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Hey Leute,
die Trennung von meiner Ex ist jetzt 1 1/2 Jahre her. Sie machte Schluss mit mir aufgrund eines anderen. Kurz bevor ich mit dem Studium fertig war. Ihr könnt ja meinen alten Thread nachlesen. Wobei ich sagen muss, dass ich jetzt natürlich die Sache anders sehe und einen neutralen Blickwinkel habe. Ich denke dieser alte Thread entspricht nicht meinen wirklichen Gedanken, einiges war auch beschönigt. Dementsprechend sollte ich es vielleicht kurz zusammenfassen:
Die Vorgeschichte grob dazu ist, dass wir ca. 3 Jahre zusammen waren und 4 Stunden voneinander entfernt lebten. Ich stand kurz vor meinem Studium-Abschluss und distanzierte mich zu dieser Zeit extrem von ihr, saß vollkommen emotionslos bei ihr und hatte auch eine andere Frau kennengelernt (hat sie jedoch nie erfahren). Das ganze ging 2 Monate. Ja, ich weiß, total bescheiden. Aber bitte erstmal weiterlesen: Trotz dieser Sache mit einer anderen Frau, wollte ich mich nie trennen, es war in dem Moment einfach zu viel für mich und das war dann leider das Ventil. Inzwischen bereue ich mein Verhalten zutiefst.
Das Problem war einfach, dass ich mir 3 Jahre lang, während unserer Beziehung, Vorwürfe (aufgrund der Fernbeziehung - ich zog von ihr weg fürs Studium), negative "Bewertungen" über mich ("wie siehst du denn schon wieder aus") und immer wiederkehrende Trennungswünsche ihrerseits (aufgrund der Entfernung) anhören durfte. Ich wurde quasi immer mal gern herablassend behandelt und musste gut zureden ohne Ende. Ich fuhr so oft wie möglich zu ihr, machte ihr Geschenke und versuchte alles um ihr zu zeigen, dass wir das schaffen können. Andererseits zog sich das Studium auch immer wieder in die Länge z.B. wegen Corona oder fehlenden Modulen.
Es war für mich eine extreme Anstrengung, denn sie wusste in diesen 3 Jahren selbst nicht, was sie eigentlich wollte. Erst Weltreise, dann settlen, dann Ausland, dann wieder settlen usw. Gegen Ende unserer Beziehung, sagte sie mir einmal, ". ich hätte einfach mit dir mitkommen sollen".
Es war ein krasses Kontrast- Programm. Ein ewiges hin & her auf der einen Seite und dann wieder wirklich tolle Phasen, in denen alles perfekt war. Wir bereisten ganz Europa, haben uns super verstanden, waren auf einer Wellenlänge, hatten Rituale, es war die beste Beziehung die ich je hatte, denn ich konnte wirklich ich selbst sein.
Ich fand das damals enorm, dass wir das alles erleben konnten, trotz der Entfernung und ihrem extremen Problem damit. Denn sie war es gewohnt, ihren Freund eigentlich 24/ 7 um sich zu haben. Daran hielt ich mich auch irgendwie fest. Trotz aller Vorwürfe und Beschwerden ihrerseits und auch wirklich teils herablassender Art von ihr, wusste ich, dass sie ein extremes Opfer für mich brachte. Wir stritten schon öfter aber es hat dennoch einfach gepasst zwischen uns. Ich denke im Nachhinein nicht, dass es eine toxische Beziehung war. Ich denke wir haben gut zueinander gepasst aber mein Druck seitens der Uni + ihre Art überhaupt nicht darauf eingehen und Verständnis dafür zeigen zu können machte das ganze zum Pulverfass. Ihre Respektlosigkeit mir gegenüber entwickelte sich mMn auch aus ihrem Unmut über die Situation heraus. Denn zur Trennung kam es nie, sie rief mich sooft wie möglich an und sie gab mir das Gefühl, dass sie mich wirklich liebte. Wir wechselten uns auch mal ab mit dem Zweifeln und stritten viel. Zusammengefasst: Wir wuppten es trotz Allem 3 Jahre lang irgendwie und erlebten wirklich extrem viel, was uns zusammenschweißte.
