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Liebeskummer nach 12 jähriger Beziehung

Mark_1

Hallo
Zuerst möchte ich mich für meine schlechte Rechtschreibung bei Euch entschuldigen. Deutsch ist nicht meine Muttersprache daher Bitte ich um Nachsicht.
Zu meiner Person ich komme aus Bayern und bin 47 Jahre jung und habe einen lieben 15 Jährigen Sohn den ich regelmäßig sehe aus meiner ersten Ehe. Leider hielt meine Ehe nur 3 Jahre da ich psychisch sehr krank wurde.
Nach langer Leidenszeit konnte ich meine Krankheit besiegen.
Auch lernte ich eine tolle Frau kennen die 7 Jahre Jünger ist als ich. Wir hatten wundervolle 12 Jahre, diese Beziehung bedeutete mir alles da ich leider keine Freunde mehr habe. Es war sehr ausgewogen ohne Klammern, wir wohnten auch bewusst nicht zusammen aber das wollten wir in paar Jahren ändern. Auch die Entfernung von 20km war nicht weit. Wir sahen uns regelmäßig bzw jeden 2. oder 3. Tag und am Wochenende sowieso.
Vor ein paar Monaten ging es dann los, irgend etwas hatte sich verändert. Ich merkte dass es Ihr nicht mehr so wichtig war ob ich komme oder andere Dinge mache. Auch war das S. nur noch auf Sparflamme. Und es wurde immer schlimmer bis Sie vor 6 Tagen die Beziehung beendete. Ihre Gefühle sind weg, aber auch Sie weint viel und denkt dass es die Hormone bei Ihr wären, da Sie ihre Regel paarmal im Monat hat mit Hitzewallungen usw.
Liebes Forum ich bin kein starker Mensch und ich liebe diese Frau über alles. Ich kann nicht mehr essen schlafen geschweige ausser Haus gehen. Meine besiegte Krankheit meldet sich mit Panikattacken zurück. Ich kann einfach nicht mehr. Nochmals die Krankheit zu besiegen und ein neues Leben aufzubauen schaffe ich einfach nicht mehr.
Nur noch mein Sohn gibt mir Kraft nicht ganz unterzugehen. Das Allerschlimmste ist Momentan meine Einsamkeit ohne Freunde, ohne mit jemanden Reden zu können, ohne Ablenkung.
Gruss Mark

10.12.2019 00:32 • #1


Lebensfreude

Lebensfreude


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tut mir leid, dass du das jetzt erlebst.
Damals hast Du Deine Krankheit besiegt, wie Du schreibst. Bevor sich jetzt deine Panikattacken wieder verfestigen, solltest du dir ganz schnell professionelle Hilfe suchen.

Wie hast du es geschafft, keine Freunde (mehr) zu haben?
Tacker dich bloß nicht auf dem Sofa fest. Geh raus, so oft es geht. Und damit mein ich Spaziergänge, strammes Gehen.
Iss Bananen, auch wenn du keinen Hunger hast, trink genug.

Und vor allem: hol dir Hilfe. Es gibt sicher Beratungsstellen in Deiner Nähe.

10.12.2019 00:43 • x 1 #2



Hallo Mark_1,

Liebeskummer nach 12 jähriger Beziehung

x 3#3


Mark_1


Hatte noch nie viele Freunde, dafür 2 richtig tolle. Einer ist nach Frankreich ausgewandert und ich hab den Kontakt verloren. Einer hatte mich nach über 25 Jahren enger Freundschaft in meiner schweren psychischen Erkrankung in Stich gelassen bzw zu der Zeit geheiratet und wollte mit mir nichts mehr zu tun haben.
In den 12 Jahren Beziehung gelang es mir nicht ernsthafte Freundschaften zu schließen.
Danke Dir sehr für Deine Ratschläge, hoffe ich kann sie umsetzen. Ich bin so traurig und Weihnachten steht vor der Türe, das wird heftig für mich.

10.12.2019 01:00 • #3


Lebensfreude

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das mit dem Weihnachtsgedöns kann ich gut verstehen. Mein Ex hat sich auch ein paar Wochen vor WEihnachten getrennt.
Mir hat damals mein soziales Netzwerk sehr geholfen. Und mein Ehrenamt : Besuch von Dementen im Altenheim.

Was machst du denn in deiner Freizeit? Wofür brennst du? Hobbys?

10.12.2019 01:18 • #4


Mark_1


War früher sehr sportlich, habe lange Fussball gespielt. Vor paar Wochen habe ich mich in einem Fitnessstudio amgemeldet das ich bis vor der Trennung auch regelmäßig besuchte. Momentan schaffe ich es einfach nicht ausser Haus. Ich war diese Woche auch krankgeschrieben da ich mich kaum Artikulieren kann ohne zu weinen.
Ansonsten hatte ich leider keine Hobbys mehr. Arbeit u meine Beziehung mehr hatte ich nicht und das reichte mir leider auch.
Muss noch erwähnen dass ich auf ner sehr ländlichen Gegend wohne und es nicht viel gibt an Vereinen ect.

