Zitat von Nordberliner: Du kannst das wahrscheinlich nicht verstehen, aber wie gesagt gehört Sex und Liebe für mich zusammen. Wenn ich eine Frau liebe. dann ist sie MEINS MEINS MEINS und hat nicht mit irgendwelchen anderen Gestalten rumzuhängen.
Ja, gut, dann ist das eben so.
Ich habe eine Frau nie als MEINS verstanden. Ein anderen Mensch kann einem nicht gehören.
Uns, so meine ich halt, je mehr Erfahrungen eine Frau sammelt, umso besser ist es.
Aber jeder, wie es ihm beliebt - das sollte ja keine Attacke auf Dch sein, sondern lediglich meine Sicht der Dinge.
Und wenn nun eine zauberhafte Frau gefunden hast, die für Dich passt, dann gratuliere ich Dir von Herzen!
Zitat von Nordberliner: Sie hat sich nicht richtig um die Kinder und den Haushalt gekümmert und hat immer alles gemacht um der Arbeit aus dem Weg zu gehen. Ich habe für sie gearbeitet, damit sie ein schönes Leben hat.
Das nennst Du Glück?
Nein, das nenne auch ich nicht Glück. Wird man zum Arbeitssklaven, dann fällt das wieder unter eine ganz andere Kategorie. Dass es so war, habe ich möglicherweise überlesen, falls Du das geschrieben hast.
Zitat von Nordberliner: ich habe mit großer Wahrscheinlichkeit mehr durch
Das kann ich nicht beurteilen, aber ich hatte auch mal eine Partnerin, die sich "ausgelebt" hat nach Strich und Faden. Dagegen hatte ich auch echt nichts einzuwenden. Zu Ende ist das gegangen, weil sie sich dann in einen anderen ernsthaft verliebt hat und sich an gar keine Regeln mehr gehalten hat, also z. B. diesen Neuen hinter meinem Rücken und ganz unversehens in dem Dörfchen, in dem wie ein WE-Haus hatten, gleich als ihren neuen Mann vorgestellt hat. Und irgendwelche Grenzen habe eben auch ich, nachdem die Abmachung war, in dieses Haus bringt sie ihre Liebhaber nicht mit.
Zitat von Nordberliner: UNd dass die Stundenhotels voll sind liegt wahrscheinlich daran, dass so viele Männern einen Hausdrachen zu Hause haben, oder alleine sind.
Ja, mag sein, und die Frauen, die da ja auch irgendwie dazugehören, wohl einen Hausdrachus.
Es ist ja nicht so, dass sich dort nur E. einfänden oder so etwas, sondern eben ganz normale Frauen. Ein Fall wurde auch erwähnt, und das ist kein Witz, wo sogar Ehemann und Ehefrau im selben Stundenhotel aufeinandergetroffen sind - er im Gehen, sie im Kommen (oder vor dem Kommen).
Es soll ja jeder ganz nach seiner Fasson möglichst glücklich werden, das gönne ich jedem.
Nur habe ich eben nie verstanden, was denn nun eigentlich an Sex diese teilweise vernichtende Tragödie sein soll?
Das Höchste, für mich, ist die Liebe; aber gerade die sollte solche Gefängnisse errichten?
Zitat von Nordberliner: Wenn Du sie so toll findest kannst Du sie gerne haben
Echt? Wie, wo, wann?
Für mich klingt das verlockend, auch wenn ich selber ja gar nicht zum Fremdgehen neige. Aber eine Frau, die sich auslebt, vielleicht in Dingen, die ich eben gar nicht draufhabe, halte ich eben für erlebnisoffen und befreit von all diesen Konventionen.
Z. B. - auch das keine Erfindung zur Untermauerung dessen, was ich meine - habe ich von einem Paar gehört, das sich durchaus liebt, allerdings steht die Frau (auch Gelüste sucht man sich ja nicht aus) auf sa*dis*tische Qäulereien (passiv). Und ihr Partner kann das eben nicht. Also geht sie von Zeit zu Zeit zu einem "Master", der ihr diese Anlage erfüllt.
Und man kann doch nicht, meine ich, eine an sich vielleicht großartige Beziehung aufgeben, nur weil es eben Bedürfnisse gibt, die der andere nicht erfüllen kann.
Liebe ist, für mich, ich habe es schon gesagt, auch immer eine Frage der Offenheit und der Zuneigung unter allen nur möglichen Umständen, Das ist doch, für mich, auch das Abenteuer der Liebe - und nicht quasi die Erprobung seiner Empfindlichkeiten.
Ist aber natürlich nur mein, möglicherweise ganz verqueres Empfinden.
Meine Liebe, kommt es mal dazu, setzt einfach keine Granzen, sondern sie lässt den anderen leben, gerade aus dieser Liebe heraus, wie es ihm eben behagt. Auch das kann schiefgehen, klar, wie alles schiefgehen kann. Aber mit Sex, also "Fremdsex", hatte das bei mir noch nie etwas zu tun.
Wie auch immer: Es freut mich für Dich, dass Du nun ein zauberhaftes Wesen an Deiner Seite hast!
Auch das ist natürlich ein Geschenk, das man behüten sollte.
Ich habe ja nicht diese Einseitigkeit, die gestern vielleicht fälschlich durchgeklungen sein mag. Sondern mir geht es immer um diese Freiheit in der Liebe, die eben nicht gefangen nimmt.