem Gedanken an dass auch ich irgendwann gehen muss.
Mit 50 wunderte ich mich wie schnell 10 Jahre vergehen können.
Jetzt bin ich 60 und die Zeit flog geradezu dahin.

Gibt es nicht genug Dinge die unsere Zeit zu sehr in Ansprich nehmen, womit wir uns mehr befassen als notwendig ist.
Wir regen uns noch mittags über den Autofahrer auf der und morgens, auf dem Weg zur Arbeit, geschnitten hat.
Befassen uns gedanklich immer noch mit dem Arbeitskollegen der anfangs der Woche eine Bemerkung machte die uns nicht passte.
Mitunter halten wir noch aus Gewohnheit an Dingen und Menschen fest obwohl wir schon länger merkten dass es nichts bringt.
Wir warten auf den richtigen Zeitpunkt für irgendwelche Dinge und Monate oder gar Jahre ziehen dahin.
Womoglich weil wir Angst haben einfach mal damit anzufangen?
Wir kümmern uns viel zu sehr darum was andere eventuell über uns denken oder sagen könnten.
Diese Menschen machen sich aber weitaus weniger Gedanken über uns als wir vermuten.

Mich würde interessieren wo ihr Euere Zeitfresser seht, was ihr vielleicht künftig ändern werdet?

• x 14 #1


SKYLINE0301
Sehr schönes Thema:)

Habe ich letztens erst darüber nachgedacht.Bei mir sind die meisten Zeitfresser:Kollegen auf der Arbeit,Tatsächlich meine Mutter,und eher kleine Dinge,beim Einkaufen zb,auf der Strasse,und beim Arzt,also wenn ich denn mal dahin muss..

Ich habe schon ein klein wenig damit angefangen,das mir dass so wenig Zeit raubt wie möglich.

Kennt jemand den film 22 Miles?
Im Film hat er so ein dickeres gummi um das Handgelenk.(Mark Walberg).....
Klingt jetzt villt ein wenig doof,aber ich habe jetzt selbst so eines drum.Warum?Jedes mal wenn ich mich über etwas aufrege,bzw es zu lang meine Lebenszeit nimmt,schnippe ich daran.....

Quasi als Erinnerung,das es das nicht wert ist...Bis heute klappt es.
Hab es aber erst ca 3 Wochen...Trotzdem richtig gutes Thema👊

• x 4 #2


A


Lebens Zeit

x 3


Odette
Zitat von SKYLINE0301:
Jedes mal wenn ich mich über etwas aufrege,bzw es zu lang meine Lebenszeit nimmt,schnippe ich daran.....

Wenn es in fünf Jahren keine Rolle mehr spielt, verschwende nicht mehr als fünf Minuten deiner Zeit damit, dich darüber aufzuregen. (Kann man auch auf ein Jahr herunter brechen. 🙂)

• x 2 #3


Liv211
Wertvollste Währung… ja, das macht man sich lange, lange nicht bewusst.
Es kann sein, dass ein Großelternteil stirbt. Aber in jungen Jahren dachte man noch trotz Traurigkeit:
Gut, der war eben alt.
Wenn man selber älter wird, verschiebt sich das, was „alt“ ist, komplett.
Natürlich fühlen wir uns mit über 50 noch nicht alt.
Innen drin sowieso nicht. Und äußerlich… na ja, gut gehalten.

Durch einige Schicksalsschläge wurde mir dann vor nicht allzu langer Zeit bewusst, was wir letztens hatten in einem Thread hatten:
Lebe jetzt, verschiebe nicht.
Auf welches Später denn warten?
So viel besser wird es uns nie mehr gehen.

Tempus fugit. Bekannter Spruch, aber so ist es. Je weniger Zeit man hat, umso mehr eilt sie dahin.
Also … nochmal Latein… Carpe diem.

Zeitfresser, die ich abgelegt habe, sind zum Beispiel
-Auf YT sein… Lieder ja, oder wissenschaftliche Beiträge, aber so manches dreht sich nur im Kreis.
-Nachrichten… nur kurz ein Überblick, aber nicht mit Schreckensbildern, da kann ich schlecht runterkommen
-Manche Menschen, sog. Energieräuber, die einem so gar nichts zurückgeben.
Ich bin gern „da“, aber auslaugen lassen - nein danke.
-gelassener sein…Manches kann man nicht ändern. Das ist dann die reingesteckte Energie nicht wert.

