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Mein Mann hat das Interesse an mir verloren

Lika

77444
Hallo ihr Lieben, ich suche hier Rat, weil ich selbst keine Lösung für meine Situation finden kann und täglich darüber nachdenke, was die richtige Entscheidung ist. Zu meiner Beziehung, was sich schlecht sehr kurz fassen lässt. 2015 haben wir uns kennengelernt, im Ausland (Philippinen), durch ein Auslandssemster, dass ich dort für mein Studium absolviert habe.
Schnell haben wir uns kennen und lieben gelernt. Für ihn war ich genau die richtige Partnerin, die mit der er eine Familie gründen wollte, die die er heiraten wollte. Also schon nach einer kurzen und schnellen Zeit, habe ich mich für ihn entschieden. Nach dem Abschluss meines Studiums bin ich für ihn ausgewandert. Unser Plan war es dort eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Eine soziale Organisation zu gründen. Schnell wurde ich geplant schwanger.

Alles verlief soweit sogut. Doch nach einiger Zeit veränderte sich die Situation. Zuerst haben wir in seinem Haus auf dem Land gelebt, wo wir auch unsere Zukunft gesehen haben und unsere soziale Organisation gründen wollten. Zum Ende meiner Schwangerschaft mussten wir in die Stadt ziehen. Zu den Eltern. Hier lebten wir also und es verschlächterte sich unsere Beziehung. Seine Mutter mochte mich nicht. MAchte es mir zu genüge deutlich und riet ihn ab und sogar dazu, dass ich das Kind in Deutschland bekommen sollte. Sie sagte ihm ich sei nur auf sein Geld scharf, würde nicht zu ihm passen und hätte er kein Geld mehr, sei ich sowieso weg. Ihr passte es nicht, dass ich eine andere Denksweise wie eine filippinische Frau hatte. Dass ich eigenständig und unabhängig sein wollte. Sie machte mir klar wie eine Frau zu sein hat und was ihre Hauptaufgaben waren. Es passte ihr nicht wie ich mich während der Schwangerschaft verhielt, anders als dort üblich usw. Ich und mein Partner sprachen über diese Probleme. Er versicherte mir, dass wir nach der Geburt zurück ziehen, in das Haus auf dem Land.
Aber auch schon zum Ende der Schwangerschaft hat auch ihm nicht viel an mir gepasst. Er fing an mich oft zu kritisieren und hat nicht mehr unsere gemeinsame Pläne verfolgt. Ich stand also da, kurz vor der Geburt, mein erspartes fast aufgebraucht, keine weitere Perspektive nach finanzieller Unabhängigkeit.

Er sagte ich solle mich gedulden und dass es Zeit braucht bis ich diese Unabhängigkeit erlangt habe. Doch konkret über Pläne wollte er nicht sprechen, nur das ich ihm vertraue. So weit so gut. Nach der Geburt find die Mutter an ihr wahres Gesicht zu zeigen, sagte mir ich sei keine gute Mutter. Zum Beispiel hielt sie mir vor mein Baby würde stinken, weil ich es nicht oft genug baden würde, sie lachte mich aus wenn ich etwas falsch gemacht habe. Sie fragte mich nie wie es mir geht und behandelte mich unterkühlt.
Mein Partner überforderte die neue Situation als Vater. Er machte sich oft aus dem Staub. Er ging Abends oft raus und traf Freunde. Er stand hinter seiner Mutter und hilt mich ebenso nicht für ausreichend. Kritisierte weiter. Ich hatte keine Unterstützung um mich herum. Die Monate verstrichen und er wollte erstmal im Haus der Eltern bleiben. Für ihn war es sicherer als 1 Stunde vom Kh entfernt zu leben, falls unserer Tochter was passieren sollte.

