Zitat von plaudertasche: Dass die Facette der Gewalt anscheinend in der Zeit nur unterdrückt war, das ist immer noch nicht bei mir angekommen.
Das glaube ich tatsächlich nicht. Ich glaube, er hat mit dir viel Schönes erfahren und ihr beide aneinander lernen können. Allerdings hat er sich vielleicht nicht sicher genug gefühlt sich wirklich zu öffnen, weil.,,
Zitat von plaudertasche: „Wer sich nicht im Griff hat und den Partner schlägt, der liebt auch nicht wirklich. JEGLICHE Gewalt wäre für mich ein Trennungsgrund.“
Jetzt im Nachhinein fällt mir das Gespräch oft ein. Vielleicht hat er mir doch mehr verschwiegen… ich weiß zum Beispiel bis heute nicht, wie die einzige längere Beziehung, die er bisher hatte, zu Ende gegangen ist.
.., er das ohrfeigen selbst ansprach von sich aus und du da klare Grenzen setzt. Interessant wäre gewesen, wie du reagiert hättest, wenn er dir erzählt hätte er hat früher geohrfeigt. Da hat sich sicherlich viel aufgestaut bei ihm, aber das ist auch selbst gebaut. Da hast du meiner Meinung nach nichts mit zu tun.
Zitat von plaudertasche: Auch da hat er gemeint, das sei eben sein Ventil gewesen und da erwarte er sich von mir Verständnis.
Zitat von Catalina: Aber diese "böse" Seite, die beschimpft und schlägt, gehört leider auch zu ihm
Die böse Seite zeigt sich dort wo er selbst Gewalt rechtfertigt für sich. An sich scheint er daran arbeiten zu wollen.
Zitat von plaudertasche: Aber in der Situation war ich völlig gelähmt und unfähig, irgendetwas zu tun
Eine völlig normale Reaktion von Gewaltopfern in die Starre und Besxhämung zu gehen. Verwirrt, ungläubig, unsicher..,und.,,sich selbst infrage stellend in seinen eigenen Grenzen und Bedürfnissen. „Hab ich überreagiert? Ist das wirklich so schlimm?“
Das geht bis zur Selbstverleugnung
Zitat von plaudertasche: Einfach um wieder ein bisschen Vertrauen in mich zurückzubekommen.
Die letzten drei Jahre waren schon echt, denke ich. Er hat dir einen wichtigen Aspekt nur nicht gezeigt und dich dadurch im weitesten Sinne betrogen bzw. manipuliert. Er hat dir nicht die Wahl gelassen dich von ihm abzuwenden oder bei ihm zu bleiben. Und dieser Punkt ist für mich der Dreh und Angelpunkt in eurer Geschichte.
Du kannst trotzdem aus der Situation für dich für die Zukunft etwas lernen.
Zitat von plaudertasche: Ich kann MIR nicht mehr vertrauen.
Ich fühle da so mit dir und kenne das Gefühl. Solche Sachen erschüttern den Selbstwert so sehr bzw. vielleicht war er auch vorher schon nicht ausgeprägt und stark genug.
Zitat von plaudertasche: unter Tags irgendetwas passiert ist… möglicherweise mit seinen Eltern. Darum hatte er evtl. auch den Hund dabei… aber völlig egal: Dann kann man es sagen
Du schreibst du hattest ganz bestimmte Erwartungen an euren Abend. Konnte er seine auch so gut äußern? Für mich klingt es so als ob er Schwierigkeiten hatte sich mitzuteilen, wenn er bedürftig war. Eher verstummt und passiv-aggressives Verhalten zeigt. Insgesamt könnt ihr beide evtl. nicht gut genug für euch selbst sorgen und euch wieder aufrichten. Wie schätzt du dich denn da ein ?
Zitat von Kaltmamsell: Ich finde du hättest das anders angehen müssen.
…können.
Ich finde du hast alles so gemacht wie du kannst und so gut wie du kannst. Lass dir von anderen nichts einreden es wäre schlecht gewesen.