Naja das Ende vom Lied war dann, dass wir es bis zur Abschlussarbeit schafften und sie auf einmal so schnell wie möglich zusammenziehen und wenn ich wieder in die Heimat käme eine Familie gründen wollte. Das war das grundlegende Problem bei uns, dass ich das Gefühl hatte, dass sie sich nicht um meine Bedürfnisse kümmerte, sondern nur um ihre eigenen Wünsche. Vielleicht wollte ich ja erstmal fertig werden und ankommen? Andererseits dachte ich, zog sich das Studium damals immer wieder in die Länge und es war verständlich, dass sie endlich den Deckel drauf machen wollte. Ich konnte sie also schon verstehen bzw. kann es jetzt sehr gut. Damals sagte ich, es wäre verrückt sofort eine Wohnung für uns kaufen zu wollen und Kinder zu bekommen. Das brauch Planung. Sie verstand das nicht.
Aufgrund ihrer sehr krassen Art damit umzugehen - sie sagte eines Tages auf einmal, dass wir ohne Kond. schlafen sollen, damit sie sofort schwanger wird - zog ich mich zurück. Ich hatte extremen Stress wegen der Prüfung und das einzige, was ihr dazu einfiel war, wie sie so schnell wie möglich den Deckel drauf machen kann. Ich habe versucht ihr das zu erklären, doch sie blockte ab. Ihre Mentalität war zu der Zeit nicht:
"Vielleicht sollte ich mal fragen, was mit ihm los ist und wir reden drüber", sondern "Komm jetzt Kuscheln! Manchmal muss man eben Dinge in einer Beziehung tun, die man nicht will." Daran kann ich mich noch genau erinnern.
Generell hatte sie keinerlei Verständnis für mich bzw. zumindest nicht in der Aussprache. Irgendwo muss es ja vorhanden gewesen sein, wenn sie so lange auf mich warten konnte. Man muss vielleicht dazu sagen, dass sie mit 21 angefangen hat zu arbeiten und seitdem bei ihren Eltern wohnte. Sie hat niemals etwas anderes gesehen als das.
Auf jeden fall machte mich die Situation so extrem fertig, dass ich in die Arme von dieser anderen Frau gelaufen bin bzw. mich darauf einließ. Die Distanz blieb zwischen mir und meiner Ex dadurch natürlich - ungefähr 2 Monate und kurzerhand lernte sie jemanden kennen und fragte mich, ob wir noch einmal reden wollen. Ich fuhr zu ihr und übergab ihr eine Kiste mit all unseren gemeinsamen Sachen, die ich von uns hatte, denn sie schrieb mir bereits vorher, dass wir es lassen sollten mit uns.
Ich fragte nur, wer es ist und dachte die ganze Zeit, es wäre ihr Ex gewesen, mit dem sie freundschaftlichen Kontakt hielt aber es war irgendein Typ, den sie scheinbar an einem Abend 1 Monat zuvor kennengelernt hatte oder vielleicht war es ein Arbeitskollege, ich weiß es bis heute nicht.
Ihre Worte waren, dass sie mich noch liebt und das wahrscheinlich der größte Fehler ihres Lebens sei. Aber wir wären in unterschiedlichen Lebensphasen und sie hätte sei langem einfach mal wieder Spaß im Leben mit ihm.
Das wars. Sie bot mir an, noch einen Kaffee zu trinken aber ich war vollkommen bedient, am Ende und wollte nicht hinterherlaufen. Ich ging und wir sahen uns nie wieder.
Ich schrieb ihr 2 Monate später einen langen Brief um das alles zu erklären - es kam nie etwas zurück.
