Gwenwhyfar
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Genau wie Yonda bin ich selbst Mediatorin.
Die schlimmste Mediation, die ich selbst geführt habe, war die Situation, dass ein Mann eine Frau zurück wollte, die entschieden war. Er machte allerlei Vorschläge, was man doch drehen und unternehmen könnte und sie hoffte, dass er endlich begreift, dass sie für immer die Nase voll hat. Er war hinterher zerstörter als vorher.
Mediation finde ich immer sinnvoll, um den besten Weg für Kinder zu finden, eine Scheidungsvereinbarung zu treffen.
Ich bin ehrlich, in so einer Konstellation würde ich das nicht machen. Wie schon angesprochen, werden nur die Karten gezeigt, die er zeigen will. Die andere existiert und wird sich nicht morgen in Luft auflösen.
Wenn überhaupt, muss das jetzt alles erstmal sacken. Du bist da durchaus nicht auf dem Holzweg, Kanister. Die Fälle in denen Männer vor der Verantwortung Haus und Kind flüchten, sind zahlreich. Allerdings finde ich es dann recht widersinnig, sich eine Frau mit 3 Kindern und den entsprechenden Verpflichtungen ans Bein zu nageln.
Versuch erstmal Dein eigenes Leben zu regeln. Wenn Du in Deinem Job nichts findest, könntest Du umsatteln. Oder erstmal etwas völlig *Minderwertiges* arbeiten. Mache ich auch gerade und es macht sogar Spaß. Lücken im Lebenslauf machen ihn auch nicht schöner. Zudem knackst sowas den Selbstwert an und belastet in der Tat die Beziehung.
Was mir noch so aufgefallen ist, mein Mann erzählte mir als erstes von seiner Ex, dass sie keinen Bock hätte zu arbeiten und nur bei Freundinnen rumhing, während er da auch eine harte Phase beruflich hatte. Auch auf Deinen Mann wirkt das vermutlich anders als auf Dich selbst, da Du ja Deine eigenen Beweggründe verstehst.
Magst Du Dich unabhängig machen? Innerlich wie äußerlich?
Mach nochmal eine KS. Du antwortest ihm natürlich, aber freundlich und knapp. Organisatorisches wird selbstverständlich geregelt. Und dann kümmer Dich erstmal um Dich. Du hast ganz klar große Wunden jetzt, die versorgt werden wollen.
Ein paar Denkanstöße noch zum Schluss:
Was hast Du von Deinem Mann erhofft und erwartet? Konntest Du ihn sehen und akzeptieren als der, der er ist? Konntest Du ihn für seine Arbeit anerkennen? Kannst Du Dich anerkennen, so wie Du bist? Auch Dich ermutigen weiter zu gehen?
Gespräche bringen häufig noch mehr offene Fragen. Du solltest wirklich gut überlegen, ob Dir das Dein Seelenkostüm wert ist. Die W-Fragen schweigen erst, wenn der Kummer überstanden ist.
Die schlimmste Mediation, die ich selbst geführt habe, war die Situation, dass ein Mann eine Frau zurück wollte, die entschieden war. Er machte allerlei Vorschläge, was man doch drehen und unternehmen könnte und sie hoffte, dass er endlich begreift, dass sie für immer die Nase voll hat. Er war hinterher zerstörter als vorher.
Mediation finde ich immer sinnvoll, um den besten Weg für Kinder zu finden, eine Scheidungsvereinbarung zu treffen.
Ich bin ehrlich, in so einer Konstellation würde ich das nicht machen. Wie schon angesprochen, werden nur die Karten gezeigt, die er zeigen will. Die andere existiert und wird sich nicht morgen in Luft auflösen.
Wenn überhaupt, muss das jetzt alles erstmal sacken. Du bist da durchaus nicht auf dem Holzweg, Kanister. Die Fälle in denen Männer vor der Verantwortung Haus und Kind flüchten, sind zahlreich. Allerdings finde ich es dann recht widersinnig, sich eine Frau mit 3 Kindern und den entsprechenden Verpflichtungen ans Bein zu nageln.
Versuch erstmal Dein eigenes Leben zu regeln. Wenn Du in Deinem Job nichts findest, könntest Du umsatteln. Oder erstmal etwas völlig *Minderwertiges* arbeiten. Mache ich auch gerade und es macht sogar Spaß. Lücken im Lebenslauf machen ihn auch nicht schöner. Zudem knackst sowas den Selbstwert an und belastet in der Tat die Beziehung.
Was mir noch so aufgefallen ist, mein Mann erzählte mir als erstes von seiner Ex, dass sie keinen Bock hätte zu arbeiten und nur bei Freundinnen rumhing, während er da auch eine harte Phase beruflich hatte. Auch auf Deinen Mann wirkt das vermutlich anders als auf Dich selbst, da Du ja Deine eigenen Beweggründe verstehst.
Magst Du Dich unabhängig machen? Innerlich wie äußerlich?
Mach nochmal eine KS. Du antwortest ihm natürlich, aber freundlich und knapp. Organisatorisches wird selbstverständlich geregelt. Und dann kümmer Dich erstmal um Dich. Du hast ganz klar große Wunden jetzt, die versorgt werden wollen.
Ein paar Denkanstöße noch zum Schluss:
Was hast Du von Deinem Mann erhofft und erwartet? Konntest Du ihn sehen und akzeptieren als der, der er ist? Konntest Du ihn für seine Arbeit anerkennen? Kannst Du Dich anerkennen, so wie Du bist? Auch Dich ermutigen weiter zu gehen?
Gespräche bringen häufig noch mehr offene Fragen. Du solltest wirklich gut überlegen, ob Dir das Dein Seelenkostüm wert ist. Die W-Fragen schweigen erst, wenn der Kummer überstanden ist.