kathy_
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ich habe jetzt gefühlt jedem in meinem Umfeld meine "Geschichte" erzählt, trete aber auf der Stelle und habe nicht das Gefühl weiterzukommen.
Ich habe meinen Ex-Freund im Juni letzten Jahres über Tinder kennengelernt. Ich war auf nichts aus, hatte vorher auch relativ lange Beziehungen, die mich aber nie so richtig "gepackt" haben. Mein Match war von Anfang an irgendwie perfekt. Wir haben vom ersten Schreiben an jeden Tag von morgens bis abends ununterbrochen geschrieben. Bis tief ich die Nacht rein und ab dem zweiten Tag haben wir jeden Abend telefoniert bis wir uns nach einer Woche dann getroffen haben. Wir wohnen ca. 1,5 Stunden auseinander, weswegen wir uns nur am Wochenende sehen konnten. Das erste Date war ebenfalls perfekt und wir haben beide gesagt, dass es vorher noch nie etwas so intensives gegeben hat und es sich nach so kurzer Zeit schon so vertraut anfühlt mit dem anderen. Da ich bis dahin noch nie richtig verliebt war oder "ich liebe dich" gesagt habe, hat er sich natürlich sehr bemüht mich für sich zu gewinnen und hatte damit auch Erfolg. Wir haben uns Hals über Kopf ineinander verleibt. Schon nach 2 Monaten haben wir geplant zusammenzuziehen (worauf warten?) und in den Urlaub zu fahren. Unsere Beziehung war wirklich maximal liebevoll. Im September haben wir dann unseren Urlaub geplant - ich muss dazu sagen, dass das alles von ihm ausging. Urlaub wurde geplant wir haben gebucht und Ende September habe ich irgendwie gemerkt, dass er nicht mehr ganz so aufmerksam war. Nach einiger Zeit habe ich es angesprochen aber er meinte es sei alles OK. Ich habe mir bis zum nächsten Gedanken "da stimmt was nicht" keine Sorgen gemacht und es dann wieder angesprochen - klar nervt es irgendwann, wenn jemand ständig etwas anspricht. Aber es war einfach irgendetwas anders. Das zog sich bis zum Urlaub. Im Urlaub selbst war er das komplette Gegenteil von dem, wie ich ihn kennengelernt habe.
Zur Info >> seine Erklärung für die Veränderung war, dass er im Beruf unglücklich war, den Stress mit nach Hause nahm und zusätzlich noch eine Menge private Baustellen hatte, über die er immer wieder grübelte.
Im Urlaub war er abweisend und manchmal sogar gemein. Nach dem Urlaub meinte er, er brauche erstmal Ruhe. Eine Woche später und einer komplett anderen Schreibweise (selten geantwortet, manchmal nur kurz und kanpp), kam dann der Anruf "wir müssen mal reden". Er beendete es wie folgt : Im Moment bekommt er meine Zweifel und seine ganzen Baustellen nicht unter einen Hut und wäre überfordert mit der Situation. Er würde es vielleicht in "nem halben Jahr oder so" bereuen, aber könne es jetzt in diesem Moment nicht. Seit dem Telefonat herrscht auch Kontaktstille. Von seiner und meiner Seite.Das ist nun 2 Monate her und ich habe das Gefühl von Tag zu Tag tiefer zu rutschen. Es geht mir nicht besser sondern immer schlechter. Ich habe ihm zu Weihnachten sein Geschenk und einen Brief per Post geschickt (hatte es bereits und zum wegwerfen war es zu schade). Darauf kam niemal etwas, bis meine beste Freundin aufgrund meiner Trauer ihm vor ein paar Tagen einfach geschrieben hat, ob es denn zumindest angekommen wäre. Daraufhin kam ein "ja, ich wollte mich auch bedanken, habe mich dann aber dagegen enschieden, weil ich mich ihr nicht wieder in den Kopf rufen wollte". Tja. Da fühlt man sich schon echt beschissen !
Es ist schwierig zu beschreiben, aber das was wir da hatten war SO unglaublich eng und vertraut das ich kaum glauben kann, dass er es weggeworfen hat. Zumal das alles hauptsächlich von ihm ausging. Ich habe zum ersten Mal sowas wie Liebe empfunden.
Nun plage ich mich also mit dem Gedanken, so etwas besonderes niemals wieder zu finden oder zu bekommen und das er meine "große Liebe" war, die ich nun verloren habe.
Ich denke ihm zu schreiben wäre falsch, weil er sich sicher melden würde sollte er seine Entscheidung bereuen.
Ich bin maximal verzweifelt und weiß einfach nicht mehr weiter.