Ich verdeutlichte ihm, dass es mir mit der Gesamtsituation nicht gut ging. Dass ich mich nicht wohl fühlte und er nach einem eigenen Heim suchen sollte für uns in der Stadt. Nachdem auch hier nichts voran ging, entschied ich mich erstmal nach Deutschland zu reisen, über alles nachzudenken und meine Familie zu besuchen.

Zeitgleich ist seine Mutter an Krebs erkrankt im Stadium 4. Nach 3 Monaten bin ich also zurück auf die Philippinen gereist, um für ihn da zu sein. Auch hier lebten wir wieder im Haus der Eltern, weil er natürlich bei seiner Mutter sein wollte. Ich hielt mich also erstmal zurück. Wollte aber trotzdem, dass wir uns auf unsere gemeinsame Zukunft fokussieren. Planen wo wir leben werden. Auch hier wollte ich, dass wir nach einem Lebensort in der Nähe des Hauses der Mutter suchten. So konnte ich Abstand von seiner Familie gewinnen und sie nicht ständig um mich herum haben und er konnte immer für seine Mutter da sein wenn er es wollte.

Er wollte es nicht und ich akzeptierte es, da absehbar war, dass die Mutter versterben wird. Die letzten Monate bevor sie verstarb war er oft unterwegs. Er nahm nicht an unserem gemeinsamen Familienleben teil, ich war nicht teil seines Familienlebens. Er ging Abends aus, trank und trieb sich mit Freunden rum. Ich fühlte mich unglaublich einsam. Seit 8 Monaten hatten wir schon keinen S. mehr. Es ging von ihm aus und er begründete es damit, dass ich ihn zu oft stressen würde und nicht versuche mit seiner Familie klar zu kommen. Meine Eltern kamen zu besuch. Einen Tag vor ihrer Ankuft, verstab seine Mutter. Während dieses 3 wöchigen Aufenthaltes meiner Eltern, versuchten sie mit ihm über unsere gemeinsamen Probleme zu sprechen.
Er gab mir die Schuld an allem. Ich sei Dickköpfig, nicht geduldig genug usw. !

Nachdem sie abreisten war ich weiterhin oft alleine, er nur noch genervt von mir und nun wollte er auch noch im Haus seiner Eltern weiter leben, um seinem Vater beizustehen. Für mich kam der Wendepunkt. Als meine Nanny, die mit im Haus lebte mich fragte ob ich glücklich sei und mir mitteilte, dass sie nicht findet, dass seine Familie und er mich gut behandeln. Sie sagte sie findet es nicht gut dass ich so oft alleine bin und ob ich nicht einsam wäre, Keiner würde mit mir sprechen und man würde mich ignorieren. Hier musste ich einsehen. Sie hat recht. Sie lebte mit uns in einem Haus und obwohl sie nicht immer da war, sagte sie mir die *beep* Wahrheit ins Gesicht. Ich war finanziell abhängig von einem Mann, der offenbar aufgehört hat mich zu lieben und der nicht mal mehr Interesse daran hatte, mit mir zu schlafen.

3 Monate bevor ich wieder nach Deutschland zurück gekehrt bin, sprachen ich und mein Partner immer wieder darüber, dass ich nach Deutschland gehen sollte. Wir sprachen über unsere Beziehung und es führte zu nichts. Sein Standpunkt war, dass er mich noch lieben würde aber das Interesse an mir verloren hat, da ich ihn zu sehr gestresst hätte, negativ gewesen sei und nicht die Lebenssituation so akzeptiert habe wie er es für richtig hielt. Das ich einforderte usw.

Also beschloss ich nach einem Besuch einer Freundin aus Deutschland gemeinsam mit ihr zurück zu reisen.
Es fiel mir unglaublich schwer. Ich liebte ihn noch so sehr und wollte meiner Tochter zu dem Zeitpunkt 13 Monate alt, nicht den Vater nehmen.
Aber er war nicht für uns da, es raubte mir die KRaft, ich konnte nicht mehr klar denken und fühlte mich so alleine. Er forderte nur Veränderungen von mir aber wollte nicht an sich selbst arbeiten.

