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Ich bin eine Narzisstin - man muß sich dem stellen

pferdediebin

pferdediebin

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Ich bin diesem Forum extrem dankbar. Die Tatsache, daß so viele Menschen dieselben Probleme haben hat mir so viel zu denken gegeben, daß ich endlich am Boden der Tatsachen angekommen bin. Es mag ein Problem der Gesellschaft sein, die schnelllebige Zeit, der Konsum und die Gier. Sehen und behandeln kann ich nur die Symptome, die es in meinem Leben zeigt. Und ich hab es lange Zeit nicht sehen wollen. Ich bin einfach nur eine Narzisstin. Und das ist der Grund für all meine Probleme, in der Vergangenheit und Gegenwart. Und das ist nicht das Forum.wo ich mich damit auseinandersetzen kann, deshalb tu ich's auch nicht weiter. Aber an alle, die nicht loslassen können, obwohl sie es besser wissen, oder die, denen Verlust viel zu lange und zu intensiv weh tut und alle, die sich nicht lösen können, obwohl sie offensichtlich nicht geliebt werden, setzt euch damit auseinander, vor allem mit der weiblichen Form, wenn ihr Frauen seid. Die ist nämlich raffiniert anders. Der Weg ist der Schmerz, und wem wir erlauben ihn hervorzuholen.
Und nochmals DANKE an alle und eure Geschichten.

Alles Gute

pferdediebin

03.06.2017 00:19 • x 6 #1


Luto

Luto

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Zitat von pferdediebin:
Und das ist nicht das Forum.wo ich mich damit auseinandersetzen kann,

warum nicht?

03.06.2017 00:46 • x 1 #2


candysandy

candysandy

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:kratzen: Sorry versteh nur Bahnhof.Könntest das mal genauer erläutern?

03.06.2017 10:42 • x 4 #3


pferdediebin

pferdediebin


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Lieber Luto!

Ich weiß auch nicht. Bin grad ein bissl zerstört. Muß alles neu einordnen.
Ich weiß nicht, ob das was ich schreibe wirklich echt ist. Meine grandiose Fassade: Ich bin so stark, ich hab alles hinter mir und mir kann keiner mehr was, ist mir weggebröselt.
Die vielen Schmerzen hier, ich möcht immer helfen, aber warum?

crazy horse

03.06.2017 13:47 • x 2 #4


pferdediebin

pferdediebin


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Liebe candy!

Ich leider auch :wand: , und ich erkläre es gerne, wenn du mir genaue Fragen stellst. Mein Hirn hat einen ziemlichen Ausnahmezustand.

03.06.2017 13:58 • x 1 #5


Luto

Luto

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wie war denn Deine Fassade, und wie und warum ist sie dir weggebröselt?

03.06.2017 14:05 • x 1 #6


pferdediebin

pferdediebin


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Lieber Luto!

