Zitat von Elerya:Und privat habe ich auch zu viele Leute, zu viele Einladungen, Beruf und Privat mischtsich auch. Mama meinte letztens schon, von deinen ganzen Terminen wird einem ja schwindelig. Ja, mir auch.
Du kannst gar nicht allen gerecht werden. Die ganzen Kontakte....
Hauptsache, es macht dir Spaß und zehrt dich nicht auf.
Ich habe mich gerade gegen einen Hund entschieden. Es gibt so viele Gründe FÜR den Hund. Und diese spezielle Hündin wäre genau richtig. Aber mein Bauchgefühl hat mich zum wiederholten Mal gewarnt, ein neues Familienmitglied aufzunehmen. U.a. denke ich nämlich, dass es mich dann nur wieder davon abhält, an meinen Baustellen zu arbeiten. Endlich mal voranzukommen, etwas zu verändern, etwas in Angriff nehmen, etwas Neues machen, das bei den Problemen weiterhilft. Die Hündin würde mich wieder so fordern, dass ich wieder nicht zur Besinnung komme.
Zitat:Dein Ostseezimmer, das hört sich toll an. Ich liebe die Ostsee

. So ein Zimmer dort zu haben, wo man immer Zuflucht suchen kann, das wäre auch mein Traum

.
Es ist hell und still, und es hat eine hohe Holzterrasse gegen Westen, Grün drumrum. Unten eine kleine Dusche und eine kleine Küche. Es wird erstmal wieder so eingerichtet, wie ICH es mag und nutzen möchte und für meine eingeladenen Gäste. Alles weitere hat sich bisher immer ergeben.
Die Verlassenen sind arm dran!
Mit ihrem Kummer können sie niemanden zurückgewinnen. Allenfalls ein schlechtes Gewissen machen.
Heute morgen konnte ich gerade noch die unsichtbare schwere Bleidecke von mir nehmen, und ich stand auf.
Dann bin ich geflüchtet, weg an die Ostsee. Mit einer Freundin. Das tat gut.
Aber zu Hause sah ich das ganze Chaos, und ich fing an, Holz zu sortieren und zu säubern und zu stapeln.
Dann kam zum ersten Mal WUT in mir auf. Auflehnung. Aggression. Gegen ihn. Gegen alle und gegen alles. Es würgte mich, und es war fast wie damals vor dem Schreikrampf. Aber diesmal war ich allein, und niemand hat mich so unmittelbar konfrontiert und in die Verzweifllung getrieben wie damals meine Mutter. Deshalb bin ich noch in einem relativ gefassten Zustand.
Irgendwie komme ich mir undankbar vor. Schließlich kann man das ganze auch anders sehen. Aber abgesehen von dem äußeren Konstrukt einer Liebesbeziehung gibt es ja noch die psychische Ebene, und die spielt in einer Beziehung eine erhebliche Rolle. DA sitzt das Ding, das bearbeitet werden will. Und mit der Flucht nach draußen läuft man vor der Chance weg, die man dadurch hat. Ja. So ist es wohl.