So nun bin ich hier in Deutschland, in einer eigenen Wohnung und lebe hier seit 5 Monaten. Im Prinzip geht es mir gut, meiner Tochter geht es gut. Aaaaber ich vermisse ihn jeden Tag und mir wird immer wieder bewusst dass ich ihn noch so sehr liebe.

Er skypt regelmäßig mit seiner Tochter und mit mir. Zu Anfang war das Verhältnis sehr angespannt zwischen uns. Für mich war klar ich gehe nicht wieder zurück. Wir werden als Familie nicht mehr existieren. Dann haben wir uns wieder angenähert. Er sagte mir, dass er mich vermisst und fragte ob wir nicht wieder zurück kommen wollen.

NAtürlich wünschte ich mir nichts mehr als das. Aber ich habe Angst. Angst davor wieder dort zu sein und es ändert sich nichts.
Ich machte ihm klar, dass für mich dort ein Leben nur infrage kommt, wenn wir eine eigene Whg haben und wenn er daran arbeitet, wie wir es besprochen haben, dass wir eine gemeinsame Einnahmequelle haben.
Er versteht nicht warum ich diese Ansprüche stelle. Er ist bereits schon selbstständig und sagte mir, dass er eigentlich so wie es ist zufrieden ist. Nach seiner Meinung sollte ich zurück kommen, im Haus seiner Eltern leben und erstmal von seinem Geld leben, bis wir eine Möglichkeit gefunden haben, ein gemeinsames Einkommen zu erzielen.

Mir ist das zu unsicher. Ich vertraue nicht darauf, dass er tatsächlich irgendwann mal wie geplant etwas auf die Beine stellt, wo wir gemmeinsam für arbeiten können. Plus er möchte einfach nicht in eine eigene Whg ziehen. Was ich einfach nicht verstehen kann. Ich finde meine Anspüche nicht sonderlich hoch. Ich will ja kein eigenes Schloss, sondern nur ein eigenes Heim. Das wäre finanziell für ihn auch in jedem Fall tragbar.
ICh kann auch verstehen, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt, wenn ich von ihm verlange eine Business für uns auf die Beine zu stellen. Auf der anderen Seite möchte dich dann dort als Sozialarbeiterin arbeiten. Das möchte er aber auch nicht, weil er Angst hat, dass ich durch die Klienten mit denen ich arbeiten würde, Krankheiten mit nach Hause bringen könnte (was quatsch ist) und auch so für viel Arbeit nur sehr wenig erwirtschaften würde.

Für ihn ist die Idealvorstellung ich komme dort hin, passe mich an, leben erstmal von seinem Geld, mache ihn glücklich, beschwere mich nicht und bin glücklich mit dem was er mir dort bietet.

Für mich ist das eine zu große Unsicherheit. Ich wünsche mir natürlich auch, dass wir weiterhin als Familie bestehen bleiben. Aber falls das wieder nach hinten los geht. Stehe ich wieder vor dem nichts. Kein eigenes Geld und mit leeren Händen nach Deutschland.

Würdet ihr ihm vertrauen, der Familie und Tochter wegen oder warten bis er meine Forderungen einhält?


Liebste Grüße

Lika

25.08.2017 21:17 • x 2 #1


Nachtkönig

77444
Zitat:
Würdet ihr ihm vertrauen, der Familie und Tochter wegen oder warten bis er meine Forderungen einhält?


Man vertraut doch nicht auf Basis der Familie und Tochter zuliebe. Er hat ja einiges dafür getan, sodass du kein Vertrauen hast und es sieht auch nicht so aus, als ob er etwas daran ändern möchte.



Im Gegenteil:

Zitat:
Für ihn ist die Idealvorstellung ich komme dort hin, passe mich an, leben erstmal von seinem Geld, mache ihn glücklich, beschwere mich nicht und bin glücklich mit dem was er mir dort bietet.


