gytha
Mitglied
- Beiträge:
- 28
- Themen:
- 2
- Mitglied seit:
Vor 5 Wochen war bei uns die Welt noch in Ordnung. Wir waren 3 Jahre zusammen und haben eine nicht unbedingt alltägliche Beziehung geführt. Der Alltag schlich sich zwar auch bei uns langsam und leise ein, für mich war er aber kein Problem.
Bis an jenem Tag, an dem er mir sagte, daß er Probleme mit unserer Beziehung- mit Beziehung allgemein- hätte und nicht wüßte, ob er überhaupt noch eine mit mir haben wollte. Er hätte eine Frau kennengelernt, die ihm bewußt gemacht hätte, was ihm alles bei uns fehlt, er fände keine gemeinsame Ebene mehr und könne sich mir nicht mehr öffnen.
Wie gesagt, bis dahin war alles soweit okay, außer daß wir bedingt durch seinen stressigen Job weniger Zeit zum Reden hatten. Ich neige dazu Fluch nach vorne zu betreiben und wollte aus verletztem Stolz gleich alles hinschmeißen. Er reagierte darauf gar nicht, so wie er die nächsten 3 Wochen auf nichts reagiert hat, was ich sagte.
Mir wurde schnell bewußt, was ich mit ihm verlieren würde und versuchte zu kämpfen, aber bei ihm waren die Rolläden schon unten, er meinte Frauen würden immer so emotional reagieren, ich solle die Dinge doch so nehmen wie sie sind. Er würde sich eine Wohnung suchen und wir würden Freunde bleiben.
Ich sollte einfach so von Liebe auf Freundschaft umswitchen, das konnte ich nicht und forcierte seinen Auszug. Ich habe mich dann aktiv mit Trennung und deren Bewältigung auseinandergesetzt, aber ich liebe diesen Mann einfach von ganzem Herzen.
Vor 5 Tagen konnten wir uns dann zum ersten Mal wieder "auf einer Ebene" unterhalten, er sagte mir, daß er Angst hätte, bei uns würde der selbe Film wie in seiner gescheiterten Ehe ablaufen, er hätte noch Gefühle für mich, könnte aber Beziehung so nicht leben.
Mit der anderen Frau würde ihn eine Seelenverwandtschaft verbinden, er wolle keine neue Beziehung mit ihr anfangen, aus Angst, es könne wieder in die selbe Schiene laufen.
Ihm würde ein "sich-aufeinander-beziehen" mit ihr reichen, sich sporadisch treffen und dann ganz füreinander da sein, ohne Alltagstrott.
Als wir uns das letzte mal sahen, sagte er, er wisse auch nicht, ob das was er täte, das richtige wäre, aber er bräuchte Zeit und Ruhe um sich über sich klar zu werden, das könne er mit mir nicht.
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll, es will mir nicht in den Kopf, daß er seinen einfach so in den Sand steckt und nicht ein bißchen um uns kämpfen will. Ist er von IHR so verblendet, fühlt er wirklich noch etwas für mich, haben wir noch eine Chance?
Soll ich ihn jetzt einfach in Ruhe lassen, auch wenn er sagt, ich solle ihm ruhig Briefe schreiben, meine Meinung wäre ihm wichtig?
Heute ist er ausgezogen.
Ich brauche Rat.
Danke für's "zuhören"