Verlassene26
Gast
die Trennung von meinem Ex-Freund liegt nun schon 7 Monate zurück, doch ich schaffe es einfach nicht loszulassen. Kontakt haben wir keinen mehr, die Trennung ist nicht wirklich gut verlaufen, da ich sehr geklammert habe und quasi auf Knien vor ihm gerutscht bin.
Er hat sich von mir getrennt, weil er meinte die Gefühle wären auf einmal weg, er würde nichts mehr für mich empfinden. Kurze Zeit zuvor hat er mir noch erzählt er könne sich vorstellen mit mir zusammenzuziehen und alt zu werden, und dass er mich über alles liebe.
Wann lässt dieses Ohnmachtsgefühl endlich nach? Es gibt Tage, an denen ich es schaffe meine Gedanken ein wenig zu kontrollieren, dafür überrennen mich meine Gefühle am nächsten gleich wieder. Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten, diese innere Verzweiflung, Panik, der unbeschreibliche Schmerz des nicht wahrhaben wollens lässt nicht wirklich nach.
Ich versuche mich so gut es geht, um mich zu kümmern. Dinge zu tun, die ich gerne mache. Aber die Erinnerungen holen mich immer wieder ein..
Er war halt leider mein Traummann, und ich habe ihn damals mit meinem Geklammere und Gejammere nur noch weiter von mir weggedrängt.
Ich bin mir bewusst, dass er sich gedanklich wohl schon vorher gelöst haben muss, und es ihm somit leichter gefallen ist, als mir, die es total "überrascht" hat, als er mir am Telefon offenbarte dass er mich nicht mehr liebt. Wir waren nur 7 Monate zusammen, doch es war eine sehr intensive Zeit, und wir waren beide der Meinung noch nie so sehr geliebt zu haben.
Gerade weil ich weiss, dass er damals auch so empfunden hat, verstehe ich sein Verhalten umso weniger..
Da steht plötzlich, von einem Moment zum anderen, ein Mensch vor dir, den du so nicht kennst, der dir vertraut und doch so fremd erscheint, in dem Moment wo er die Worte ausspricht, dass er nichts mehr für dich empfindet. Mein Verstand will es bis heute nicht begreifen..
Es tut mir gut dass alles rauszulassen, vielleicht treffe ich hier ja auf Leidensgenossen,denen es ähnlich ergangen ist.
Ein Teil in mir würde gerne mit allem abschließen, weil ich weiss dass es sinnlos ist der Vergangenheit nachzutrauern, ein anderer würde am liebsten sofort zu ihm fahren und wünscht sich.. es wäre wieder alles wie früher. Ich schaffe es nicht mal ( vll auch gut so) den Hörer in die Hand zu nehmen und ihn anzurufen.. es geht nach allem einfach nicht. Die Scham auf Grund meines Verhaltens ist einfach zu groß.
Ich danke euch fürs zuhören

