Zitat von Arnika: Während das PTBS-Gehirn primär auf traumatische Erinnerungen reagiert, feuert das BL-Gehirn explosionsartig auf zwischenmenschliche Reize.
Zitat von Arnika: Jemand mit reiner PTBS kann also trotz seiner Last stabilere Beziehungen führen,
Also ich denke, man muss da zwischen PTBS und KPTBS noch mal unterscheiden.
Bei einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) verschwimmen die Grenzen zwischen der klassischen PTBS und der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) doch massiv.
PTBS:
Entsteht oft durch ein einmaliges, kurzes Trauma (z. B. Autounfall, Banküberfall, Naturkatastrophe
KPTBS Entsteht durch andauernde oder wiederholte Traumatisierungen, aus denen ein Entkommen unmöglich oder extrem schwer war (z. B. jahrelange kindliche Vernachlässigung/Missbrauch, häusliche Gewalt, Krieg). Es entsteht also wie die BPS meist sehr früh in der Entwicklung.
Bei Vernachlässigung oder Missbrauch in der Kindheit führt doch gerade die Nähe zum Partner zu den genannten Triggern.
Das kann 6 oder Nähe sein, aber auch Gerüche, Wünsche, Träume. Also alles was mit dem Partner zu tun hat.
Deswegen denke ich nicht, dass Menschen mit einer KPTBS bessere Beziehungen führen können als Menschen mit BL.
Wenn man sich die Symptome einer kPTBS anschaut, umfasst die KPTBS nucht nur alle Symptome einer normalen PTBS (Wiedererleben/Flashbacks, Vermeidung, Übererregung) sondern drei weitere Kernbereiche:
Schwere Störungen der Gefühlsregulation
Negatives Selbstbild
Beziehungsprobleme
Und da verschwimmen für mich die Grenzen zwischen KPTBS und BL. Deswegen denke ich, wird viel zu häufig BL diagnostiziert, obwohl eigentlich eine KPTBS vorliegt
Also wenn ein "Trauma in der frühen Entwicklungsphase die Beziehungs-Software korrumpiert" dann beschreibt das doch genauso die kPTBS wie Borderline.
Der Unterschied zwischen kPTBS und BL liegt darin, dass kPTBS, wie Du schon sagtest, mit Dauer-Rückzug und einem zutiefst gestörten Selbstbild einhergeht, während BL einen ständigen Kampf gegen das Verlassenwerden führen und wenn es zu schön wird, müssen sie die Distanz wieder herstellen oder gar die gesamte Beziehung beenden.
Für mich gibt es da keinen großen Unterschied.
Zitat von Arnika: Wir reden hier von Männern, die durch falsche Missbrauchsvorwürfe (oft der eigenen Kinder) ihren Job, ihren Ruf, ihr gesamtes soziales Umfeld und im schlimmsten Fall ihre Freiheit verlieren. Diese werden durch endlose, hasserfüllte Gerichts- und Rosenkriege komplett ausbluten gelassen.
Die Persönlichkeitsstörungen sind vor allem auch ein Problem bei Richtern, Gutachtern und Jugendämtern, die sich mit so etwas kaum auskennen. Okay, heute mögen sie etwas mehr geschult sein als früher. Aber da herrscht oft noch der Gedanke: Ja die Mutter ist psychisch krank, aber wir können doch der Mutter das Kind nicht wegnehmen. Nicht selten kommt es vor, dass gerade das Kind benutzt wird, um die Mutter zu heilen.
Als Vater hat man vor Gericht, wenn man um das Sorgerecht kämpft, dann die A-karte gezogen.
Gerade bei Menschen mit BL oder Narzissmus werden Verwandte, Gutachter, Verfahrensbeistände und die eigenen Kinder derart manipuliert, dass einem vor Gericht schwarz vor Augen wird.
Falsche Missbrauchsvorwürfe sind der bekannte Klassiker, um den Partner aus dem Leben eines Kindes zu entsorgen.