1 Jahr später schrieb ich ihrer besten Freundin, ob wir vielleicht Nummer tauschen könnten, damit wir noch einmal darüber reden können aber sie wollte keinen Kontakt mit mir. Sie ist mit dem Typen zusammen und wechselte jedes mal, wenn ich auf ihr Profil ging (3 mal insgesamt) zu einem neuen Foto mit ihm drauf. Sie scheinen wirklich glücklich zu sein - wobei ich das andauernde Wechseln des Profilbildes nicht verstehe aber egal, nicht mein B..
Ja, lange Vorgeschichte. Und ich weiß auch nicht, was ich jetzt eigentlich erwarte aber es tat ganz gut das zu schreiben und ich würde jetzt irgendwie gern, dass es nach 1 1/2 Jahren aufhört.
Meine Gedanken und Träume kreisen immer mal wieder um diese Story, weil sie für mich irgendwie nicht abgeschlossen ist. Natürlich respektiere ich ihre Entscheidung und habe mit seitdem nicht mehr bei ihr gemeldet, geschweige irgendwas versucht oder gestalked. Ich mache mir auch nichts vor. Für sie ist es abgeschlossen und sie will mich nicht zurück - aber mein Kopf kann damit nicht abschließen bzw. erst konnte er es und seit 2 Monaten kreisen in ruhigen Zeiten, wo ich nachdenken kann oder im Schlaf, wieder diese Gedanken rum.
Ich verstehe bis heute nicht, wie man nach all dem erlebten, kurz vor dem Ziel, mit der Person, die man noch liebt, Schluss macht und diese kurzerhand durch jemand anderen eintauscht um exakt den selben Traum weiterzuleben. War ich nichts wert? Wie geht sowas überhaupt?
Und macht sie sich nicht wenigstens ein bisschen Gedanken darüber, jetzt wo Gras über die Sache gewachsen ist? Wieso wollte sie nicht ein abschließendes Gespräch? bzw. okay - für sie war das damals der Abschluss - aber für mich ist das vollkommen unverständlich. Dieser krasse Austausch eines Menschen.
Ich weiß, dass das alles meine Sichtweise ist und jeder Mensch ist anders - deswegen führt sie ja auch jetzt ein gut Leben, was wahrscheinlich viel toller ist als mit mir. Aber wie bekomme ICH diese Gedanken weg?
Ich hatte mehrmals überlegt mal mit einer Therapeutin zu reden, möchte mich aber ungern deswegen anmelden, vor allem beruflich bedingt. Ich finde das Thema einfach auch zu unnötig um damit Plätze zu belegen. Ich weiß nur nicht, wie ich endlich damit abschließen kann.
Ist es noch normal darüber nachzudenken nach dieser Zeit? Ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll.
Mein Leben verändert sich stetig, ich bin umgezogen, lerne neue Menschen kennen, bin unterwegs, war 2 Monate im Ausland, habe etwas mit einer Frau usw. Es liegt gewiss nicht daran, dass ich mich zurückziehe und nicht mein Leben lebe. Aber irgendwie will mir diese Geschichte und dieser Mensch nicht aus dem Kopf.
Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich jetzt 33 werde und ein Gefühl habe, dass dieser Mensch meine "Fahrkarte" für den Lebensweg war, den ich mir immer vorgestellt habe: Jemanden kennenlernen, durch stürmische Zeiten gehen, Familie gründen und Haus kaufen.
Jetzt bin ich in meiner Studien-Stadt geblieben, kehre nicht mehr zurück in die Heimat, gehe vielleicht sogar in den nächsten Jahren ins Ausland und wohne zurzeit mit gleichaltrigen Mitbewohnern zusammen, die beruflich sehr erfolgreich aber auch eher Single sind - zumindest der eine.
Ich wollte mein ganzes Leben Variante 1 und habe das Gefühl, diese Chance nicht mehr wiederzubekommen.
Habt ihr Tipps? Beruhigende Worte?
