whynot60
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Zitat von Nordberliner:Tja da hast Du wohl Pech gehabt , aber wie schon gesagt faule Frauen, die lügen und betrügen gibt es garantiert viele und sogar in Deiner Gegend.
Zitat von Nordberliner:Zusammenfassend kann ich Dir allerdings sagen, wenn Du auf so einen Typ Frau stehst, dann ist Dein persönliches Unglück schon vorprogrammiert. Das mag für Dich zwar eine Erfüllung sein mit solchen Frauen zusammen zu sein, aber sowas kann meines Erachtens niemals gut gehen.
Zitat von Nordberliner:Nur Ehrlichkeit zählt!
Um auf das zusammengefasst zu reagieren:
Mein Problem, mein "Unglück", war nie dieses "Lug und Betrug". Ich brauche weder diese Dauerehrlichkeit, die oft ja nur in die Verlegenheit treibt, noch diese seltsame Art von Treue.
Meine Art von Liebe hat nichts an sich von einer Gefangennahme, einer Inbesitznahme, einem Straf- und Umerziehungslager - nach Art eines Leimvogels, den man dann im Käfig hält (was immer man sich davon versprechen mag).
Ich kann z. B. nicht tanzen und habe auch keinen Sinn dafür. Begegnete ich nun einer Frau, verliebte mich, ginge mit ihr eine Beziehung ein, einer Frau, die für ihr Leben gerne tanzt, so fiele es mir nicht ein, ihr das Tanzen zu verbieten (weil sie nun ja in meinen Besitz geraten ist und sie gefälligst alles sein zu lassen hat, was ich ihr nicht erfüllen kann).
Mein Problem war immer ein anderes: Nämlich, dass von Liebe zwar geredet, aber darunter etwas ganz anderes verstanden und vor allem empfunden wird, als eben mir die Liebe ist. Das ist auch kein Vorwurf, jeder empfindet eben nach seinem Maß.
Mir geht es um diese ernsthafte innige Verbundenheit (die z. B. eben auch etwas wie Fremdgehen problemlos aushält), das ist der entscheidende Punkt. Alles andere sind für mich irgendwelche Arten von Liaisonen mit mehr oder weniger heftigen Gefühlen oder auch lediglich Vorteilhaftigkeiten. Auch dagegen ist absolut nichts zu sagen. Nur würde ich halt - im Fall einer Liebesbeziehung - gerne wissen, woran ich bin. Allerdings kann das im Grunde niemand sagen, und ist er noch so ehrlich, weil eben das, was sich Liebe nennt, so dermaßen unterschiedlich empfunden und verstanden werden kann. Es sei denn, jemand hat bereits mal tatsächlich, nach einem tieferen Verständnis, geliebt, kennt das also aus eigener Erfahrung und weiß somit, dass das, was er mir gegenüber als Liebe kundtut, ein, sagen wir, laues Lüftchen ist gegenüber dem, was er an Liebe an sich zu verspüren vermag. Das könnte man dann auch als "Falschheit", als etwas Trügerisches auffassen.
Wie auch immer. Betrogen und belogen zu werden, das war mir nie Grund für irgendein Unglück (möglich, ich bin lebenserfahren genug, dass mir das Menschliche weder fremd noch befremdlich ist), und ich habe auch noch nie eine Frau als "Verräterin" oder so etwas empfunden.
Es ist eher dieser inflationäre Gebrauch des Wörtchens Liebe, hinter dem halt oft nicht viel mehr steckt als irgendein aufgeheitertes, vielleicht auch schrulliges Gefühlchen. Das lockt mich dann, um es so zu sagen, auf eine falsche Fährte und ich gehe in einem Himmel auf, den es gar nicht gibt. Aber selbst das liegt ja an mir selber - wohl nehme ich viel zu ernst, was gar nicht ernst gemeint ist. Und dann kann der Sturz aus dem eingebildeten Himmel gar nichts ausbleiben.