amboden
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Damit mein Beitrag nicht unendlich lang wird,
lasse ich vorerst alle Baustellen weg,
die dazu führen, dass das Beziehungsende
besonders schlimm für mich ist und auch,
warum übliche Strategien wie Freunde treffen
etc bei mir nicht möglich sind.
Ich gehe bei Interesse später darauf ein,
möchte nur nicht einen Endlos-Roman schreiben,
der dann garnicht gelesen werden kann.
Die beiden Hauptknackpunkte, die mir jetzt
den Rest geben:
In den letzten Jahren hatte ich hauptsächlich Kontakt
zu meinem jetzt-Ex und meiner Mutter.
Meine Mutter starb im letzten August.
Ich fand sie unerwartet tot.
Anfangs half mir mein Freund
obwohl wir zu dem Zeitpunkt getrennt waren
(weiß nicht zum wievielten Mal),
es erschien diesmal anders als sonst,
tragfähiger.
Er war mir eine echte Stütze.
Wir wurden wieder ein Paar.
Frühere Zukunftspläne kamen mit der Zeit auf.
Zum ersten Mal verbrachten wir Weihnachten und Silvester
zusammen.
Als es ernst werden sollte mit seinem Herzug in meine Stadt,
begann es ähnlich wie früher.
Diesmal aber mit dem mir-Schuld-geben
(denn ich bin ja immer "schuld", dass es nicht funktioniert),
dass er mit meiner Trauer überfordert ist.
Ich fühlte mich im Stich gelassen.
Doch sowas muss man ja akzeptieren, man kann niemand
zwingen, einen weiter "auszuhalten",
und Unterstützung ist freiwillig und ich hab keinen Anspruch darauf.
Es tat irre weh, doch ich akzeptierte.
Es folgte eine "Eiszeit" mit sehr sporadischen Kontakt,
der eiskalt war seinerseits. Sogar in Wortwahl.
Auch im Tonfall.
Kontakt wurde mehr, doch kein Gefühl von ihm.
Soweit so schlecht.
Ostern ging es mir sehr schlecht, da ich da allein war,
ich hoffte auf irgendwas, auf einen Besuch, oder zumindest
eine Karte.
Nichts kam.
Ok, ich fraß den Frust in mich rein,
kann ja keinen Vorwurf machen, dass ein Ex sich an Feiertagen
dann nicht rührt,
doch es tat mir innerlich weh, dass es ihm egal ist, wies mir geht,
bzw. er weiß, wie es mir geht und er mich mit allem allein lässt.
Es verging Karfreitag, Karsamstag-ohne dass was im Briefkasten war,
es wurde Ostersonntag, ohne Besuch.
Doch dann am Ostermontag überlebte ich meine Überraschung:
Er verkündete im Internet, ich hätte mich umgebracht!
Ohne dass es derlei Ankündigung von mir gab und auch kein Besuch von ihm, wie gesagt nichtmal ne Karte.
Zudem spionierte er mir in nem Forum hinterher,
wo er dann dieselbe Masche abzog.
Ich konnte dann die Leute dort beruhigen, dass ich nicht selbstmordgefährdet bin!
Er machte das unter dem Deckmantel "Sorge",
aber bitte, wenn ich mich wirklich um jemand sorg,
dann schau ich vorbei, oder schick jemand, oder schreib nen Brief,
all dies erfolgte nicht!
Und über mein Befinden sagte ich ihm nichts, da mir seine Gefühlskälte so wehtat, dass ich ihm auch sagte, dass ich für derlei eiskalte Telefonate keine Kraft habe, weil ich mich dann noch schlechter fühl, wenn er so eiskalt ist.
In der Vergangenheit erlaubte er sich bei Trennungen schon die dreisesten Sachen.
Dies ist ein neues "Zuckerl", mit dem ich nicht rechnete.
Was mir aber als Show-inszenieren vorkommt, da er alle anderen Mittel vorher ja übersprang.
Zudem: nachdem ich ihn zur Rede stellen wollte, mit ihm reden,
was das mit mir macht, und welche Folgen das für mich hat, wenn er so nen Mist öffentlich rumerzählt,
da schrie er mich nur sowas von an am Telefon.
Und ich wär mir selber schuld, denn ich hätte Kontakt zu ihm halten müssen!
Interessanterweise, als wir zusammen waren und ich ein Sicherheitsnetz für mich haben wollte (für meine Tiere), wenn er mich nicht erreicht, denn es kann einen ja was passieren (nicht auf Selbstmord bezogen sondern krankheitsbedingt)wen er verständigen solle, da rastete er total aus, es kam dabei beinahe zum Bruch!
Und dann hätte ich laut seinem Schreien am Telefon Kontakt halten müssen, wenn er nur noch kalt wie Hundeschnauze ist, sich von mir trennte, weil er mich nicht mehr aushält, sagte mit mir gibt es keine Zukunft etc etc.
Es war keine Erleichterung da. Auch nicht so ne Wut, die aus Sorge entspringt und Anspannung, nein er nutzte dann den Kontakt den er über den abstrusen Weg schaffte, und mir jede Menge Ärger einbrachte,
dafür mir wieder (wie halt immer) Schuld zu geben!
Seitdem ist momentan Funkstille.
Es kommt auch keine Entschuldigung von ihm.
Was mir wehtut.
Wie immer ist er wohl über jeden Zweifel erhaben.
Es tut mir so weh,
dass er absichtlich obwohl er um meine Lage weiß,
mir vermeidbaren Ärger macht, mich an den Rand bringt,
und dann wenn er dies geschafft hat,
dann ist er wieder weg.
Es hat ihn wohl wieder den Kick gebracht, den er
brauchte, mich zur Verzweiflung zu bringen, in Wut,
und dann ist er wieder weg.