Mich macht das alles sehr traurig und niedergeschlagen um ehrlich zu sein.
die Trennung von meiner Ex ist jetzt 1 1/2 Jahre her. Sie machte Schluss mit mir aufgrund eines anderen. Kurz bevor ich mit dem Studium fertig war. Ihr könnt ja meinen alten Thread nachlesen. Wobei ich sagen muss, dass ich jetzt natürlich die Sache anders sehe und einen neutralen Blickwinkel habe. Ich denke dieser alte Thread entspricht nicht meinen wirklichen Gedanken, einiges war auch beschönigt. Dementsprechend sollte ich es vielleicht kurz zusammenfassen:
Die Vorgeschichte grob dazu ist, dass wir ca. 3 Jahre zusammen waren und 4 Stunden voneinander entfernt lebten. Ich stand kurz vor meinem Studium-Abschluss und distanzierte mich zu dieser Zeit extrem von ihr, saß vollkommen emotionslos bei ihr und hatte auch eine andere Frau kennengelernt (hat sie jedoch nie erfahren). Das ganze ging 2 Monate. Ja, ich weiß, total bescheiden. Aber bitte erstmal weiterlesen: Trotz dieser Sache mit einer anderen Frau, wollte ich mich nie trennen, es war in dem Moment einfach zu viel für mich und das war dann leider das Ventil. Inzwischen bereue ich mein Verhalten zutiefst.
Das Problem war einfach, dass ich mir 3 Jahre lang, während unserer Beziehung, Vorwürfe (aufgrund der Fernbeziehung - ich zog von ihr weg fürs Studium), negative "Bewertungen" über mich ("wie siehst du denn schon wieder aus") und immer wiederkehrende Trennungswünsche ihrerseits (aufgrund der Entfernung) anhören durfte. Ich wurde quasi immer mal gern herablassend behandelt und musste gut zureden ohne Ende. Ich fuhr so oft wie möglich zu ihr, machte ihr Geschenke und versuchte alles um ihr zu zeigen, dass wir das schaffen können. Andererseits zog sich das Studium auch immer wieder in die Länge z.B. wegen Corona oder fehlenden Modulen.
Es war für mich eine extreme Anstrengung, denn sie wusste in diesen 3 Jahren selbst nicht, was sie eigentlich wollte. Erst Weltreise, dann settlen, dann Ausland, dann wieder settlen usw. Gegen Ende unserer Beziehung, sagte sie mir einmal, ". ich hätte einfach mit dir mitkommen sollen".
Es war ein krasses Kontrast- Programm. Ein ewiges hin & her auf der einen Seite und dann wieder wirklich tolle Phasen, in denen alles perfekt war. Wir bereisten ganz Europa, haben uns super verstanden, waren auf einer Wellenlänge, hatten Rituale, es war die beste Beziehung die ich je hatte, denn ich konnte wirklich ich selbst sein.
Ich fand das damals enorm, dass wir das alles erleben konnten, trotz der Entfernung und ihrem extremen Problem damit. Denn sie war es gewohnt, ihren Freund eigentlich 24/ 7 um sich zu haben. Daran hielt ich mich auch irgendwie fest. Trotz aller Vorwürfe und Beschwerden ihrerseits und auch wirklich teils herablassender Art von ihr, wusste ich, dass sie ein extremes Opfer für mich brachte. Wir stritten schon öfter aber es hat dennoch einfach gepasst zwischen uns. Ich denke im Nachhinein nicht, dass es eine toxische Beziehung war. Ich denke wir haben gut zueinander gepasst aber mein Druck seitens der Uni + ihre Art überhaupt nicht darauf eingehen und Verständnis dafür zeigen zu können machte das ganze zum Pulverfass. Ihre Respektlosigkeit mir gegenüber entwickelte sich mMn auch aus ihrem Unmut über die Situation heraus. Denn zur Trennung kam es nie, sie rief mich sooft wie möglich an und sie gab mir das Gefühl, dass sie mich wirklich liebte. Wir wechselten uns auch mal ab mit dem Zweifeln und stritten viel. Zusammengefasst: Wir wuppten es trotz Allem 3 Jahre lang irgendwie und erlebten wirklich extrem viel, was uns zusammenschweißte.
