Jkay
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ich bin eigentlich ein stiller Mitleser und habe nur gelegentlich mal kommentiert, da ich selber seit einem Jahr durch eine schwere Phase in meinem Leben gehe. Heute habe ich mich entschieden meine Geschichte aufzuschreiben, zum Teil auch um diese zu reflektieren und zu verarbeiten. Mir hat das lesen der Kommentare unglaublich geholfen, weil man das Gefühl hat damit nicht alleine sein.
Nungut, zu meiner Person. Ich bin M35 Jahre alt, arbeiten als Ing. also habe bin finanziell abgesichert und eigentlich immer ein sehr lebensfroher und kontaktfreudiger Mensch. Ich hatte schon einige längere Beziehungen, welche aus diversin Gründen scheiterten. Zu Beginn habe ich oft mit dem Finger auf meine Ex gezeigt. Mit dem Alter kommt dann irgendwann die Einsicht das man doch schon manchmal selber nicht so einfach war. Ich bin eher der Typ Mensch der schlecht alleine sein kann und sehr im außen lebt. Ich arbeite momentan daran ua. mit hilfer einer Psychotherapie seit Beginn meiner Krise vor einem Jahr.
Die Krise: Ich war 32 Jahre alt und lernte meine damalige Ex-Freundin (2019) J. über eine Dating-App kennen. Sie war damals 24Jahre alt. Sie war eine sehr liebenswerte und tollpatschige Frau was ich aber irgendwie süß fand. Sie war auch eher unselbstständig, allerdings emotional viel gefesstigter mit sich selbst, was eine gewisse bodenständigkeit ausstrahlte.
Naja ich ließ das ganze laufen aber wusste irgendwie das wird auf lange Sicht wahrscheinlich nichts. Dazu muss man sagen, sie lebte noch bei ihren Eltern und ich wohnte schon seit Jahren mit meinen zwei Katzen
Das ganze hat sich zugespitzt als ich einfach nicht mehr in meine eigene Wohnung wollte nach dem Sport und extra getrödelt hatte weil ich keine Lust hatte auf den Stress. Ich stellte diese Beziehung in Frage. Ich wollte aber dafür kämpfen und versuchte zwangahaft ihre Eifersucht zu entschärfen indem ich ihrem Wunsch nachging in eine neue gemeinsame Wohnung zu ziehen und sie mit ins Fitnessstudio zu nehmen damit sie sieht es ist alles in Ordnung. Es wurde alles nur noch schlimmer. Ich verstrickte mich immer tiefer darin. Dazu nutzte sie oft so manipulative Aussagen wie: "Ich habe mit meinen Freundinen darüber gesprochen und sie sind alle der Meinung dass das nicht ok sei. ". Ich wusste es war *beep*. Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen aber irgendwann habe ich angefangen zu denken. Hey wenn alle das denken. Mache ich was falsch ? Ich habe leider den Fehler gemacht nicht mit Freunden darüber zu sprechen um mir gegenteiliges Feedback zu holen. Ich konnte einfach nicht glauben das diese liebenswerte kleine tollpatschige Person mir schaden wollen würde. Ich glaube rückblickend das sie das auch gar nicht wollte sondern es nicht anders konnte.
Als sie dann eine OP hatte, hatte ich sie 2 Wochen gepflegt. Tägliches fahren zu Klinikterminen und Pyhsiotherapie + das ganze Wochenende mit ihr. Nach zwei Wochen wollte ich auf eine Treffen von Freunden, weil ich auch einfach mal einen Tappetwechsel gebraucht hatte. Sie sagte dann nur :" Und was mache ich dann ?" ich sagte ihr :"Beschäftige dich mit irgendwas. Bin in 3h wieder da. Das wirst du doch wohl schaffen"- Sie war angepisst aber ich entschied für mein Wohl trotzdem hinzufahren weil ich es nicht fair fand nach 2 Wochen dauerpflege mir das zu verbieten. Als ich Wiederkam hatte sie ihre Sachen gepackt und war bei ihren Eltern. Ich war geschockt mit der Aussage: "Die können sich dann wenigstens kümmern". Ich hatte das Gefühl ein schlechter Freund zu sein obwohl ich rational wusste ich war es nicht.
Wir hatten allerdings schon die gemeinsame Wohnung unterschrieben und sollten dort einziehen. Meine Wohnung war gekündigt und ich hatte zu dieser Zeit auch meinen Job gekündigt weil ich dort aufgrund meines Vorgesetzten nicht mehr glücklich war. Es war alles einfach beschissen. Ich hatte Existenzängste bekommen und Schlafstörungen, selbst nachdem sie wieder zurück in meine Wohnung kam. Ich rutschte ab in eine Depression, da mir alles zuviel wurde. Sie hatte Verstädnis dafür aber ihre Bedürfnisse waren weiterhin an erster Stelle. Es war für mich sehr schwer das zu begreifen. Diese Person die ich so liebe. Wieso steht sie mir jetzt nicht bei ?
