Zitat von Hola15: Ich habe jetzt nur die letzten Seiten überflogen und wundere mich schon ein bisschen, weshalb nun das Affairen-Dasein so erfüllend und toll und quasi als emanzipatorischer Befreiungsschlag dargestellt wird, wenn doch der EP voller Leid ist.
Für mich hat es weniger mit einem "emazipatorischen Befreiungsschlag" zu tun (also das, was ich gepostet habe; sich aus furchtbaren starren Ehegebilden zu lösen und Alternativen zu leben, könnte aber durchaus sowas sein), denn damit, was sich bei mir im Innersten so tut, wenn ich mich mit meinem Thema beschäftige.
Da kommt leider nicht immer das bei heraus, was hier gewünscht wird. Hilft nur nichts.
Wenn ich sinngemäß sage, dass ich das normale Beziehungsprogramm oft genug durch habe, um es ein weiteres Mal unbedingt mit einem Mann erreichen zu müssen, dann kann man mir das glauben oder es sein lassen. Mir aber zu unterstellen, dass ich
so in Wirklichkeit gar nicht denken oder fühlen
kann, das muss aber nicht sein.
Dieser Drang, lesen zu wollen, dass sich eine AF schwarz ärgert, weil sie nicht auf den Platz der Ehefrau gekommen ist, ist zwar nachvollziehbar, wäre aber vielleicht eine Gelegenheit, mal die eigenen Trigger zu bearbeiten.
Es war von Tag 1 der Affäre an für mich wunderbar, wie es war. Mir fehlte
nichts.
Das meinte ich mit: Ich habe von einem Mann erstmals all das bekommen und mit ihm erlebt, wonach ich
tatsächlich gesucht habe.
Immer wieder habe ich in den letzten Wochen versucht, mir zu suggerieren, dass er sich ganz unmöglich benommen hat. Teilweise habe ich mir das auch geglaubt. Aber dann erinnerte ich mich wieder an unsere Zweisamkeit, unser unglaublich ungezwungenes, fröhliches, ausgelassenes Miteinander, an das Gefühl, bei einem Menschen zuhause zu sein. Und das hat eben alles in den Schatten gestellt.
Vielleicht habe ich ja einfach einen Lebensabschnitt hinter mir gelassen. Wer das in seinem Leben persönlich nicht braucht, ist doch auch ok. Es ist doch
mein Leben.
Ich liebe diesen Menschen und fühle mich von ihm auch geliebt. Ich möchte ihn nicht ins Chaos stürzen, sondern Momente mit ihm genießen.
Wenn das nie wieder passieren sollte, ist es so. Dann freue ich mich, dass ich das mit ihm mal erlebt habe alles.
Bezüglich Eingangspost: Man riet mir ja, die EF da rauszunehmen. Mich mehr auf mich selbst zu besinnen. Nichts anderes habe ich gemacht, und dann ist es auch wieder nicht recht
🙂 Dank des Austauschs mit Tauriel zum Beispiel konnte ich meine Sicht auch verändern. Das ist doch eigentlich schön?
Eigentlich weiß ich gerade nicht wirklich, was das Problem ist gerade. Allerdings stört das meinen Frieden nicht. Es ist momentan für mich alles gut so, wie es ist. Und das passt manch einem hier wohl nicht. Aber das ist nicht meine Baustelle.