Meine Fassade?
Ich beschreibe dir, was ich jetzt getan habe. Erster Impuls: Ich brauche Bücher. Bücher sind meine besten Freunde. Gleichzeitig hinterfrage ich mich: Willst schon wieder alles allein machen? Blinder Aktionismus?
Ich möcht das sofort und ungeduldig wieder in Ordnung bringen, fühl mich aber gleichzeitig so erleichtert.
Bevor ich mich unter die Menschenmassen am Samstag in der Stadt mische, überlege ich, ob ich mich nicht lieber schminken sollt, weil ich hab mal dort gearbeitet. Aha? Fassade aufpolieren? Mädl, du bist fast 50, du darfst sch.eiße aussehen. Aber du darfst dir auch eine optimistische Fahrradpumpe kaufen.
Nichts ist mehr normal.
Ich bin eigentlich ein Fall wie aus dem Lehrbuch,was ich so gesehen hab. Eltern mit Suchtproblemen, Vernachlässigung, zu jung in eine destruktive Beziehung gerettet. In der Not hab ich gelernt unheimlich stark zu werden, was aber heißt, ich steige über mich drüber, als gäbe es mich nicht. D.h. meine männlichen Anteile kultiviert bis zum geht nicht mehr, nur um nie mehr schwach zu sein. Ich brauche nichts und niemanden, ich kann das allein, und ich informiere mich immer so lange, bis ich mich auskenne, denn dann bin ich unangreifbar.
Und weil ich meine starken Gefühle nicht ertragen konnte, habe ich sie mir mit viel Realität ausgeprügelt.
Dann kam noch folgendes dazu, und wenn ich das sage, habe ich Angst auf allerlei Tränendrüsen zu drücken.
Mein Ex hat sich lange nach unserer Trennung ein kleines Haus am Waldrand gemietet und renoviert, und weil er wußte, daß ich mir immer schon gewünscht habe, einmal ein Fliesenmosaik zu machen, hat er mir angeboten, mich auszutoben. Und dort hat mich eine Zecke gebissen, und ich bekam Borreliose. Das wurde aber sehr spät erkannt, die Symptome waren so vielfältig, die Wanderröte kam erst später, das war lange nur eine juckende Stelle. Die 6 Wochen Antibiotika waren für nichts, und seitdem muß ich mit CFS (Chronic Fatigue Syndrom) herumschlagen, das ist eigentlich eine Erkrankung des Immunsystems, weil Borrelien wahre Verwandlungskünstler sind, und das Immunsystem wird hyperaktiv in seiner Verzweiflung. Und Co-Infektionen kommenauch noch dazu. Dadurch sinkt der Serotoninspiegel im Blut, und du bekommst gratis Depressionen dazu. Und bist IMMER schwach und IMMER erschöpft.
Noch dazu kennt sich da kaum jemand aus, es ist unheilbar, die Ärzte nehmen dich nicht ernst, du solltest kämpfen aber du kannst grad nicht. Du solltest auch mit dem Teenager (damals) kämpfen, der da draussen sitzt aber du kannst nicht. Du überlegst stundenlang, wann du dich wieder im Bett umdrehen kannst, oder ob du genug Kraft hast aufs Klo zu gehen. Aber du MUSST einkaufen, du MUSST deinen Haushalt irgendwie auf die Reihe bekommen.Und gleichzeitig hast du Angst, daß dein Leben für immer so bleibt, du nie wieder stark wirst, denn du erholst dich selbst nach 18 Std. Schlaf nicht. Und erst nach 10 Jahren wurde, nach meiner intensiven Recherche, die Diagnose gestellt. Vorher hieß es: Erschöpfungsdepression.
Und jetzt sehe ich die Parallelen, ich hab mir einfach nichts erspart, der Schmerz hat sich einfach einen anderen weg gesucht. Und sobald ich nur irgendwie arbeiten konnte, hab ich gearbeitet, meine Existenzängste waren mein Antrieb. Dann wieder Zusammenbruch. And so on. Meine, jetzt offensichtliche, Schwäche versuchte ich durch viel Leistungsfähigkeit zu kompensieren. Aber ich hatte gar nichts mehr. An Beziehungen war in der Zeit gar nicht zu denken, aber eine hab ich gehabt, BINGO, einen Narzissten im Liebeskummer, den ich trösten wollte, und der nichts besseres zu tun hatte, als anzudocken. Und ich war ja so bedürftig. Ich war also wieder in einer Situation gefangen, wo ich etwas ausgeliefert war, dessen ich nicht Herr werden konnte, meine Wahrnehmung wurde von Autoritäten nicht anerkannt, und ich war so schwach wie noch nie. Meistens dauern diese Episoden ca. 15 Jahre. Ein besonders Störendes Symptom ist die Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus, ich hab mich irgendwann meinen Schlafstörungen ergeben, und begonnen Nachts zu arbeiten, da wurde ich dann wenigstens nicht mehr so oft krank. Nur die Auswahl ist halt beschränkt.
Man darf die Macht der Schmerzen nicht unterschätzen. Ich habe mich einfach in eine NOCH ärgere Situation bringen müssen, weil ich ja so superstark war. Und ich habe es großteils sogar überwunden, habe gelernt mir meine Energien einzuteilen, meine Schwäche zu akzeptieren, mehr auf mich aufzupassen, achtsam zu sein. Ich hab gelernt mich zu fragen, wie ein kleines Kind: Soooo, was magst du jetzt? Bist du müde? Hast du Hunger? Magst ein Eis? Magst mit jemandem reden? Weil die Depressionen machen einen ja so unkommunikativ.
Und was tue ich? Trotzdem?
Ich arbeite zuviel, bin immer nur auf Autopilot, denn der macht das super, während ich innerlich wegbreche. Aus Angst nicht schlafen zu können, und noch mehr Probleme zu haben, nehme ich Medikamente. Ich nehme auch Antidepressiva (18 Jahre), sonst wäre ich nur ein Häufchen heulendes Elend, und jedes Mal, wenn ich ausschleichen will, passiert irgendetwas Arges, und ich kann nicht. Eine Psychologin in einem Kriseninterventionszentrum, das ich mir einmal erlaubte, meinte ich soll nicht so hart zu mir sein, das eher so sehen, als wäre ich Diabetiker, die fragen sich auch nicht, ob sie wirklich Insulin brauchen, oder wollen es aus Stolz nicht nehmen.
Mahhh, ich muß leider immer so ausführlich werden, weil das großen Raum eingenommen hat. Und mich erschlägt die Dimension des Ganzen.
Gleichzeitig bin ich irgendwie so dankbar, ich kann es nicht erklären, daß da etwas ist, das mich niemals aufgibt, es schickt mich in die Hölle und retour, aber nur weil ich mich sonst selbst zerstöre.