Ich möchte mal zurückblicken und sagen: Ja, das und das, hab ich doch richtig gemacht. Da hab ich meine Zeit und Energie gut investiert.
Der Weg war nicht gerade, aber meiner.


Schönes Thema zum Nachdenken.
(… und das mit dem Gummiband hab ich auch gesehen.)

• x 8 #4


MissLilly
„Es ist nicht die Zeit, die uns alt aussehen lässt, sondern die Enttäuschung.“ Zitat Jeanne Moreau

• x 7 #5


Worrior
Es gibt Umstände die können wir nicht beeinflussen aber wir können immer noch entscheiden wie wir damit umgehen.
Das vergessen wohl eimige oft.

Irgendwann wird der Tag kommen wo wir denken "ach hätte ich doch nur ...."
Kaum einer wird sagen "häzte ich nur mehr Überstunden gemacht."
Oft wird an alten Gewohnheiten kleben geblieben obwohl wir längst wissen dass die überflüssig ist.
Manchmal klammern wir an Menschen aus falscher Loyalität.

Wichtig für mich war es das Wort "nein" zu lernen, welches eine vollständige Aussage ist und keiner weiteren Kommentierung bedarf.

• x 6 #6


ElGatoRojo
Nein - man wird nicht geduldiger. Man weiß ja, dass die Zeit vergeht - je schneller, je älter jemand ist.

Und man kann froh sein, das und jenes dann gemacht zu haben als man es noch konnte

• x 4 #7


Kampfschnake
Die Jahre flitzen durch den Äther,
Der Lack ist ab - und es ist später.
Volksmund

• x 5 #8


HappyMike
Nachdem mein kleiner Vierbeiner die "Nachtpause" etwas verlängert hat, habe ich nun Zeit für einen Eintrag hier.

Das Gefühl der sich immer schneller vergehenden Zeit ist ja etwas, dass es schon immer gegeben hat. Davon zeugen die vielen Zitate und Erkenntnisse. Mein Learning daraus: durchbreche Deine Gewohnheiten und verbringe Zeit aktiver. Ein sehr aktuelles Beispiel: ich bin seit Kindheitstagen gewohnt gemeinsam zu spielen (früher div. Kartenspiele). Einer der beiden Zwerge spielt zwar gerne Karten, der Rest der Familie nicht. Daher gestern Abend spontan meinerseits alle im Haus gefragt (inkl. erwachsenem Lover meiner Tochter), ob sie nicht den Abend spielend verbringen wollen. Normalerweise: nein, machen wir nicht. Aber jetzt: die Zwerge (Größe bis 1,78m Zwinkerndes Gesicht ) haben noch nichts zu lernen in der Schule, ich zum ersten Mal seit Wochen wirklich frei am Abend (laufen war ich schon, ohne dem vierbeinigen running mate, da er gerade Probleme hat). Ergo: modifiziertes Stadt, Land, Fluss ca 2 Stunden gespielt. War in Summe lustig, alle gut unterhalten.

Daraus lerne für sich: durchbreche Deine Gewohnheiten und verbringe die Zeit aktiv.

So long, alles Gute Zwinkerndes Gesicht

• x 4 #9


B
Ich habe mir auch den Spruch das man manche Umstände nicht verändern kann, aber entscheiden kann wie man damit umgeht, verinnerlicht.

Ich meckere nicht viel. Versuche mich über keine Kleinigkeiten aufzuregen. Wäge ab, ist es jetzt nötig Energie zu investieren oder lass ich es laufen.
Dadurch bekomme ich teils einen anderen Blick auf Dinge und akzeptiere schneller was ich nicht ändern kann. Außer bei Ungerechtigkeit, da bringe ich mich immer ein.
Richtige Zeitfresser habe ich nicht. Meine Arbeit ist meistens okay.
Ich habe das Privileg auch ab und an zuhause arbeiten zu können.

Ich verbringe meine Zeit, die für mich auch das wertvollste Gut ist, gerne sehr aktiv. Ich mache gerne viel Sport, gehe viel spazieren, auch wenn es nur abends eine kurze Runde vor dem Schlafengehen ist. Ansonsten ist es bei mir der Mix aus Freunden, natürlich meiner Partnerin und meiner bewussten me time, den ich gerne lebe.
Das die Zeit schneller vergeht, das Gefühl habe ich allerdings aus. Manchmal kommen mir Monate vor wie wenige Tage. Ich glaube, es geht vielen Menschen so. Deshalb Lebenszeit aktiv nutzen und sich nur mit Menschen umgeben, die einem gut tun, nix machen auf das man gar keine Lust hat, wir haben nur das eine Leben🙂👍

• x 4 #10


Nur-ein-Mensch
Ich hatte hier glaube ich im Forum , die Frage schonmal gestellt.

