Zitat von Hansl: Allerdings würde ich heute versuchen, mehr zu hinterfragen, den Wert der aktuellen Beziehung versuchen ernsthaft zu erfassen, und danach dann erst handeln.
Eben! Deshalb rate ich meist zur Ruhe. Erstmal in sich selbst hören und in Ruhe eine erste Entscheidung treffen. Wenn man sich als Betrogener nicht schon komplett gefühlsmäßig gelöst hat und der Betrug quasi die ohnehin getroffene Entscheidung erleichtert, wenn also noch Liebe für den Partner da ist, sollte man sich immer erstmal Zeit nehmen und sich überlegen, was man für sich selbst will.
Zitat von Hansl: Verbitterung, Enttäuschung... vollkommen normal und nachvollziehbar. Aber bringt Betroffene eben nicht weiter, ganz im Gegenteil.
Das ist absolut richtig. Man geht eine Weile durch den Schmerz, aber es muss der Tag kommen, wo die Vergangenheit anerkannt wird als etwas, was unveränderlich ist. Man schaut auf die Zukunft und entscheidet für sich, wie diese aussehen soll. Aber Verbitterung hält einen in der Vergangenheit und macht dich blind für die Zukunft.
Zitat von Hansl: Liebe ist eine Entscheidung
Dies beinhaltet aber auch Stärke, auch mal vielleicht böse einstecken zu müssen.
Und eben auch verlieren müssen.
Aber sich als Opfer sehen, das wars dann?
Und dabei ist es immens wichtig, den Betrug an einem nicht auf sich selbst zu beziehen. Wenn mir klar wird, dass der Betrüger sich so entschieden hat, nicht mit dem Ziel mich zu verletzen, sondern nur aufgrund des eigenen Egoismus, dann bin ich auch kein Opfer.
Zitat von Hansl: Lieben heißt auch loslassen können.
Und verzeihen können.
Ja! Und das kann auch heißen, die Vergangenheit loslassen, weil man eine neue gemeinsame Zukunft aufbauen möchte.
Und wenn nicht, muss man trotzdem verzeihen. Nicht für den anderen, sondern für sich selbst. Denn anderenfalls verharrt man im Hass. Und Hass ist Tag für Tag anstrengend. Aber wer verzeiht, strengt sich nur einmal an und kann danach wieder inneren Frieden finden.