Ohne Reflektieren, was er tat.
Und ohne Gedanken, wie es mir damit geht.
Natürlich kann man ja auch keine Entschuldigung einfordern.
Täte ich dies, ging der Affenzirkus wieder los.
Und so sitz ich mit all meinen verletzten Gefühlen da.
Er fehlt mir trotzdem.
Und da ich vollkoimmen allein bin, ist die Lücke noch größer.
Und die Enttäuschung.
Dabei weiß ich, dass das so ja ohnehin nicht mit ihm geht.
Bereits in der Vergangenheit,
sah er nie seine Fehler ein,
denn ich bin ja an allem schuld.
Wenn er mein Vertrauen erschütterte,
sagte er nachdem Ruhe eingekehrt war,
also er auch Zeit zum Überlegen hatte,
dass er "garantiert nichts wieder gutmachen wird".
Mein Angebot eine Paartherapie zu machen,
lehnt er kategorisch ab.
Denn er macht ja alles richtig!
Er verdreht alle Worte,
hat überall dazu eine Meinung ,die dann bindend zu sein hat,
man darf ihn ja nicht in Zweifel ziehen oder Kritik üben,
sonst ist der Teufel los.
Wenn es gut läuft, ist er der liebevollste Partner den man
sich vorstellen kann.
Doch wenn es schlecht läuft, ist es die Hölle.
Ein "sei froh, dass du ihn los bist" hilft wenig,
denn auch, wenn ich weiß, dass ein Zusammenleben
mit so einem Mensch mehr Kraft erfordert als ich
haben kann unter meinen Umständen,
so fehlt doch ein wichtiger Teil in meinem Leben,
ohne ihn.
Es tut mir so weh, wie er -gerade in einer sehr,sehr schweren
Zeit in meinem Leben- dazu noch absichtlich ist,
und es ihm wohl nichtmal im nachhinein leid zu tun scheint!
Dies bestätigt neben seinen Aktionen nur meinen Verdacht,
dass seinerseits keine echte Liebe für mich dasein kann,
denn wenn es dem Partner so schon schlecht geht,
macht man doch nicht unnötigen Zinnober, und treibt den
anderen damit noch mehr an den Rand.
Man kann sicherlich nicht immer den anderen helfen,
doch man muss es dem anderen doch nicht noch schwerer machen!?
Doch diese Erkenntnis zu der ich komme, dass derlei liebloses
Verhalten zwar darauf hindeutet, dass er die große Show braucht,
und anscheinend auch, wenn es richtig hoch her geht, und er mich
fuchsteufelswild macht, obwohl das garnicht meiner Persönlichkeitsstruktur entspricht, ihm das irgendwas zu bringen scheint.
Ob er daraus Energie zieht, wenn es mir noch schlechter geht?
Jedenfalls erscheint mir derlei Verhalten nicht aus Liebesbeweggründen zu geschehen,
und das tut mir dann nochmal weh.
Wie komm ich da raus,
dass er Dauer-Harmonie wohl aus irgendeinem Grund nicht mag,
und er es zerstören muss und mir dann wehtut
-und nein ICH brauch das nicht, mir gibt derlei Kick überhaupt nix, sondern ich lass nur Federn dabei, ich fühl mich nicht gut, wenn es drunter und drüber geht und die Wellen hochschlagen-
also Kontakt mit ihm nur Schmerz bedeutet.
Kein Kontakt mit ihm aber auch Schmerz für mich ist.
Und ich betone nochmals: ich steh NICHT auf Schmerz!
Mir gibt Trennung, Versöhnung, Trennung auch nix,
ich hab zwar Depressionen, aber KEIN Borderline,
kann Nähe zulassen, muss gutes nicht kaputtmachen,
sondern kann es genießen.
Mein Leben ist anstrengend genug, da brauch ich keine Kicks
durch böse Überraschungen,
das verbrauchte Adrenalin macht mich nur fertig und beflügelt mich keinesfalls.
Ich such in ihm garantiert nicht die böse Seite!
Auch hab ich keinen Bestraf-Impuls mir gegenüber,
denn das Leben macht es mir schwer genug,
ich such auch nicht jemand, der mich mich nicht liebt,
damit ich keine wirkliche Nähe hab.
Ich kann Nähe zulassen.
Mir wird es in einer Beziehung nicht langweilig,
wenn sie jahrelang hält OHNE on/off,
im Gegenteil ich brauche Beständigkeit, Vertrauen,
ein emotionales Zuhause.
Dummerweise hat er aber andere Bereiche bedient
mit Zärtlichkeit, liebevollem Verhalten, zeitweise Unterstützung,
dass ich annahm, in ihm das gefunden zu haben,
was ich suche.
Jemand der einen liebt, und den man lieben kann
Hätte ich gewusst, was mir mit ihm blüht,
ich wär fern geblieben.
Doch jetzt komm ich auch nicht wirklich gefühlsmäßiig von ihm los.
Aber wie gesagt, NICHT weil ich den Schmerz suche,
die Seite an ihm, die mich verletzt MAG ICH GANZ UND GARNICHT!
Mal abgesehen davon, dass ich nicht weiß, ob nun wirklich Ruhe ist,
oder er den nächsten Hass-Schlag gegen mich ausbrütet,
auch wenns das jetzt war,
wie krieg ich das verdammte Vermissen weg.
Das Sehnen nach der Seite, die er auch hat.
Die Enttäuschung, dass er sich nicht entschuldigt.
Die Erwartungen, die ich an ihn habe, weil er immer von Liebe sprach.
Wie stell ich meine Liebe zu ihm ab,
da es ja zwecklos ist, von Liebe für mich bei seinem Verhalten auszugehen.
Viele Grüße
amboden