Also soll alles seinen gewohnten Gang nehmen.

Frag dich mal selbst: Sieht so für dich Liebe und eine gut funktionierende Beziehung aus?

25.08.2017 22:35 • x 1 #2



Mein Mann hat das Interesse an mir verloren

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Leonie85

77444
Ganz wesentlicher Punkt: Andere Länder, andere Sitten! Kein richtig, kein falsch!

Für dich jedoch eine schwere Geburt. Entweder du nimmst das so an wie sie dort leben und passt dich dem an oder du entscheidest dich für ein europäisches Leben und suchst dir hier einen Mann mit dem du deine anerzogenen Werte ausleben kannst!

25.08.2017 22:47 • x 4 #3


Killian

Killian

2097
1565
Oh das ist so heftig und das auch noch während der Schwangerschaft. Gerade da ist Ruhe und Stabilität wichtig weil sich Deine Unruhe durch 3. auch auf Dein und das Kindswohl negativ auswirken können. Hoffe Euch geht es den Umständen entsprechend gut !

Zum Thema selbst, denke da prallen verschiedene Welten und Kulturen aufeinander und auch da gibt es Rassismus und manche bleiben auch da gerne unter sich. Ist ja zwischen Deutschen und Türken oft nicht anders, auch da gibt es Ablehnung innerhalb der Familie usw. und da wirst kaum was machen können. Manche sagen auch mein türkischer Sohn darf eine Deutsche als Freundin haben ( zum üben zb.) aber geheiratet wird dann was Türkisches sonst gibts Saures. Da hat die Akzeptanz dann also auch klare Grenzen.

Zu Deinem Freund bzw. Partner, weiss nicht, finde es immer schlecht wenn man nach 3 Tagen schon die ewige Liebe erklärt und sich total sicher ist. Das geht in der Regel nie gut und manchmal herrscht da schon nach 2 Wochen ewiger Liebe der totale Hass. Dann ist er auch noch so abhängig das er sich seine Gedanken von der Sippe vergiften lässt, langsam aber sicher und das kranke Denken da auch noch übernimmt und dann Alles auslebt was die ihm einflüstern jeden Tag. Ist eigentlich sehr schäbig und er nicht stabil genug um diesen Angriffen zu widerstehen. Glaube nicht das man so einem Menschen vertrauen kann der aus dem Herzen heraus wissen sollte was er will und dann auch stabil genug ist seine Werte und Denke Dich betreffend zu verteidigen und zu halten. Familie hat leider viel Gewicht im Leben, eigentlich gut wenn sie gut sind aber nicht wenn sie so sind ohne Grund.

Unzuverlässig ist er, instabil und steht Dir mittlerweile genauso ablehnend gegenüber wie seine Sippe. Wo man da noch vertrauen und kämpfen will frage ich mich. Eigentlich müsstest Du garnichts mehr machen, hast genug getan, jetzt ist er dran seinen tollen Worten am Anfang auch mal Taten folgen zu lassen. Heisst auch der Familie mal zu sagen das er glücklich ist mit Dir, eine Familie eigentlich glücklich sein sollte wenn Sohn, Neffe und Co das ist. Das jeder Angriff auf Dich wie ein Angriff auf ihn selbst ist da ihr Eure Herzen getauscht habt und Euch liebt, auch die Familie liebt aber wenn dieses negative Denken, die Angriffe nicht aufhören, er sich dann für Dich entscheiden wird und den Kontakt abbricht. Und das obwohl er die Familie liebt aber sie ihn und Dich zerstören. Das wäre mal Stellung beziehen, zu Dir bzw. Euch stehen und da kannst kämpfen und tun und ihn unterstützen aber doch nicht bei solch Umstand da.

