Auf die Gefahr hin das ich mich mit meinen Ideen wiederhole. Aber ich wollte auch meine Erfahrungen dazu teilen.
Was mir im Moment ganz gut hilft:
- Alte Kontakte wieder aufleben lassen.
Ich muss sagen, dass mir das einige nette Unterhaltungen und Überraschungen gebracht hat und definitiv Spaß macht. Ich habe Kontakt mit einer Person mit der ich vor vielen Jahren zusammen war und ihn wegen meiner Ex beendet hatte. Das gab mir irgendwie eine Art von Freiheit und Selbstbestimmung. Ich gebe zu, dass auch ein wenig Trotz dabei war.
- Mit verschiedenen Menschen über die Trennung reden.
Es ist interessant, was dir manche Menschen, auch wenn es nur für kurze Zeit ist, für ein positives Gefühl geben können. Selbst wenn sie sich nur ein wenig über das Verhalten oder den Betrug deiner Ex auslassen. Eine Person in meinem Leben hat mir wirklich ein wenig den Rücken gestärkt, auch wenn ich ihre Ansichten etwas krass fand, aber es tat gut, das jemand auf deiner Seite ist. Und wenn ich mich mal wieder gar nicht mehr beruhigen konnte, half es mal kurz einen lieben Menschen am Telefon zu haben und es ging mir danach wesentlich besser.
- In seine Lieblingsserien / Filme reinsteigern
Sich damit ein wenig zu beschäftigen kann Spaß machen.
- Schreiben
Ich schreibe schon mein Leben lang Geschichten. Mal mehr und mal weniger. Als ich vor kurzem wieder angefangen habe, konnte ich mich darin ein wenig fallen lassen und meine Kreativität ausleben, was echt gut tat.
- Mit dem Hund beschäftigen
Wenn ich meinem Hund zusehe, wie er Spaß hat oder einfach nur niedlich ist, dann fühle ich mich auch ein wenig besser. Außerdem hat man eine Aufgabe, die man nicht schleifen lassen kann, weil man die Verantwortung hat. Auch wenn man sich lieber Zuhause vergraben will, muss man trotzdem raus, sich bewegen, in die Natur gehen, Hundetraining machen...
- Sich in seiner Lieblingslektüre vergraben
- Musik
Ich bin grundsätzlich ein totaler Musik J., aber seit dem ich verlassen und betrogen wurde, brauche ich meine Musik wie die Luft zum atmen. Ob es mich in dem jeweiligen Moment aufheitert oder doch runterzieht, ist völlig egal.
Und was ich auch unheimlich wichtig für mich selbst finde ist: Wenn es mir beschissen geh, dann lasse ich es zu. Wenn ich ne Stunde heulen will, gut. Wenn ich mich ablenken will, auch okay. Wenn ich Stundenlang nachgrübeln muss, oder mir Erinnerungen anschaue auch wenn mich das fertig macht, dann mache ich auch das. Ich glaube es gibt immer den Raum zum trauern und den, wenn man das grade nicht möchte und lieber vergessen will. Wie man sich das selbst einteilt und gestaltet muss man immer selbst wissen. Ich habe immer das Gefühl wenn eine Trauerphase, ob nun Tage oder Stunden vorbei geht, dass ich es wieder ein Stück in die Richtige Richtung geschafft habe und zufrieden mit mir sein kann. Ich glaube man sollte sich nicht selbst fertig machen, wenn man die schlechte Stimmung zulässt oder auch wenn man sie mal verdrängt. Jeder muss selbst wissen was seine Art ist, damit zurechtzukommen. Und wichtig ist, auch wenn es schwer fällt, etwas positives für die Zukunft zu finden.
Liebe Grüße und viel Kraft für euch alle da draußen!