FranziT278
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Ich wende mich an euch, da ich auch nach wochenlanger Überlegung keine Lösung für mein Dilemma habe.
Ich bin seit 7 Jahren mit meinem Freund zusammen, für uns beide ist es die erste Beziehung und somit auch die ersten Erfahrungen in jeglicher Hinsicht.
Um es kurz zu halten: Wir hatten in unserer Beziehung schon immer zahlreiche externe Faktoren, die uns das Leben schwer gemacht haben. Unsere Beziehung war immer stärker als alles andere und wir haben in jeder noch so schweren Zeit zusammengehalten.
Ich spüre ihm gegenüber die tiefste Verbundenheit, die man empfinden kann. Meine Liebe zu ihm und seine Liebe für mich ist grenzenlos.
Dennoch gibt es Punkte, die mir seit einigen Monaten auf der Seele brennen.
Unsere Beziehung ist eingeschlafen.
Wir beide hatten mit mentalen Probleme zu tun (aufgrund von Vorfällen in unseren Familien) worauf hin er sich seit langer Zeit stark gehen lässt und häufig sehr ,,oll“ rumläuft. So unfair es ist, die Anziehung ist dadurch verloren gegangen und ich suche keine Nähe mehr zu ihm.
Anfangs hatte ich dafür viel Verständnis aber mittlerweile erinnere ich ihn sogar schon ans duschen.
Kuscheln etc. genieße ich sehr, aber alles weitere körperliche versuche ich zu vermeiden. Das geht jetzt seit ungefähr einem halben Jahr und in meinem Kopf wird er zunehmend wie ein Bruder für mich, anstatt mein Partner.
Aktuell wohnt er bei mir und meinen Eltern. Er ist Hals über Kopf zu uns gezogen vor 5 Jahren, da es bei ihm zu Hause häusliche Gewalt gab.
Wir sind auf Wohnungssuche, finden allerdings nichts durch die hohen Preise, bleiben aber dran. Er ist niemand, der auf Kosten meiner Eltern lebt - er bezahlt Miete und steuert auch finanziell viel zum Haushalt bei.
Aber auch hierbei: Alles bleibt an mir kleben! Ich kümmere mich um die gesamte Wohnungssuche, Schreibe an und übersende alle Unterlagen.
Im Haushalt kümmert er sich ebenfalls nicht, ich übernehme immer mehr von seinen Aufgaben und fühle mich dadurch wie seine Mutter.
Wir streiten häufiger und haben uns wenig zu sagen. Aber ich weiß, dass das durch unsere beiden mentalen Probleme verursacht ist. Sobald wir im Urlaub sind, sind wir ein Herz und eine Seele und ich könnte mir nichts besseres vorstellen, als ihn an meiner Seite zu haben. Im Alltag ist das wie weggeblasen und wir sind wie zwei Zombies, die ihren Alltag gemeinsam ertragen.
Nun kommt der Knackpunkt:
Wir arbeiten zusammen im Dienstleistungsbereich. Als dann eines Tages ein neuer Kunde kam, war es um mich geschehen.
Dieser Mann bringt, auf den ersten Blick, alles mit, was ich begehrenswert finde. Wir arbeiten nun seit vier Monaten mit ihm zusammen und ich würde behaupten, dass ich mich verschossen, weil mir Dinge in meiner Beziehung fehlen, die ich in ihm sehe. Ohne ihn wirklich zu kennen.
Heißt: Faktisch gesehen habe ich keine Ahnung wie dieser Mann tickt, aber ich bin trotzdem verliebt und dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr.
Aber mir ist bewusst: Andere Wiesen sind auch nicht grüner!
Frage an euch:
1. Wie schätzt ihr die Chance ein, dass wir wieder zueinander finden?
2. Sind wir eventuell Kinder gewesen, die nun erwachsen sind und nicht mehr füreinander geschaffen sind?
3. ist eine beziehungspause sinnvoll, in der jeder sich ausprobieren kann und herausfinden kann, was er will?
4. Diesen Mann kennenzulernen ist für mich keine Option aus Respekt meinem Partner gegenüber - woher kommen diese plötzlichen Gefühle und was soll mir das sagen?
5. Ich kann mir emotional keine Trennung vorstellen, aber haben wir uns einfach auseinander gelebt und sollte ich das einsehen?