Jara
Gast
Nach mehreren Therapien ist es mir nun ganz gut gelungen, mich aus meiner von Gewalt geprägten Beziehung endgültig zu lösen. Ich bin nun nicht mehr bereit, mich jemals mehr zum Opfer zu machen bzw mich für meinen Partner aufzuopfern. Leider habe ich auf diese Weise den Grossteil meines Lebens verbracht, so dass ich nicht weiss, was ich sonst sinnvolles tun könnte. Ich fühle momentan einfach eine grosse Leere in mir und frage mich, was ich tun könnte um auf gesunde Weise wieder mehr im Leben Fuss zu fassen? Einen neuen Mann kennenzulernen traue ich mir noch lange nicht zu, fühle mich aber nun natürlich einsam und ungebraucht, was ich ja bisher immer krankhaft kompensieren musste. Einen Plan B hatte ich nie. In der Therapie wurde mir nur geraten, selbstständig mein Leben auf die Reihe zu kriegen und ich habe mittlerweile eine schöne Wohnung eingerichtet und einen guten Job bekommen. Trotzdem fühlt es sich nach wie vor so an, als würde etwas wichtiges fehlen. Ging es hier jemandem auch so? Muss ich wohl sogar dauerhaft einfach damit leben, so ähnlich wie ein Alk. mit Suchtdruck? Oder gibt es Rat, was man da tun könnte?
Wäre ich sehr dankbar dafür. Lieben Gruss, Jara.