Naja das Ende vom Lied war dann, dass wir es bis zur Abschlussarbeit schafften und sie auf einmal so schnell wie möglich zusammenziehen und wenn ich wieder in die Heimat käme eine Familie gründen wollte. Das war das grundlegende Problem bei uns, dass ich das Gefühl hatte, dass sie sich nicht um meine Bedürfnisse kümmerte, sondern nur um ihre eigenen Wünsche. Vielleicht wollte ich ja erstmal fertig werden und ankommen? Andererseits dachte ich, zog sich das Studium damals immer wieder in die Länge und es war verständlich, dass sie endlich den Deckel drauf machen wollte. Ich konnte sie also schon verstehen bzw. kann es jetzt sehr gut. Damals sagte ich, es wäre verrückt sofort eine Wohnung für uns kaufen zu wollen und Kinder zu bekommen. Das brauch Planung. Sie verstand das nicht.
Aufgrund ihrer sehr krassen Art damit umzugehen - sie sagte eines Tages auf einmal, dass wir ohne Kond. schlafen sollen, damit sie sofort schwanger wird - zog ich mich zurück. Ich hatte extremen Stress wegen der Prüfung und das einzige, was ihr dazu einfiel war, wie sie so schnell wie möglich den Deckel drauf machen kann. Ich habe versucht ihr das zu erklären, doch sie blockte ab. Ihre Mentalität war zu der Zeit nicht:
"Vielleicht sollte ich mal fragen, was mit ihm los ist und wir reden drüber", sondern "Komm jetzt Kuscheln! Manchmal muss man eben Dinge in einer Beziehung tun, die man nicht will." Daran kann ich mich noch genau erinnern.
Generell hatte sie keinerlei Verständnis für mich bzw. zumindest nicht in der Aussprache. Irgendwo muss es ja vorhanden gewesen sein, wenn sie so lange auf mich warten konnte. Man muss vielleicht dazu sagen, dass sie mit 21 angefangen hat zu arbeiten und seitdem bei ihren Eltern wohnte. Sie hat niemals etwas anderes gesehen als das.
Auf jeden fall machte mich die Situation so extrem fertig, dass ich in die Arme von dieser anderen Frau gelaufen bin bzw. mich darauf einließ. Die Distanz blieb zwischen mir und meiner Ex dadurch natürlich - ungefähr 2 Monate und kurzerhand lernte sie jemanden kennen und fragte mich, ob wir noch einmal reden wollen. Ich fuhr zu ihr und übergab ihr eine Kiste mit all unseren gemeinsamen Sachen, die ich von uns hatte, denn sie schrieb mir bereits vorher, dass wir es lassen sollten mit uns.
Ich fragte nur, wer es ist und dachte die ganze Zeit, es wäre ihr Ex gewesen, mit dem sie freundschaftlichen Kontakt hielt aber es war irgendein Typ, den sie scheinbar an einem Abend 1 Monat zuvor kennengelernt hatte oder vielleicht war es ein Arbeitskollege, ich weiß es bis heute nicht.
Ihre Worte waren, dass sie mich noch liebt und das wahrscheinlich der größte Fehler ihres Lebens sei. Aber wir wären in unterschiedlichen Lebensphasen und sie hätte sei langem einfach mal wieder Spaß im Leben mit ihm.
Das wars. Sie bot mir an, noch einen Kaffee zu trinken aber ich war vollkommen bedient, am Ende und wollte nicht hinterherlaufen. Ich ging und wir sahen uns nie wieder.
Ich schrieb ihr 2 Monate später einen langen Brief um das alles zu erklären - es kam nie etwas zurück.