Muß Pause machen..

pferdediebin

03.06.2017 18:51 • x 6 #7


Küstenperle

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ok pferdediebin - ich hab einen Beitrag vor vielen Tagen mal sinngemäß mit: schreibe mehr - Du hast eine Aussagekraft, hinter der wohl ne Menge Erfahrung und aufstehen aus Leid steckt.
Da hast Du hier Erklärung geboten. Respekt. Kein Wunder dass Du so weise schreibst

03.06.2017 19:01 • x 1 #8


Yonda

Yonda

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Hallo liebe Pferdediebin,

ich habe mich in weiten Teilen deiner Selbstanalyse wiedererkannt.

Ich war mit einem "gehemmten" Narzissten verheiratet und wir sind gewiss deshalb so aufeinander geflogen, weil wir sehr ähnlich ticken.

03.06.2017 19:30 • x 1 #9


ysabell

ysabell

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Hey liebe Pferdediebin,

ich habe ja schon einige und sehr geistreiche und einfühlsame Beiträge von Dir gelesen...
Mein Eindruck ist, dass Du vielleicht zu stark in Extreme verfällst. Von- Ich packe alles! Zu- In Wirklichkeit bin ich gar nicht stark! Alles nur Show! Eigentlich bin ich ne Narzisstin usw.
Letzteres erscheint Dir vielleicht nur so weil Du Dich so sehr verausgabst, dann zusammen klappst, nur noch Deine Unzulänglichkeiten oder Deine Schwäche spürst und dann denkst- Aha! das ist nun die wahre Pferdediebin! Bist dann überkritisch und pathologisierst selbst die Frage, ob Du Dich schminken sollst oder nicht. Hui! Du bist sehr streng mit Dir :kuss: Ich sehe Dich gerade echt vor meinem geistigen Auge mit ner Peitsche in der Hand selbst antreiben. Und hast Du einen kleinen Fehler gemacht- Zack- einen Peitschenhieb mehr!
Ich denke Du bist eine sehr starke Frau...und manchmal auch schwach und bedürftig...wie wir alle :) :trost:

Und ich vermute, dass Du ganz viel in Deinem Leben in einer Art "Überlebens-Automatismus" tust. Immer ein exstentielles Gefühl, das antreibt oder zusammen klappen lässt.
Das brennt einen natürlich total aus. Man steckt seine Energie nicht einfach nur in das, was man erreichen möchte oder was man so zu bewältigen hat..., gleichzeitig ist der Notrufalarm in einem aktiviert und schrillt wie verrückt.
Vielleicht irre ich mich ja auch. Aber dieser Beitrag von Dir wirkt so auf mich...Und ich kenne das vn mir selbst....
Kannst Du denn Herausforderungen, Aufgaben...auch einfach mal ehrgeizig, aber dennoch ruhig und gelassen angehen?
Ich selbst übe das gerade und immer wieder :D Manchmal sind es ganz banale Aufgaben, die zu erledigen sind und ich merke, dass ich innerlich derartig kämpfe, brenne, als ginge es ums Überleben. Habe Jahre gebraucht, um überhaupt zu schnallen, dass es auch anders geht und dass meine Hauptenergie in diesen Kinderexistenzkampf geht.

