Zitat von Hola15: Kannst du natürlich machen, aber meinst du wirklich nicht, dass du dich selbst dabei verrätst?
Das ist so eine Sache. Ich bin zum Beispiel im Laufe meines Lebens zu der Erkenntnis gekommen, überhaupt nicht viele Dinge besitzen zu müssen. Je weniger Zeug ich habe, desto besser geht es mir.
Ich habe bisher noch keinen getroffen, der mir das glauben konnte, dass ich so empfinde, so drauf bin. Jeder hat es nur aus seiner Warte aus sehen können und konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es so ist.
Was wurde da argumentiert....
Ich würde eines Tages schon darauf kommen, dass ich genau wie alle anderen Menschen viele Dinge einfach brauche.
Das ist ja ein netter Versuch, anders zu sein als der Rest, aber das gibt sich wieder.
Ach, du besitzt [Gegenstand]? Siehst du, so ganz ohne Dinge geht es wohl auch nicht (dümmstes Argument ever).
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du langfristig ohne diese Dinge auskommen wirst.
Ja, diese Phase hatte ich mal mit 16, inzwischen bin ich vernünftig. Das gibt sich auch bei dir wieder.
Du bist auch nur ein ganz normaler Mensch, der die herkömmlichen Dinge einfach braucht, mach dir doch nichts vor!
Und so weiter und so fort.
Dass ich nach wie vor dabei bin, weiter auszumisten, ignorieren sie. Dass ich wirklich so bin, so fühle und es genau so haben will, auch. Weil es nicht sein darf. So erkläre ich mir das inzwischen.
Es darf nicht sein, dass ich glücklich bin mit einem verheirateten Mann. Ich habe gefälligst Abstand zu halten oder alles zu erleiden, was dazu gehört: Seine Trennung, seinen Scheidungskrieg, die verächtlichen Blicke.
Nun will ich das aber gar nicht. Da muss mir eingeredet werden, dass ich mich selbst verrate, wenn ich Spaß mit ihm habe. Das würde ich aber tun, wenn ich trotz Bedürfnis darauf verzichte.