Gibt auch keinen richtigen Zeitpunkt da um Fakten zu schaffen und einzufordern, das kann man immer tun und je schneller umso besser. Kannst auch sagen das musst Du tun um Ruhe und Kraft für Dich und Dein Kind zu haben, gesund zu bleiben. Kannst dieses Theater nicht mehr und willst auch keinen Keil zwischen ihn und seine Familie treiben aber auch nicht Spielball zu werden zwischen diesen Ausfällen da. Hast Du nicht verdient, hast ihm vertraut, auch versucht die Familie in Dein Herz zu lassen und stößt hier nur noch auf Stress und Ablehnung und von seinen Worten am Anfang ist auch nicht mehr viel übrig und auch nicht von dem Mann dem Du mal vertraut und geliebt hast.

Ich würde ihn da erstmal echt stellen und dann schauen, ganz realistisch ohne Emo, Abhängigkeit oder Wunsch wie er reagiert und dann selber Fakten schaffen für Dich und das Kind. Wenn er das nicht kann oder will dann wird das ein Leid ohne Ende oder steigert sich negativ noch, Dir wird es nichts bringen und man ist doch nicht in einer Beziehung damit es einem schlechter geht zu zweit als alleine oder ? Das ist es nicht wert.

26.08.2017 10:21 • x 1 #4


arjuni

77444
Liebe Lika,

Deine Geschichte berührt mich sehr. Während des Lesens habe ich recht bald gedacht: OGott, wann nimmt dieser Albtraum ein Ende, wann ist sie endlich wieder in Deutschland.

Was mir als erstes in den Kopf schoß: Viele Männer bauen eine nahe Beziehung zu ihrem Kind erst auf, wenn es aus dem Babyalter raus ist und ins Kleinkindalter kommt. Und sie mit dem Kind mehr anfangen können.

Vielleicht will er deshalb, dass Ihr zurückkommt? Wie ist es denn rechtlich in dem Land, wenn Du dann wieder zurück nach Deutschland gehen willst und er aber will, dass Eure Tochter bei ihm bleibt? Vermutlich hast Du da als ausländische Frau schlechte Karten.

Bitte pass gut auf Euch auf! Ich halte es für absolut unrealistisch, dass dieser Mann sich nun plötzlich ändert. Er hat Dich außer in der Kennenlernphase nie respektvoll und liebevoll behandelt. Selbst wenn er es wirklich wollen würde, Liebe kann keiner bei sich erzwingen. Und der gesellschaftliche Druck wird dort immer zu groß sein.

Welche Chancen hätte Deine Tochter in diesem Land als junges Mädchen und junge Frau, ein freies selbstbestimmtes Leben zu führen? Entgegen der sie umgebenden Kultur, gegen die Vorstellungen ihres Vaters? Was wird das mit ihr machen? Und mit Dir, die hilflos zusehen muss?

Wenn Du unbedingt noch einen Versuch mit diesem Mann machen willst, warum nicht lieber in Deutschland?

Falls Du nochmal dort hin reist, bitte bitte informiere Dich vorher gründlich über die Rechtslage und die Risiken. Du wärst ganz sicher nicht die erste Frau, der ihr Kind weggenommen wird.

Du magst jetzt sagen:nein, sowas würde er nie machen. Denke daran, dass Du zu Beginn Eurer Beziehung sein späteres Verhalten auch niemals für möglich gehalten hättest!

Ich wünsche Dir und Deiner Tochter von Herzen alles Gute!

26.08.2017 11:33 • x 4 #5


Santosha1951

77444
Zitat von Lika:
ich suche hier Rat, weil ich selbst keine Lösung für meine Situation finden kann und täglich darüber nachdenke, was die richtige Entscheidung ist.


Hallo Lika,

leider neigen wir Frauen öfter dazu, wenn es um angebliche Liebe geht, unseren Verstand nicht einzuschalten. Wem ist das nicht schon passiert?

Du hattest zwar, durch dein Auslandssemester auf den Philippinen, bereits Kenntnisse über die dortigen sozialen und kulturellen Bedingungen, nur hast du mit deinem Partner (seid ihr eigentlich verheiratet?) den Alltag nie gelebt.