Lass Dich doch mal in Ruhe -
verschnaufen :D

03.06.2017 19:32 • x 6 #10


Eswirdbesser

Eswirdbesser

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Zitat von pferdediebin:
daß da etwas ist, das mich niemals aufgibt, es schickt mich in die Hölle und retour, aber nur weil ich mich sonst selbst zerstöre.


Du hast es schon festgestellt, wenn du nur nach dem männlichen Prinzip lebst..

Also immer ins machen und tun gehst, auf deine Unabhängigkeit "pochst", wird dir das Leben, das weibliche Prinzip also das Geschehen lassen, schwach sein,abhängig sein, in dein Leben bringen...

Den ein Mensch, kann auf Dauer nicht einseitig leben, das Leben will immer Ausgleich...

Auch wenn dieser Ausgleich knuppelhart ist , wie bei dir :freunde:

03.06.2017 19:47 • x 2 #11


Yonda

Yonda

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@ysabell

Das klingt mir auch in meinem Fall recht schlüssig. Ich oszilliere so oft zwischen den schlimmsten Selbstzweifeln und dem starken Powerfrauending hin- und her. Nach außen schätzen mich viele als echt starke Frau ein, aber nach innen fühle ich nur ängstlichen Wackelpudding. Diese beiden Extreme in Synthese zu bringen, d.h. beides bin ja ich, gleichzeitig. Diesen Spannungsbogen auszugleichen ist so kraftraubend.

03.06.2017 20:01 • x 8 #12


pferdediebin

pferdediebin


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Liebe Ysabell!

Du hast das gut gesehen, aber GENAU DAS ist auch ein Symptom des weiblichen Narzissmus. Wirklich, mir hat's das Hirn rausgehauen, wie ich das gelesen hab. Ich hab das so gesehen: Ich arbeite so gern, und ich habe genug harte Zeiten hinter mir, daß ich die finanzielle Sicherheit mittlerweile liebe. Und ich hab zwar diese blöde Krankheit, aber ich lass mir nichts anmerken. Ich bin meist gut drauf, und kann andere wunderbar motivieren, auffällig ist vielleicht, daß ich jedes Mal, wenn ich zuviel Stress abbekomme, in Selbsthass verfalle. Dann schrei ich dauernd: Ich hasse mein Leben, werde kopflos, übersehe Hilfe und pfauch noch herum.
Aber das hab ich den neurologischen Schäden zugeschrieben, die die Viecher angerichtet haben.
Und leider gebe ich nicht auf, bevor ich nicht mehr kann, denn ich bin es gewöhnt, nicht zu können. Ich nehme mich da nicht mehr so ernst. Ich seh ja, was alles geht, wenn man muß. Ich merke erst, wenn der Drehschwindel kommt, hoppla, jetzt mußt aufpassen. Obwohl es da eigentlich schon wieder zu spät ist.
Aber Funktionieren ist viel wichtiger.
Und ich wäre ja von meinen Anlagen her ein körperlich robuster Mensch, mit viel Energie. Wenn ich einmal etwas anfange wird es zum Selbstläufer. Vor allem, wenn ich es für Andere tue.
Aber echte Stärke ist, wenn dich gewisse Dinge, wie Kritik und Zurückweisung nicht seelisch verwunden. Wenn du damit umgehen kannst, daß Andere besser sind, und nicht Angst bekommst, daß man deine Schwächen erkennt.
Und da harpert's. Ich dachte, es ist normal, denn ich sehe es ja oft genug. Aber meine eigenen Reaktionen waren mir schon öfter suspekt.
Das heißt, um bei dem banalen Beispiel, das ich gebracht habe, zu bleiben, ich schminke mich nicht für mich, weil ich mich dann hübscher finde. Sondern um etwas zu verbergen, vor Leuten, die mich kennen.
Ich kenne nur noch die zwei Modi, Arbeiten oder Schlafen, und ich kann nix ruhig und gelassen angehen, weil ich mich so extrem motivieren muß, um dann endlich wieder schlafen zu dürfen. Was ich aber mittlerweile gut kann: Nix tun :), Sachen aufschieben, ohne Angst zu haben, ich vergesse darauf, oder "wer-weiß-wann-sich-das-wieder-ausgeht".

