Guten Morgen
S.unny,
das muss wirklich schlimm für dich sein, so ganz plötzlich vor dem Beziehungsaus zu stehen, wo du doch dachtest, alles sei in Ordnung und er das bis zuletzt auch so signalisierte.

Lass dich mal drücken.
Es ist ganz wichtig, dass du jetzt auf dich und deine Kinder schaust. Deine Süßen brauchen dich als Mutter, als Tröster und Beschützerin. Für sie musst du stark sein. Sie sind noch so klein und verstehen bestimmt die Welt nicht mehr bei dem, was um sie herum gerade passiert.
Aber bei aller Stärke, die du für die Kinder aufbringen musst, darfst du dein eigenes Gefühlsleben nicht vergessen. Wenn dir zum Weinen ist, dann halte deine Tränen nicht zurück. Den Kummer zu schlucken, bringt zusätzliche Probleme und die kannst du nicht gebrauchen.
Was soll man zu der Geschichte sagen?
Ich kann da nur spekulieren.
Vllt ist er wirklich überarbeitet und hat nun das Gefühl, etwas im Leben zu verpassen und Angst, so zu enden wie sein Vater. Möglicherweise hat seine Mutter mit ihren Kommentaren auch dazu beigetragen, dass er jetzt "ausbricht".
Daran kannst du nichts ändern und er ist sich ja selbst nicht sicher, ob er das richtige tut. Diese Frage muss er erst einmal für sich selbst klären.
Es ist gut, dass du eine klare Grenze ziehen kannst und den Kontakt nur auf das wesentliche beschränkst. So könnt ihr euch-jeder für sich-klar werden, wohin es mit euch gehen soll.
Ob die Neue wirklich besser zu ihm passt, muss sich erst erweisen. Vllt wird sie bald merken, dass sie nur eine Ablenkung, ein Trost, ein Rettungsring ist und sich in der Position auch nicht wohlfühlen. Selten geht es gut, wenn man von einer Beziehung sofort in die nächste flüchtet. Er hat nur Angst allein zu sein. Das ist aber seine Baustelle.
Versuche, bei dir zu bleiben, zu schauen, was dir gut tut. Da darf der Haushalt ruhig auch mal liegen bleiben. (Meiner "lag" ein halbes Jahr

)
Schau dich um, ob es jemanden gibt, dem du dich anvertrauen kannst, mit dem du über deine Ängste reden kannst, der einfach nur zuhört. Eine Freundin vllt? Es hilft ungemein, über alles zu reden, sich alles von der Seele zu quatschen. Ohne meine Freundin wäre ich eingegangen wie eine Primel im Winter.
Du schaffst das und es kommen wieder andere Zeiten.
Ich habe es erlebt.
