Zitat von Heike1307: Liebe TE, das war nicht die AF, dein Mann macht da genauso mit. Ich finde es nicht gut, immer alles auf die AFF zu schieben. Er wurde ja nicht gezwungen.
Ja. Das konnte ich aber am Anfang auch noch nicht so sehen. Mit der Zeit ging das immer besser. Ich bin zwar nach wie vor auch noch wütend auf die AF - aber mir ist gleichzeitig komplett klar, dass der Hauptverantwortliche mein Ex ist. Ich glaube, diese Erkenntnis kommt parallel mit dem "Entlieben".
Zitat von Gast006: Diese Diskussion finde ich immer ein wenig skurril. Denn - so wird es hier ja oft beschrieben und ich meine zurecht - suchen sich ja Affärenführende im Nachhinein oft Gründe, warum die Ehe nicht intakt war. Und finden diese natürlich auch. In keiner engen Beziehung - egal ob auf der Arbeit, im Freundeskreis oder eben in der Ehe - gibt es ein ständiges Hoch, sondern eben auch mal Tiefs.
Diese angeblich immer und jederzeit intakte Ehe halte ich für einen Mythos.
Exakt so sehe ich das auch. Deswegen nervt mich auch immer dieser Spruch "In eine intakte Beziehung kann kein/e Dritte/r eingrätschen.".
Zitat von ElliSpirelli1: Wachrütteln vielleicht, aber die Affäre beenden wird er sicherlich nicht. Eher im Gegenteil, für ihn ein Grund mehr an ihr festzuhalten. Dann bin ich für ihn ja die Furie.
Ja - so wird es aller Voraussicht nach kommen. Versuch, das dann so wenig wie möglich an Dich heranzulassen.
Zitat von ElliSpirelli1: Zurücknehmen stand heute eher nein, wie soll ich sicher gehen, dass er nicht bei der nächstbesten Gelegenheit wieder den Kontakt sucht.
Ja - ich hätte das auch nicht gekonnt - auch wenn ich in der ersten Zeit natürlich noch irrational gehofft habe, dass er irgendwann mit Tränen in den Augen vor der Tür stehen würde. Ich bin sehr sicher, dass ich ihm niemals mehr hätte vertrauen können (nicht mal unbedingt dahingehend, dass er wieder Kontakt zu der AF aufnimmt oder sich eine andere Affäre sucht - sondern einfach deshalb, weil ich mir nie mehr hätte sicher sein könnte, dass seine Liebe zu mir "echt" ist).
Zitat von ElliSpirelli1: Er ist völlig verknallt und sieht derzeit nur sie. Jedes Gespräch ist anstrengend und ist nicht zielführend.
Genau - so war das bei uns auch. Man hat auch ganz klar gemerkt, dass er keinerlei Bedürfnis mehr hatte, über die vergangene Beziehung, die Trennungsgründe u.ä. zu sprechen. Ich habe entsprechende Versuche dahingehend dann auch sehr schnell gelassen - hat einfach nicht viel gebracht - auch wenn ich einen sehr großen Klärungsbedarf hatte.
Zitat von Admaro: Klar ist, dass du jetzt heilen musst, das geschieht richtigerweise durch Abnabelung. Dadurch zeigst du ihm, dass du seine "verursachte" Situation akzeptierst, aber zu deinen Bedingungen. Er hat sich entschieden und muss die Konsequenzen nun selbst tragen.
Genau so. Du kannst ihn nicht daran hindern, zu gehen - aber er hat jetzt bei Dir auch keinerlei "Rechte" mehr (ist blöd formuliert, aber ich glaube, Du weißt, was gemeint ist): Du hast keinerlei Verpflichtung dahingehend, seine "Freundin" zu sein oder was auch immer. Deine "Pflicht" ist es, Dich über Sachliches und Organisatorisches in einem höflichen Ton mit ihm auszutauschen - that's it.