Was haben wir mit der Zeit gemacht,die wir hatten,bevor es Smartphones hab.

Ich glaube,das Internet und das Smartphone ist heute der größte Zeitfresser.

Die Menschen haben gefühlt immer das Handy vorm Gesicht.

Meine Zeitfresser sind überwiegend YT,aber da zum größten Teil Videos ,mit den ich mich Weiterbilden kann.

Ansonsten ist mein Tag gut getaktet.

Ich Versuche viel mit meinen Freunden zu machen,das ist mir extrem wichtig.

Als wir gestern Motorrad fuhren,hatten wir eine ähnliches Thema.

Wir merken,das Freizeit viel wichtiger ist als Geld.

Wir könnten beide mehr Arbeiten und würden auch mehr verdienen,aber wollen wir nicht,weil wir mit dem was wir haben zufrieden sind.

Ich glaube ,je älter man wird desto mehr schätzt man die Zeit und versucht sie Sinnvoll zu verbringen.

Und aufregen tu ich mich,wenn,dann nur sehr sehr kurz,das funktioniert ganz gut.

Es heißt ja auch wenn dich etwas mehr als 5 Minuten aufregt,dann begleitet es dich den ganzen Tag.

Ich investiere Zeit,so gut es geht in mich oder in Aktivitäten mit Freunden und Familie,alles andere fällz hinten runter.

• x 4 #11


Blind-Meg
Mir wurde das über die letzten Jahre auch bewusst, und seither treffe ich einige Entschiedungen anders. Weniger ängstlich, und weniger sparsam.
Viele Jahre habe ich von Florida geträumt, "Da möchte ich nochmal hin". Und irgendwann dachte ich " Du wirst nicht klüger, mutiger und wendiger, auf was wartest eu da eigentlich?" Und dann habe ich gebucht. Ich hatte ganz schön Angst, allein mit Kind eine Fernreise zu machen, aber ich habe es gemacht. Seitdem ist ein bisschen der Knoten geplatzt. Wenn ich etwas machen möchte, fange ich möglichst bald damit an. Nächstes Jahr gehe ich tauchen. Das 1. Mal im Leben. Mit 44.
Auch meine Scheidung war im Grunde Teil dieses Prozesses. Noch mehr Jahre wolöte ich nicht damit verbringen, zu versuchen eine Beziehung zu stabilisieren, die mein Exmann längst verlassen hatte. So sehe ich das heute. Er ist zuerst gegangen.
Und seit diesem langsamen Wandel ist mir Geld weniger wichtig. Leben kostet Geld, und gut leben kostet mehr Geld. Ich möchte aber gut leben. Das ist es mir wert.
So werde ich meiner Tochter in 2 Jahren ein Auslandsjahr ermöglichen, trotz "alleinerziehend" (deren ist inzwischen tot). Wenn sie möchte, auch die teuerste Variante, Großstadt in Australien. Ich hab mich damals nicht getraut. Und sie soll früh im Leben mitnehmen, was geht. Nicht mit 44 tauchen lernen, sondern mit 15. Damit wie nachher mehr Zeit hat, das zu wiederholen, wenn es ihr gefällt. Oder mehr Zeit, was anderes auszuprobieren.
So viele Jahre, in denen ich halbwegs gesund bin, bleiben mir nicht mehr. Und es gibt noch so viele Achterbahnen auf der Welt, die ich noch nicht kenne. Also packen wirs an.

• x 2 #12


Worrior
Danke für Euere Beiträge, sehr interessant, ich glaube jeder kann da was mitnehmem

- Wenn nicht jetzt, wamn dann?
Einfach machen, nicht auf den vermeintlich günstigen Moment warten.

- Ist es das Wert?
Prüfen ob es die Situation wert ist sich weiter damit zu befassen?

- Natürlich die sozialen Medien als Zeitfresser.

- Brauche ich das wirklich?
Geld ist nicht alles, weniger in Geld aufwiegen sondern in Lebenszeit die man aufwenden muss um etwas zu erreichen.

- Umgib Dich mit den richtigen Menschen, meide belastende und kräftezehrende Menschen.
Wenn du das Gefühl hast dass du nur gibst und nichts zurückkommt außer negative Empfindungen dann ist das so. Dann ist es leider Zeit getrennte Wege zu gehen.
Die gemeinsame Zeit die positiv war kann keiner nehmen.