1 Jahr später schrieb ich ihrer besten Freundin, ob wir vielleicht Nummer tauschen könnten, damit wir noch einmal darüber reden können aber sie wollte keinen Kontakt mit mir. Sie ist mit dem Typen zusammen und wechselte jedes mal, wenn ich auf ihr Profil ging (3 mal insgesamt) zu einem neuen Foto mit ihm drauf. Sie scheinen wirklich glücklich zu sein - wobei ich das andauernde Wechseln des Profilbildes nicht verstehe aber egal, nicht mein B..
Ja, lange Vorgeschichte. Und ich weiß auch nicht, was ich jetzt eigentlich erwarte aber es tat ganz gut das zu schreiben und ich würde jetzt irgendwie gern, dass es nach 1 1/2 Jahren aufhört.
Meine Gedanken und Träume kreisen immer mal wieder um diese Story, weil sie für mich irgendwie nicht abgeschlossen ist. Natürlich respektiere ich ihre Entscheidung und habe mit seitdem nicht mehr bei ihr gemeldet, geschweige irgendwas versucht oder gestalked. Ich mache mir auch nichts vor. Für sie ist es abgeschlossen und sie will mich nicht zurück - aber mein Kopf kann damit nicht abschließen bzw. erst konnte er es und seit 2 Monaten kreisen in ruhigen Zeiten, wo ich nachdenken kann oder im Schlaf, wieder diese Gedanken rum.
Ich verstehe bis heute nicht, wie man nach all dem erlebten, kurz vor dem Ziel, mit der Person, die man noch liebt, Schluss macht und diese kurzerhand durch jemand anderen eintauscht um exakt den selben Traum weiterzuleben. War ich nichts wert? Wie geht sowas überhaupt?
Und macht sie sich nicht wenigstens ein bisschen Gedanken darüber, jetzt wo Gras über die Sache gewachsen ist? Wieso wollte sie nicht ein abschließendes Gespräch? bzw. okay - für sie war das damals der Abschluss - aber für mich ist das vollkommen unverständlich. Dieser krasse Austausch eines Menschen.
Ich weiß, dass das alles meine Sichtweise ist und jeder Mensch ist anders - deswegen führt sie ja auch jetzt ein gut Leben, was wahrscheinlich viel toller ist als mit mir. Aber wie bekomme ICH diese Gedanken weg?
Ich hatte mehrmals überlegt mal mit einer Therapeutin zu reden, möchte mich aber ungern deswegen anmelden, vor allem beruflich bedingt. Ich finde das Thema einfach auch zu unnötig um damit Plätze zu belegen. Ich weiß nur nicht, wie ich endlich damit abschließen kann.
Ist es noch normal darüber nachzudenken nach dieser Zeit? Ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll.
Mein Leben verändert sich stetig, ich bin umgezogen, lerne neue Menschen kennen, bin unterwegs, war 2 Monate im Ausland, habe etwas mit einer Frau usw. Es liegt gewiss nicht daran, dass ich mich zurückziehe und nicht mein Leben lebe. Aber irgendwie will mir diese Geschichte und dieser Mensch nicht aus dem Kopf.
Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich jetzt 33 werde und ein Gefühl habe, dass dieser Mensch meine "Fahrkarte" für den Lebensweg war, den ich mir immer vorgestellt habe: Jemanden kennenlernen, durch stürmische Zeiten gehen, Familie gründen und Haus kaufen.
Jetzt bin ich in meiner Studien-Stadt geblieben, kehre nicht mehr zurück in die Heimat, gehe vielleicht sogar in den nächsten Jahren ins Ausland und wohne zurzeit mit gleichaltrigen Mitbewohnern zusammen, die beruflich sehr erfolgreich aber auch eher Single sind - zumindest der eine.
Ich wollte mein ganzes Leben Variante 1 und habe das Gefühl, diese Chance nicht mehr wiederzubekommen.
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Mich macht das alles sehr traurig und niedergeschlagen um ehrlich zu sein.