Nur die guten Vorsätze zählen wenig, wenn es um so einen großen Schritt in Richtung Lebensplanung/Veränderung geht. Die Zeit zum wirklichen Kennenlernen war zu kurz.

Du bist also recht naiv in einen völlig fremden Kulturkreis ausgewandert und hast schnell festgestellt, das die FRAU dort nicht die Rechte und das Ansehen hat, wie eine europäische Frau hier bei uns.
Deine Forderungen sind nach unseren Vorstellungen durchaus legitim, nicht überzogen....völlig nachvollziehbar. Also lass dich nicht wieder beirren und auf Dinge ein, die dir nur schaden.

Nachdem du nun wieder in Deutschland bist, würde ich an deiner Stelle, die uneingeschränkte Verantwortung für mich und mein Kind übernehmen und auf keinen Fall mehr zurückkehren.

Dein Partner wird sich niemals ändern. Der ist durch seine Erziehung geprägt und wird sich einer Frau nicht anpassen wollen.
Du hast leider eine sehr negative Erfahrung machen müssen und das tut mir leid für dich.

Du hast in Deutschland alle Möglichkeiten in deinem Beruf zu arbeiten und dir und deinem Kind ein schöneres und liebevolleres Leben zu bieten.

Ich wünsche dir alles Gute und die Weisheit, die richtige Entscheidung zu treffen.

Liebe Grüße
Santosha

26.08.2017 11:53 • x 3 #6


Sabine 49

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Hallo Lika,

ihr habt jetzt Kontakt per Skype, da kann er dir und eurer Tochter Aufmerksamkeit schenken, da nimmt er sich Zeit. Ansonsten wird er sein Leben, so wie es auch war, als du noch auf den Phillipinen warst, weiter leben: Er geht aus, er trifft sich mit Freunden.

Ich sehe nicht, was sich ändern sollte, wenn du wieder zurück gehst. Im Gegenteil: Er hat ganz klare Vorstellungen. Du bleibst zuhause, bist Mutter und Hausfrau und er kümmert sich irgendwie um die Finanzen. Du wirst nach wie vor nur wenige soziale Kontakte haben und keine berufliche Perspektive. Glücklich warst du so nicht und nur mit Zusicherungen, irgendwie würde sich das schon finden, das hat ja auch nicht geklappt als du dort gelebt hast.

Überleg dir wirklich gut, ob eine Zukunft in Deutschland für dich und deine Tochter nicht die bessere Alternative wäre.

26.08.2017 12:07 • x 1 #7


mafa

mafa

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Du wirst dort nicht glücklich. Ich kann es nicht verstehen wie man so einen Menschen lieben kann der nicht hinter einem steht. Vielleicht ist es eher nur das Gefühl der Einsamkeit das dich wieder zu ihm treibt. Aber es wird sich nichts ändern

26.08.2017 12:35 • #8


trauer37

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Ihr habt zu unterschiedliche Vorstellungen von einer Partnerschaft. Daran ist keiner von euch Schuld. Ich finde es ganz wichtig, dass man sich das vor Augen hält, damit man nicht anfängt, dem anderen die alleinige Schuld zu geben und es auch kein böses Blut gibt. Er ist nun einmal aus einem anderen Kulturkreis, und er will und kann sich nicht ändern.

Aber du wirst auch nicht erwarten können, dass er seine Anschauungen, wie eine Partnerschaft aussieht, völlig über den Haufen wirft. Das wird er genauso wenig, wie du es tust. Das könnte nur funktionieren, wenn ihr BEIDE nach einer Lösung der Differenzen sucht, und BEIDE Kompromisse eingeht. Dem anderen die eigenen Vorstellungen aufzwingen, funktioniert nicht.
Wenn du in einem anderen Land lebst, ist es eigentlich auch klar, das auch du dich den Gegebenheiten anpassen musst. Wenn das nichts für dich ist, und er auch nicht zu Zugeständnissen bereit ist, wird es nicht funktionieren.