Aber danke, daß du mich vor mir in Schutz nehmen willst :freunde:

pferdediebin

03.06.2017 20:27 • x 4 #13


pferdediebin

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Liebe Yonda!

Und genau das ist es, was es so krank macht. Wenn ich denke, wie oft ich mehr Verantwortung übernehme als ich muß, nur damit mir niemand etwas anschaffen kann. Wenn mir jemand sagen muß, was ich zu tun habe, verteidige ich mich dafür, daß ich es nicht selbst gesehen habe. Meine Arbeitgeber haben natürlich immer die größte Freude mit mir,
solange bis mein Immunsystem mich wieder ausbremst.
Denn dann kann es passieren, daß ich aufwache, möcht mich zur Arbeit fertig machen, und hab auf einmal 38,5. Und vorher war NIX, nicht einmal ein Schnupfen.
Jetzt sehe ich es erst: ich habe keine internes Regulativ, deshalb haben sie mir ein Externes eingebaut. Echt schlau!

Alles Liebe dir

pferdediebin

03.06.2017 20:46 • x 1 #14


pferdediebin

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Liebe Küstenperle!

Jetzt mußte ich ein bissl länger überlegen, weil das grad so zwiespältig ist.
Ich danke dir so, und ich freue mich, daß meine Erfahrungen für etwas gut sind.
Aber! Ich müßte jetzt bei jedem Beitrag dazuschreiben...aus der Sichtweise einer Komplementärnarzisstin...
Ich bemühe mich so darum, das Richtige zu sagen, weil ich weiß, daß Banalitäten und Phrasen nichts können.
Aber oft bewirken Beispiele etwas, weil sie andere Möglichkeiten aufzeigen, oder Ängste nehmen.
Leider sind weibliche Narzissten Meister der Empathie, weil es zu ihrem Selbstschutz gehört, alle Gefährdungen wahr zu nehmen.
Also ist mein Mitgefühl vielleicht auch etwas, mit dem ich Aufmerksamkeit suche. Und der, der meint, helfen zu können, ist auch immer in einer überlegenen Position, ist also nicht der Schwache, der Hilfe braucht.
Mit meinem andauernden "Aufstehen" bilde ich mir ein, daß mein Weg der Stärke der Richtige ist, und ich habe meine Beiträge nochmals durchgelesen, das klingt da überall durch. Alles geht, ihr müsst euch nur trauen, seht her, ich habe es ja auch geschafft, obwohl es ganz hart war, usw.
Irgendwie hab ich auch den Anspruch an mich, ein guter Mensch zu sein, d.h. Ich will nicht lügen, außer es ist wirlich notwendig. Ich will helfen, weil ich mir blöd vorkäme, es nicht zu tun, wenn ich es kann. Ich will durchschaubar und verlässlich sein, weil ich durch den Narzissten gelernt habe, wie weh das tun kann, wenn das Alles nicht so ist.
Ich bin hier hereingeschneit, weil ich Informationen gesucht habe, und habe sofort angefangen Hilfe anzubieten. Und ich freue mich wirklich, wenn ich jemandem helfen kann. Und ich hab mich sehr zufrieden gefühlt in meinem momentanen Frieden, und der Gewissheit, daß ich Vieles schon überwunden habe. Und ich habe Anerkennung dafür bekommen. Das bedeutet mir mehr, als ich momentan zugeben kann :?

Du gibst mir ungewollt noch einen Anstoß

danke dir

pferdediebin

03.06.2017 21:54 • x 4 #15






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