Puh, ich komme hier echt kaum hinterher mit den Zitaten
Zitat von Valerieee: Es muss doch einen Grund dafür geben, warum es den meisten Menschen, die sich neu verliebt haben, so schwer fällt, ihrem ahnungslosn Partner davon zu erzählen.
Ich würde sagen: zum einen aus Angst, dass ihnen Vorwürfe gemacht werden, aber zum anderen auch aus Angst, den Partner zu verletzen. So etwas bedroht nunmal im ersten Moment die Sicherheit des Beziehungskontrukts und suggeriert eben auch: du bist nicht mehr toll, daher schaue ich mich unterbewusst nach anderen um. Du reichst nicht mehr.
Solang es aber "nur" eine Fremdverliebtheit ist, die nur im Inneren gefühlt wird, aber aufgrund derer noch keine Handlung stattgefunden hat, dann lässt sich da doch ganz anders drüber reden. Dafür kann man ja im Endeffekt nichts, dass einem so etwas passiert.
Zitat von Blind-Meg: jemand, der eine Beziehung unter der Absprache der Monogamie eingeht, kann diese Absprache nicht einseitig ändern
Ja! Genau das!
Zitat von Blind-Meg: Fair wäre, wenn man sich zu einer 3. Person hingezogen fühlt, den Hauptpartner zu informieren, aber daraus ergibt sich kein Anspruch auf dessen Zustimmung. Im Idealfall sollte man in dem Fall als Paar gemeinsam schauen, wie man mit diesem Wunsch umgeht.
Zitat von Blind-Meg: Aber wenn der Hauptpartner sich dem Thema verweigert, bliebt halt für den Fremdverliebten trotzdem nur noch, sich zu entscheiden, wer ihm wichtiger ist. Das ist dann aber kein naturgegebener Zwang, sondern das Resultat der individuellen Konstellation.
Finde ich sehr richtig und gut formuliert.
Zitat von Valerieee: Ich finde es daher viel logischer, irgendwann aufzuhören mit den Ausschließlichkeitsansprüchen. Also nicht: Nach all den Erfahrungen möchte ich jetzt aber, dass es diesmal klappt! Warum sowas durchboxen wollen?
Lieber: Nach all den Erfahrungen lass ich die Dinge nur noch passieren.
Ist doch viel entspannter.
Hm, also wenn ich mehrfach betrogen wurde, dann soll ich es zukünftig einfach hinnehmen, anstatt meine Konsequenzen zu ziehen? Das erschließt sich mir nicht. Und irgendwie stimmt Fenjal dir bei allem zu, obwohl sie diejenige ist, die hier immer als erste schreit, dass solche Männer rausgeworfen gehören.
Zitat von Valerieee: Getrennte Wohnungen empfehle ich ohnehin jedem.
Viele Menschen, die eine Ehe eingehen, gründen anschließend eine Familie. Also ja, es ist heutzutage nicht mehr notwendig, aber historisch bedingt eben noch stark verankert in unserer Gesellschaft: heiraten und dann Kinder bekommen.
Da ist das mit den getrennten Wohnungen sehr schwer. Jeder unterhält dann für sich eine Wohnung, die groß genug ist, für ausreichend Kinderzimmer? Teilt man sich dann einfach auf die Wohnungen auf, wo man aber ohnehin die ganze Zeit, die man zu Hause ist, zusammen verbringt aufgrund der Kinderbetreuung?
Bei der Diskussion hier um freiwilliges Zusammensein ohne Zwang von außen bleibt der Aspekt der Familie und des gemeinsamen Kinder Großziehens irgendwie außen vor.
Der erschwert das ganze nämlich schon stark.
Zitat von Valerieee:
Das ist doch nichts anderes als seine Prinzipien über den Menschen zu stellen.
Nein, ich finde, das ist: sich selbst über andere zu stellen.
Ich liebe mich selbst nämlich auch und ich bin die wichtigste Person für mich. Die einzige Person, mit der ich 100% meines Lebens verbringen werde.
Und da muss ich die Liebe zu einer andern Person nicht über die Liebe zu mir selbst stellen und mir Leid auferlegen, damit ich jemand anderen zufrieden stellen kann. Das kann doch nicht das Ziel sein.
Zitat von alleswirdbesser: Für dich als AF, die es gerne sein möchte und der EF den Alltag überlässt. Ich dagegen brauche keinen Alltag, wenn die Liebesbeziehung woanders geführt wird. Warum sollte ich das mitmachen?
Das passt zu meinem ersten Beitrag eben. Das frage ich mich auch.