26.08.2017 12:36 • #9


Killian

Killian

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Hast Du toll geschrieben Santosha ! Ehrlich !

Und ist tatsächlich, so ! Du liberal und möglichst frei aufgewachsen, machst Dein Ding und bist auch ok weil er von Deiner Denke profitiert und Du ihn pusht damit aber wenn es um Familie geht,auweh.

Sie wollen das er bestimmt, Du Deinen Platz als Gebärmaschine und am Herd findest weil die alle so erzogen wurden. Vielleicht auch den Damen was vorlebst zb. Selbstständigkeit die sie nicht kennen oder sie vielleicht auch auf dumme Gedanken bringst zb. mal ihr Dasein zu hinterfragen oder die Rollenverteilung. Für die Damen nicht gut die sich selbst anzweifeln müssten, für die Kerle nicht gut wenn Frau da auf revolutionäre Gedanken kommt. Das gefährdet ihre Balance dann, ihr Selbstverständnis und dann wirst zum Feind. Bringt Unruhe in die Bande und was stört wird zerstört.

Er säuft oder oder geht ja auch nicht aus weil Du so schlimm bist sondern weil er zwischen Familie, Dir, Tradition und Moderne da hin und her gerissen ist. Alle was wollen und erwarten und er nicht weiss wie er da zwischen Euch vermitteln soll und lieber abhaut dann.

Aber die Balance muss er finden und fertig. Du hast Deine und auch gut. Geh wirklich nach Deutschland, bleib dort, lebe frei und lass Deine Tochter etc. da auch so aufwachsen. Denke ist die beste Wahl, auch ohne ihn.

26.08.2017 12:45 • x 1 #10


Lika

77444
Hallo Zusammen,

vielen lieben Dank für eure zahlreichen Antworten . Ihr gebt mir Kraft und zuversicht.
NAtürlich weißich, dass ich naiv war, mich zu schnell auf alles einzulassen. Keine Frage. Aber die Zeit kannnicht zurück gedreht werden. Meine Tochter liebe ich abgöttisch und ich weiß dass er es auch tut. Deshalb versuche ich einfach die beste Lösung zusammen zu finden.

Nicht das ihr mich falsch versteht. Mir ist es bewusst wie die klassiche Rollenverteilung dort ist. Aber in seiner Familie war seine Mutter immer arbeitend. Seine Schwester arbeitet ebenfalls im Familienbusiness, ist sehr dominant, für eine Frau von den Philippinen.

Deshalb versuche ich zu verstehen, was das PRoblem zwischen uns ist. Ist es wirklich kulturell oder einfach menschlich?

Fakt ist, er hat mich nicht respektiert, fordert aber Respekt von mir. Fordert Dinge von mir, die er selber nicht einhält.

Ein Leben in Deutschland kommt für ihn nicht in Frage, da er sein Einkommen dort erzielt.

26.08.2017 13:50 • #11


Lika

77444
Leider hat er gerade ebend eine Entscheidung getroffen. Erst gestern hatten wir eine Auseinandersetzung, weil ich ihm sagte dass ich nicht zurück zu ihm gehe, ohne dass er meine Forderungen erfüllt. Ohne mir entgegen zu kommen.
Er war sauer und sagte mir, dass er keinen Unterhalt (der schon unregelmäßig und nicht in voller Höhe erbracht wurde) mehr für unsere Tochter zahlen wird. Dann löschte ich ihn bei Facebook, da ich manchmal ein wenig zu impulisiv handel. Heute schickte ich ihm ein Foto von unserer Tochter und er machte mir deutlich, dass ich durch meine Reaktion, die wiederholte Löschung bei Facebook. (Mensch klingt das kindisch). nicht mehr auf ihn zählen muss.
Er sagte mir deutlich er wolle nichts mehr von mir und unserer Tochter wissen. Ich solle ihn nicht mehr kontaktieren und bin jetzt auf mich alleine gestellt. Er ließ noch ein paar negative Sachen raus, wie ich sei dumm, kindisch usw.. und verabschiedete sich dann.