Ich weis ich bin so ein Esel das ich mich in meiner Beziehung nicht mehr um andere soziale Kontakte bemühte. Hab auch keinen Facebook Account oder ähnliches.
Das Lesen hier unter Gleichgesinnten gibt mir ein wenig Kraft und ich bin sehr dankbar mit Euch ein paar Zeilen austauschen zu können.
Mit Schlafen wird es heute eh wieder nich viel.

10.12.2019 01:51 • #5


Mark_1

Mark_1


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Wie habt Ihr das nur ausgehalten oder haltet das gerade aus?
Ich werd noch irre, alle 5 Min guck ich aufs Handy Sie hätte ja doch kurz was schreiben können und weis doch genau das da nix kommt.

Mittlerweile weine ich schon ohne Tränen, da ich gar nicht soviel trinken kann.
Diese Leere, niemanden zu reden.
Bin ich nur ein Jammerlappen? Einer der nix aushält?

10.12.2019 18:41 • #6


Balko43


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Zitat von Mark_1:
Wie habt Ihr das nur ausgehalten oder haltet das gerade aus?
Ich werd noch irre, alle 5 Min guck ich aufs Handy Sie hätte ja doch kurz was schreiben können und weis doch genau das da nix kommt.

Mittlerweile weine ich schon ohne Tränen, da ich gar nicht soviel trinken kann.
Diese Leere, niemanden zu reden.
Bin ich nur ein Jammerlappen? Einer der nix aushält?


Hallo Mark, nein, bist Du nicht. Du bist im Moment schwer enttäuscht und fühlst Dich im Stich gelassen. Du hast Deine Zukunft mit ihr geplant und siehst nun alles den Berg runtergehen.
Ich war Anfang Oktober in einer ähnlichen Situation. Allerdings waren es bei mir 25 Jahre. Anfangs konnte bzw. wollte ich das alles nicht wahrhaben, hab mich immer wieder hinterfragt. Glücklicherweise habe ich keine psychische Vorerkrankung und komme einigermaßen mit der Situation zurecht.
Ich glaube aber, dass Du aus der Nummer nicht alleine raus kommst und würde Dir dringend raten, zu einem Profi zu gehen. Das ist keineswegs eine Schande, denn genau dafür sind diese Leute da.
Du machst grade genau das Gegenteil von dem, was gut für Dich wäre. Gut schlafen, viel Bewegung und Aktivität wären im Moment das Beste für Dich. Ich wünsche Dir, dass Du schnell aus diesem tiefen Loch kommst.

10.12.2019 19:20 • x 1 #7


Mark_1

Mark_1


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Danke für Deine netten Worte aber ich denke schon dass ich ein schwacher Mann bin, weine nur und zerfliesse in meinen Selbstmitleid.
Beim Arzt war ich heute Morgen, mal wieder fast ohne Schlaf.
Er hat mir jetzt was zum Schlafen verschrieben und eine Überweisung zum Psychologen.
Der ganze Rotz geht von vorne los halte das einfach nicht aus, weil ich ahne was noch alles kommt.

Freut mich sehr für Dich dass es Dir schon besser geht. 25 Jahre ist natürlich nochmals ne andere Hausnummer

10.12.2019 19:39 • #8


AllesGegeben30

AllesGegeben30


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Hallo Mark und erstmal willkommen hier im Forum, wenn auch der Anlass natürlich kein schöner ist.

Eines vorweg, du bist kein Jammerlappen oder ähnliches, sondern momentan ziemlich verletzt.

Sag, aus welcher Ecke kommst Du?

Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen, sich auszutauschen und gegebenfalls neue Freundschaften zu schließen, falls das was für Dich wäre.

Ich kann mir ebenso bestens vorstellen, wie es Dir momentan gehen muss.

Es ist sehr wichtig, dass Du versuchst, Dich nicht komplett zu verkriechen.

Mal etwas für sich sein, bewusst die Zeit zum Trauern nehmen finde ich persönlich eine gute Sache.

Hast Du sonst jemanden, mit dem Du über all das reden kannst?

Hier im Forum jedenfalls wirst Du immer auf jemanden treffen, der auch für Dich da ist, Du bist keinesfalls alleine.

Du befindest Dich in der Anfangsphase, daher alles noch sehr akut.
Es wird erst einiges an Zeit vergehen müssen, aber es wird besser, versprochen, in kleinen Schritten, Tag für Tag.

Mir ging es damals am Ende sehr ähnlich wie aktuell Dir.
Habe kein Interesse mehr an irgendwelchen Hobbys gehabt, aber auch das kommt bald wieder.

