Temo
Gast
Es ist nicht einmal mehr so, dass ich sagen könnte, dass ich sie zurück will. Aber meine Gedanken spielen mir einen Streich. Es ist kein Tag in den letzten 8 Monaten vergangen, an dem ich nicht an sie gedacht hätte.
Ich muss auch auf social networks immer schauen, was sie postet.
Mich interessiert was sie denkt, was sie fühlt, was sie macht. Obwohl ich seither meine Augen auch auf andere Frauen geworfen habe und auch das ein oder andere Unverbindliche geschah (ohne dass mir dabei meine Ex in den Sinn kam), so raucht mein Kopf immer noch. Das Gedankenkino lässt mich nicht los.... oder es ist andersherum und ich halte daran fest. Aber warum? Wozu? Ein Rest Hoffnung? Worauf? Ich weiß, dass es Aus ist, und bin ja nicht einmal erpischt auf einen Neuanfang. Ich kann mir auch ein Leben ohne sie vorstellen....aber hin und wieder vermisse ich sie doch so stark, dass ich sie gerne halten will. Aber kurz danach will ich nichts weiter als so weit wie möglich weg von ihr und bin froh, dass ich sie los bin, weil sie mir mein Herz vermutlich wieder in Stücke reißen würde.
Ist es die Sehnsucht danach doch Bestätigung zu finden, dass man Weltklasse war, besser als der Neue (also verletzter Stolz), ein Kick für's Ego sozusagen.
Das frage ich mich...aber eine wirklich schlüssige Antwort habe ich selber nicht. Ich bin verwirrt was meine Gefühle für sie betrifft. Ich empfinde sie immer anders. Manchmal sehne ich mich nach ihrer lieben Art und habe starke Gefühle, die mich zu Tränen rühren.... manchmal bin ich nur wütend auf sie aufgrund der Verletzungen....manchmal glaube ich, ich mag nur nicht mehr einsam sein......und dann die Frage ob es alles nur Gewohnheit ist.
Vorher wusste ich nicht woran ich bei ihr bin, jetzt weiß ich nicht woran ich bei mir bin.
Geht es irgendwem genauso? Das kenne ich so gar nicht von mir. Es ist alles drunter und drüber.
Was mich wirklich traurig macht, ist, dass ich nicht mit ihr umgehen kann. Wir haben sovieles miteinander geteilt, und jetzt sind wir wie Fremde, manchmal schon fast wie Feinde.
Ich finde das menschlich zutiefst enttäuschend und ich finde es einfach nur schrecklich. Aber ich weiß nicht wie ich den Umgang mit ihr bewerkstelligen soll. Zuviele Verletzungen, Enttäuschungen und mitunter auch noch romantische Gefühle, die auftauchen könnten. Es ist verzwickt.
Weder der Kontakt, noch die Kontaktsperre stellen mich zufrieden.
Ansonsten bin ich wieder recht glücklich. Habe tolle Freunde und Familie, habe einen guten Teil meiner Lebensfreude wieder......bin zwar immer wieder mal traurig, wenn ich dran denke, aber nicht völlig verzweifelt und am Boden wie lange Zeit.
Trotzdem kann ich nicht loslassen. Ich habe das Gefühl ich bin förmlich abhängig von meiner Ex....es ist wie eine Dro.. Und mein Kopf ist derzeit mein größer Feind. Wir haben keinen Kontakt und es fällt mir auch nicht mehr schwer ihr nicht zu schreiben.....aber die Gedanken sind da.... und bei Facebook reinschauen mache ich fast täglich.
Ich fühle mich danach auch nicht schlechter oder besser. Es geht nur darum, dass ich es immer wieder tun muss....wie eine Sucht eben.
Was kann ich dagegen tun?