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tristan01
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Zitat von Ricky:
Bipolarität erklärt die Stimmungsschwankungen ebenfalls und noch viel deutlicher. Die dissoziative Identitätsstörung äußert sich meist dann, wenn man in der Kindheit ein heftiges Trauma hinter sich hat (Misshandlung, Vergewaltigung etc.). Sie tritt laut Studien sogar eher bei Frauen auf. Natürlich ist es dennoch nicht komplett auszuschließen, dass es sich um eine "multiple Persönlichkeit" handelt, aber ganz ehrlich? Die Diagnosen dahingehend, sind sehr verhalten, weil sich dafür schon eindeutige Muster aufweisen müssen. Es wird vermutet, dass hinter dieser Krankheit eben nicht behandelte Traumata stecken, die dann durch verschiedene Personen zu kompensieren versucht werden. Da genau diese Krankheit sich so interessant gestaltet, war sie häufig Thema in Film und Fernsehen und etliche Leute glauben sofort, sobald sie eine depressive Phase haben, dass sie es somit mit dieser speziellen Krankheit begründen können. Aber wie gesagt: Die Diagnosen dahingehend sind sehr gering. Die Impulsivität, Stimmungsschwankungen, sich absetzen etc. treffen allesamt auf Borderline aka "manische Depression" zu. Das heißt man hat Tage in denen man sich supergut fühlt, über alles offen und ehrlich sprechen kann und andere in denen man am liebsten nur im Bett bleibt. Natürlich gibt es dann solche, die auch nicht darüber reden und gute Miene zum bösen Spiel machen.
Es ist unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass er irgendwas was Du gesagt oder getan hast, urplötzlich persönlich genommen hat. Das diese Personen wenig differenzieren können und meist auch dazu neigen etliche Dinge auf sich zu beziehen und überzubewerten, kann es grundlegend ALLES sein. Ich frage mich, warum Du Dir da so einen Kopf drum machst. Hast Du amouröse Gedanken zu ihm?
Widersprüchlichkeiten wirst Du nie verstehen. Sich in eine Krankheit hinein zu versetzen oder in einen Menschen, der z.B. schizophren ist, ist so gut wie unmöglich, weil Du die Gedankengänge in Zusammenhang mit dem emotionalen Kostüm sehen musst. Und genau dieses Kostüm kannst Du nicht emulieren.
Natürlich. Wenn Du jahrelang unter einem Zustand leidest, lernst Du auch ihn zu akzeptieren. Das ist ja auch die größte Gefahr darin. Ist genau so wie mit Menschen hier auf dem Board, die verflossene Liebe nicht loslassen konnten über Jahre hinweg, dann darunter leiden wie geprügelte Hunde, und alles in ihrem Leben dadurch beeinflusst wird. Das kann einen natürlich kaputt machen, aber das sieht man Dir irgendwann nicht mehr auf den ersten Blick an. Dafür ist so ein Überlebensreflex da, der das kaschieren kann. Vor allem wenn Du von Leuten diesbzgl. genervt wirst, erstellst Du schnell eine Fassade.
Das kann von heute auf morgen gehen, kann aber ebenso gut über ein Jahr dauern. Ich weiß nicht, ob Du Deine Zeit nicht auf Deine anderen Freunde konzentrieren solltest, denn helfen kannst Du ihm nicht, wenn er sich nicht helfen lassen will. Punkt.
Bei der von dir angesprochenen manischen Depression könnte ich verstehen, wenn man sich an manchen Tagen schlecht fühlt, an anderen Tagen jedoch wieder wie neugeboren. Der Zeitraum ist nun aber schon bei Monaten angelangt und ich kann nur so viel sagen, dass er sich eingestanden hatte, dass er mir kein guter Freund sein kann, weil er sich und das Leben nicht so in den Griff bekommt. Klar habe ich dagegen argumentiert, ihm Mut gemacht dass er eine besondere Freundschaft nicht wegschmeißen soll.
Er hatte immer erwähnt, er könne nur mit mir darüber reden aus unserem Bekanntenkreis und ich war darüber auch froh, weil ich gerne für Menschen da bin und ihnen helfen will - auch wenn es nur das Zuhören ist, womit ich in diesem Fall helfen hätte können - oder geholfen habe.
Ich finde es nur schade, dass er mit Bekannten hin und wieder etwas unternimmt, obwohl es ihm wohl immer noch nicht besser geht. Wie denn auch, wenn er keine Therapie macht. Ich finde es halt etwas doof, dass ich so oft und zwar auch gerne Zeit investiert habe, es mir aber nicht gedankt wird sondern ganz im Gegenteil: Ich bekomme auch noch alles ab. Ist doch klar, dass ich nun auch etwas Selbstzweifel habe. Ich habe immer das Gefühl vermittelt, das wir reden können, wann immer er möchte. Das hat er auch angenommen, und sogar auch soweit, dass ich bei Gefühlsausbrüchen dabei war. Und da hatte ich schon das Gefühl, als hätte ich einen völlig anderen Menschen gegenüber, als bisher.
Ich mache mir also den Kopf, da ich immer noch daran glaube, dass seine Freundschaft nicht vorgespielt war, er in mir einen besten Kumpel gesehen hat und auch nicht wollte, dass ich von seiner Seite weiche. Schon alleine, dass er Minderwertigkeitskomplexe hat und immer öfter sagte, er könne mir kein guter Freund sein - gleichzeitig hat er immer wieder stark betont es gäbe keinen besseren Freund als mich auf der Welt. Was ich also absolut nicht verstehen kann, wie man so eine 360° Wendung schaffen kann, denn schließlich muss es ihm doch auch etwas Wert gewesen sein, zumindestens betonte er das so häufig......
Das kann von heute auf morgen gehen? Ich weiß ja nicht einmal, ob nicht all das Erlebte vergessen worden ist, oder ob es wirklich einfach nur Zeit braucht, bis er sich erholt oder lernt, mit den Dingen umzugehen. Fraglich nur, warum er mit den manischen Depressionen dann mit anderen etwas unternehmen kann.... :O
Danke dir schon einmal. =)