Wir zogen in die gemeinsame Wohnung. Ich war so depressiv das ich eine Tagesklinik besuchte und mich letztendlich mit therapeutischer Hilfe von ihr trennte. Ich hatte den Liebeskummer des Todes. Ich war in einer neuen Wohnung. Hatte keinen Job (ich wusste aber das ich schnell einen neuen finden werde) Job zur ablenkung und fühlte mich sehr einsam und alleine.
Ich arbeitet jeden Tag nach der Tagesklinik an der Wohnung um mir diese wieder wohnhaft zu machen. Ich lernte tolle Nachbarn kennen und bewarb mich um einen neuen Job, den ich auch dann bekam (Das tat meinem Selbstwert wirklich gut). Nach einem halbes Jahr der Trennung ging es mir langsam besser aber tägliches weinen und das Gefühl im Ar. zu sein für immer und ewig blieben. Es besserte sich wirklich nur langsam.
Ich begann aber zu verstehen das meine Ex ziemlich manipulativ war und mich sehr gebraucht hat für ihren Selbstwert. Sie sagte sogar einmal zu mir "Ich seih der Sinn ihres Lebens". Als ich das hörte hatte ich echt Angst bekommen. Es war mir eine Lehre so bedürftige Frauen in mein Leben zu lassen.
Im August letzten Jahres lernte ich dann eine Frau kennen. ich sagte ihr von Anfang an was ich für eine Zeit durchmache und das es mir oft nicht gut geht ect. Sie war für mich da. Für mein Befinden sogar zu viel. Sie sagte Sachen wie "Ich werde dich nie verlassen und das sie ziemlich sauer sei auf diese Menschen" usw. Rational wusste ich. Oh Oh. Junge das ist nicht noraml aber sie klebte ein RIESEN-PFLASTER auf meine Wunde. Ich verliebte mich in Sie und wir hattein eine sehr schöne Zeit. Sie hat mir sehr viel lebensfreude zurückgegeben und war eine wirklich nette Person. Ich konnte mit ihr nur leider nicht diskutieren. Sie war sehr konfliktscheu und hatte Verlustängste. Ich konnte nicht mit ihr diskutieren und sie redete mir ständnig nach dem Mund. Also entschied ich das mit ihr zu beenden bevor ich wieder in einer toxischen Beziehung lande.
Das war vor 4 Monaten. Ich hatte wiedermal schlimmen Liebeskummer. Schlafstörungen mit allem was dazugehört. Sie reißte förmlich das Pflaster ab was sie draufklebte als sie ging. Es war meine Entscheidung und deswegen muss ich damit auch leben. Leider mindert das nicht den Kummer. Mir geht es an Wochenenden immer noch teilweise sehr schlecht, vorallem weil ich entschieden habe vorerst Single zu bleiben und mein Leben geregelt zu kriegen. Das schlimmste ist das ich vor ein paar Tagen durch einen Freund erfahren hatte das sie bei Insta Storys mit einem neuen teilt. Mit Herzchen und soweiter. Wann bitte hat die das geschafft ? Sie muss ja nach 1-2 Monaten trennung die App wieder angeschmissen haben und sich den nächsten gesucht haben. Wie bei mir, nach 2 Monaten - Happy in Love Storys und alles das gut und beste.
Das war schon hart und hat mir gezeigt. Oh Boy zum Glück habe ich es beendet unter schmerzen. Ich wurde einfach ausgetauscht. Naja.
Ich möchte die nächste Zeit erstmal Single bleiben und mein Seelenwohl nicht mehr in die Hände von einer Partnerin geben. Allein glücklich sein ohne Partner. Schwer vorstellbar für mich. Ich hatte immer eine Partnerin. Das Leben erscheint mir momentan mega nicht lebenswert. Die ganzen schönen Momente und Tageseindrücke zu teilen. Alles was eine Partnerschaft halt ausmacht. Nähe und Geborgenheit. Ich weiß das wird wiederkommen in einer zukünfitgen Beziehung aber momentan ist alles einfach nur anstrengend.
Mit hilfe der Therapie erfahre ich langsam das ich gleichzeitig sehr Bedürftig bin und eine extreme Sicherheit ausstrahle was leider Frauen anzieht die selbst sehr Bedürftig sind. Ich weiß auch nicht wieso ich immer der Retter sein möchte für die Frauen. Vielleicht zuviele Disneyfilme als Kind geschaut oder so
Respekt falls sich das jemand durchließt und evtl. sogar antwortet.