Versuche, die Trauer anzunehmen, Dich nicht selbst unter Druck zu setzen, nicht zu viel auf einmal zu erwarten.

Ich denke, es wäre sehr wichtig für Dich, im Laufe der Zeit ein soziales Umfeld aufzubauen, neue Menschen/Freunde kennenzulernen/in Dein Leben zu lassen.

Schreib Dir hier ruhig Tag täglich alles von der Seele, das hilft schon sehr.

Schau doch gerne auch hier im Tages-Thread vorbei, auch viele liebe Menschen unterwegs.

wie-war-dein-tag-wie-geht-es-dir-heute-t45728-s64665.html#p1993332

Nun wünsche ich dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und nur das Beste.

Kopf hoch Mark, auch Du schaffst das

10.12.2019 19:54 • x 2 #9


Sabine13

Sabine13


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Lieber Mark!

Ich verstehe dich. Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist! Du hast einen Schock, deshalb auch die Panikattacken. Viele haben die in so einer Situation, auch ohne Vorerkrankung.

Medikamente können in der ersten Zeit helfen. Damit du schlafen kannst und etwas zur Ruhe kommst.

Dass du kein soziales Netzwerk hast, macht die Sache schwieriger, aber es hat keinen Sinn, dich jetzt in Aktivitäten zu stürzen. Dazu wirst du keine Kraft und Energie haben.
Derzeit ist ein Akutprogramm das Wichtigste:
Essen und trinken,
Schlafen,
zumindest ein kurzer Spaziergang täglich an der frischen Luft,
Duschen,
das Notwendigste zuhause machen,
Einkaufen.
Probier aus, was dir derzeit gut tut und was du aushältst. Lesen (geht aber oft nicht), fernsehen, Musik hören oder machen, ein Bad nehmen, etc.
Dein Nervensystem ist auf Überlebensmodus! Für deine Psyche ist das gerade so, als wärst du in Gefahr. Vielen hilft da Sport, um die Stresshormone abzubauen. Richtig auspowern! Joggen z.B.

Sei geduldig und gut zu dir! Es gibt leider gar nichts, damit der Schmerz schnell weggeht. Es wird dauern. Wichtig ist jetzt, dass du dich um dich soweit kümmerst, dass du zumindest wieder arbeiten kannst. Bist du jetzt krank geschrieben? Vielleicht kannst du das noch verlängern.

Hast du Verwandte, zu denen du über die Feiertage kannst?

Es ist schwer, ich weiß! Ich war auch dort! Aber du schaffst das! Ich hab es auch geschafft.

Alles Liebe

10.12.2019 20:06 • x 3 #10


Mark_1

Mark_1


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Danke für Eure aufmunternden Worte und guten Ratschläge
Ich komme aus Bayern, aus einer ländlichen Gegend Nähe Weiden i.d.Oberpfalz
Verwandtschaft habe ich in DE leider keine. Auch ist mit meinen Kollegen kein persönliches oder besser privates Verhältnis vorhanden. Der einzige Kontakt zu anderen Personen ist aktuell dieses Forum.
Aktuell bin ich noch im krankenstand aber ich überlege nächste Woche wieder zu gehen, fals ich meine Weinkrämpfe bis dahin im Griff habe. Halte es momentan nur schwer Zuhause aus wegen der Einsamkeit. Weis aber nicht wohin ich überhaupt gehen könnte. Und bin ich dann doch kurz ausser Haus bin, bin ich sehr schnell überfordert und möchte wieder heim.

10.12.2019 20:22 • #11


Sabine13

Sabine13


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Geh in den Wald. Ist besser momentan als unter Leute.

Auch wenn du nicht religiös bist, oder nicht katholisch: Vielleicht tut dir auch ein Gespräch mit dem Pfarrer im Dorf gut.

10.12.2019 21:18 • #12


T4U

T4U


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Zitat von Mark_1:
Der ganze Rotz geht von vorne los

so sehe ich das nicht. Es ist eine Unterstützung, du hast jemanden dir gegenüber, Aug in Aug, zum Reden, der dir hilft, die Trennung zu überstehen, aufzeigt, wie man evtl.. neue Menschen kennenlernt, wie man sein Leben wuppt.

Die Zeiten sind so hektisch, gerade an Weihnachten merkt man, es geht oftmals nur um Konsum und nicht um "de ruhige staade Zeit". Beruhige Dich aktiv. Geh spazieren, schnappe Luft. Beobachte die Natur. Viel Tee trinken schadet nicht. Wenn du dörflich wohnst, schau ruhig in der Kirche vorbei, da arbeiten auch wohltätige Männer ohne Pinguin-Berufskleidung.

Weiden ist doch toll, da kann man viel anstellen - kommt auf deine Vorlieben an

11.12.2019 06:43 • #13




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