Melanie53
Gast
"Abschied nehmen und Neuanfang suchen" ist leichter gesagt als getan. Vor allem nach so langer Zeit - über dreißig Jahre, das ist schon ein halbes Leben - und mit 53 Jahren. So gesehen auch äußerst unfähr von meinem Mann, der angeblich schon seit zwanzig Jahren die Absicht hatte sich von mir zu trennen, dies erst jetzt zu vollziehen. Die Kinder sind schon längere Zeit aus dem Haus, er hätte schon vor rund zehn Jahren gehen können. So gesehen hat er mir auch diese Zeit als Chance genommen. Und dadurch, dass er mich über seinen - angeblichen - Plan im Unklaren gelassen und wohl tatsächlich schon vor langer Zeit eine innere Trennung vollzogen hat, hat er mir/uns all die Zeit auch die Chance auf eine Änderung/Verbesserung unserer Beziehung genommen. Ich habe mich jahrelang daran abgearbeitet und muss jetzt davon ausgehen, dass das von vorne herein aussichtslos und umsonst war. Und das alles, weil mein Mann wohl schlicht und einfach zu feige war, mir gegenüber ehrlich zu sein und eventuelle Konsequenzen zu tragen. Das u. a. nennt meine Therapeutin, die nicht aus dem Mittelalter kommt, genauso wie mein Arzt (Psychiater), infantil (nicht meine Bezeichnung!). Außerdem ein Jahr lang ständiges Lügen und Hintergehen (weil er sich ja nicht entscheiden konnte
Das eine Beziehung nicht mehr funktioniert, das passiert eben manchmal oder sogar oft. Aber wie man damit umgeht und wie man sich seinem Partner gegenüber verhält, wenn man die Beziehung beenden will, das ist hier doch der Punkt, um den es - denke ich - in den Beiträgen u. a. geht. Eine Trennung an sich ist schon extrem schmerzhaft, aber wenn man vom Partner auch noch dermaßen respektlos behandelt wird, ist es noch schlimmer. Dass muss doch nicht sein!?
So, und ich muss jetzt ins Bett.