• x 2 #13


HappyMike
Zitat von Blind-Meg:
Mir wurde das über die letzten Jahre auch bewusst, und seither treffe ich einige Entschiedungen anders. Weniger ängstlich, und weniger sparsam.
Viele Jahre habe ich von Florida geträumt, "Da möchte ich nochmal hin". Und irgendwann dachte ich " Du wirst nicht klüger, mutiger und wendiger, auf was wartest eu da eigentlich?" Und dann habe ich gebucht. Ich hatte ganz schön Angst, allein mit Kind eine Fernreise zu machen, aber ich habe es gemacht. Seitdem ist ein bisschen der Knoten geplatzt. Wenn ich etwas machen möchte, fange ich möglichst bald damit an. Nächstes Jahr gehe ich tauchen. Das 1. Mal im Leben. Mit 44.
Auch meine Scheidung war im Grunde Teil dieses Prozesses. Noch mehr Jahre wolöte ich nicht damit verbringen, zu versuchen eine Beziehung zu stabilisieren, die mein Exmann längst verlassen hatte. So sehe ich das heute. Er ist zuerst gegangen.
Und seit diesem langsamen Wandel ist mir Geld weniger wichtig. Leben kostet Geld, und gut leben kostet mehr Geld. Ich möchte aber gut leben. Das ist es mir wert.
So werde ich meiner Tochter in 2 Jahren ein Auslandsjahr ermöglichen, trotz "alleinerziehend" (deren ist inzwischen tot). Wenn sie möchte, auch die teuerste Variante, Großstadt in Australien. Ich hab mich damals nicht getraut. Und sie soll früh im Leben mitnehmen, was geht. Nicht mit 44 tauchen lernen, sondern mit 15. Damit wie nachher mehr Zeit hat, das zu wiederholen, wenn es ihr gefällt. Oder mehr Zeit, was anderes auszuprobieren.
So viele Jahre, in denen ich halbwegs gesund bin, bleiben mir nicht mehr. Und es gibt noch so viele Achterbahnen auf der Welt, die ich noch nicht kenne. Also packen wirs an.

Mir geht es auch so. Meine savings sowie meine Sparrate waren bei geringerem Einkommen höher als heute. Heute gebe ich viel mehr aus, auch bewusster. Obwohl ich viel arbeite, mache ich auch viel. Höre öfters, dass ich sehr viel mit den kids mache (finde ich nicht ganz so). Daher nun aktiver leben.

Da wir beide nahezu gleich alt sind: Das Alter ist auch ein dominanter Faktor. Ich denke mir oft, wie ich manche Aktivitäten machen würde, wenn ich älter bin. Ich weiß nur: Einiges davon wäre sauschwer und mit Sicherheit eine Qual für mich, wenn ich körperliche Einschränkungen haben werde.

Ergo: Lebe heute (aber nicht mit TikTok, Facebook und Co, außer sie dienen dem aktiven Austausch und der Informationsgewinnung sowie Unterhaltung in Maßen).

PS: Ein weiterer Motivationsfaktor ist ja, dass man bis zu 15 Jahre länger arbeiten darf (zB Frau vor einigen Jahren in Ö mit 55 in Pension (=Rente), in 15 Jahren dann mit 70; Männer im Schnitt mit 59 Jahren in Pension in Ö, dann mit 70 oder auch mehr) und zusätzlich mehr zum Staat beitragen darf, da die Pension trotz längerer Arbeitsdauer wesentlich geringer sein wird als heute (wie gesagt: ich spreche die paradiesische Situation in Ö an, die die heutigen Pensionisten erfahren => keine Sorge, das schätzt fast keiner von denen).

• x 2 #14


Blind-Meg
Zitat von HappyMike:
Das Alter ist auch ein dominanter Faktor. Ich denke mir oft, wie ich manche Aktivitäten machen würde, wenn ich älter bin. Ich weiß nur: Einiges davon wäre sauschwer und mit Sicherheit eine Qual für mich, wenn ich körperliche Einschränkungen haben werde.

Ich möchte sowieso nur so lange leben, wie ich körperlich imstande bin, Achterbahn zu fahren, und geistig imstande bin, mir die Woche danach deren Höhe, Geschwindigkeit und Streckenlänge zu merken. Wenn eins davon nicht mehr geht, hab ich hier nichts mehr zu suchen. Also genügt es auch, wenn mein Geld bis dahin reicht.

• x 5 #15


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