Ich kann es einfach nicht verstehen und hoffe natürlich, dass nicht der totale Kontaktabbruch folgen wird. So kalt kann man doch nicht sein und einfach nichts mehr von seiner Tochter wissen wollen.

Für mich ist seine Reaktion total übertrieben. Das ist für mich kindisch und einfach nicht nachvollziehbar.

26.08.2017 14:17 • #12


Santosha1951

77444
Liebe Lika,

du hast das selbst schon ganz richtig erkannt. Eure Beziehung hat leider KEINE Zukunft.

In deinem letzten Beitrag höre ich nun heraus, dass du eure Partnerschaft und damit sein Verhalten dir gegenüber, auch entschuldigen möchtest.
Das ist schwer verständlich, weil du in deinem Einstiegsthread alles so klar und deutlich beschrieben hast.

Was und wie soll man hier als User anders antworten?

Niemand macht Vorwürfe, niemand unterstellt ....... dass du und auch er eure Tochter nicht abgöttisch liebt. Das ist normal für Eltern.
Nur hat das jedoch nichts damit zu tun, dass eure Partnerschaft völlig destruktiv ist. Natürlich kann die Zeit nicht zurückgedreht werden, wer erwartet das von dir?

Du hast es in deinem Post selbst geschrieben, dass dein Partner dir bestätigte, dass er sich emotional von dir entfernt hat. Eine harmonische Beziehung bedeutet doch auch gegenseitigen Respekt, Vertrauen und Liebe füreinander.

Diese Eigenschaften kann ich bei ihm nicht erkennen. Er hat sich oft der Meinung seiner Familie angeschlossen und dich damit abgewertet. Er hat dich nicht respektiert als Mensch und als seine Frau, fordert aber deinen Respekt ein.

Wenn du damit umgehen kannst auf Dauer, dann braucht hier im Forum niemand gute Ratschläge zu geben. Dann ziehst du sowieso dein Ding durch, obwohl jeder hier helfen möchte durch eigene Erfahrungen.

Um eure Beziehung zu analysieren (ob das Problem nun kulturell oder menschlich ist) , könnte eventuell eher eine Therapeutin Hilfestellung leisten.

26.08.2017 14:42 • x 1 #13


Santosha1951

77444
Lika,
unsere Beiträge haben sich überschnitten. Deshalb passt das jetzt nicht so richtig zu deiner neuesten Meldung.
Tut mir leid.

26.08.2017 14:50 • #14


Killian

Killian

2097
1565
Naja Familie hat nicht immer Unrecht, mir hat meine Familie nach dem 5. Drama auch ins Gewissen geredet und wenn sie dann schon hören bzw. mitbekommen das die Neue auch nicht richtig tickt dann gehen da auch die Alarmglocken an auch wenn man sie noch nicht hört oder hören will.

Das zur Kenntnis nehmen und auch mal gegen die Partnerin zu schiessen ist schon ok wenn angebracht und auch eigenes Denken.

Liebe heisst ja nicht jeden Furz zu akzeptieren und sich Alles gefallen lassen zu müssen und schon garnicht wenn man unter deren Verhalten leidet dann.

Sehe auch weniger bei ihm hier die Schuld, sie hat so viele Baustellen und wird auch dementsprechend irre reagieren, überreagieren usw. das da Konflikte schon vorprogrammiert sind und auch der Andere wird seine Baustellen haben und lösen kann sie wohl keiner von Beiden sondern führt dann eben zum Knall. 0 + 0 ist nicht gleich 1. Kann nur -0 werden.

26.08.2017 14:55 • #15



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