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Meine Borderline Partnerin hat mich verlassen, was nun?

Arnika
Zitat von PapaEmeritus:
@Arnika Wie gesagt, mir ist tatsächlich egal, wie man das alles nennt, ich war tatsächlich bisl erschrocken über die Intentionalität des ...

Naja, das machen viele. Allein zur Dunklen Triade gehört schätzungsweise jeder 14. Mensch…. Deswegen ist es ja auch so wichtig, sich da ein Grundwissen anzueignen, um überhaupt zu begreifen, dass sehr viele Menschen da überhaupt nicht mit der Wimper zucken. Und das eben keine reine Willensentscheidung ist, sondern auch pure Biologie. Macht das Leben einfacher und weniger risikoreich.

„Alle Menschen sind im Herzen gut“, ist ein Ammenmärchen für kleine Kinder.

• x 1 #376


PapaEmeritus
@Arnika

Die Menschen entscheiden sich ja trotzdem für das Verhalten. Man sieht ja, dass die sich auch anders verhalten können. Im Beruf, Fremden gegenüber, selbst dem Partner, etc. gegenüber wird das Verhalten ja auch nicht ständig gezeigt. Für mich sind das alles Entscheidungen. Die könnten sich anders verhalten, wollen es aber nicht, weil andere Ziele Vorrang haben.

• #377


A


Meine Borderline Partnerin hat mich verlassen, was nun?

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Arnika
Zitat von PapaEmeritus:
@Arnika Die Menschen entscheiden sich ja trotzdem für das Verhalten. Man sieht ja, dass die sich auch anders verhalten können. Im Beruf, Fremden ...

Nein, können sie nicht wirklich. Weil eben der präfrontale Kortex gemindert aktiv ist und regelmäßig komplett aussetzt.

Das ist, wie wenn du behauptest, ein Kettenraucher trifft bei jeder Zig. eine wohlfundierte überlegte Entscheidung und entscheidet sich dann bewusst dafür oder dagegen. Das ist (biologischer) Unfug.

Oder wenn dir ein Axtmörder nachjagt, der Sekunden vorher deine gesamte Familie vor deinen Augen ausgelöscht hat, dass du da entscheiden könntest, stehenzubleiben, um dich entspannt hinzusetzen, um mit ihm ein eloquentes empathisches zugewandtes Gespräch zu führen und dann gemeinsam Händchenhaltend von tiefsten Herzen Kumbaja zu singen.

Das kannst du eben genauso wenig - auch wenn du es willst.

Es ist ein absoluter Irrglaube, dass man die meisten seiner Entscheidungen bewusst steuern kann. Und dann schon gar nicht, wenn dein Vernunftszentrum gar nicht richtig funktioniert.

• x 1 #378


PapaEmeritus
@Arnika

Also ist deren Gehirn strukturell anders, als das „normaler“ Menschen sozusagen, und deswegen können die sich nicht anders verhalten.

• #379


Arnika
Zitat von PapaEmeritus:
@Arnika Also ist deren Gehirn strukturell anders, als das „normaler“ Menschen sozusagen, und deswegen können die sich nicht anders verhalten. ...

Mehr oder weniger. Sie verhalten sich nicht viel anders wie du in Panik hoch zwanzig. Was entscheidest du denn kognitiv, wenn ein Bus unvermittelt auf dich zurast? Nix! Da bleibst du entweder starr stehen oder springst.

• #380


Arnika
@PapaEmeritus Wenn ein Säbelzahntiger deine Vorfahren angriff, entschieden die in dem Moment gar nichts mehr bewusst, da reagiert jeder Mensch bis heute nur mehr mit Flucht, Totstellen oder Angriff. Und je größer der Schrecken und näher und kontinuierlicher die Gefahr, umso eher und endgültiger die Entscheidung, den Säbelzahntiger endgültig auszulöschen. Einfache (Urhirn-)Logik, die wir alle haben. Nur die Reize und Reizschwelle sind beim BL halt ganz andere.

• #381


PapaEmeritus
Wir reden ja aber oft nicht von kurzfristigen Reflexen, sondern von stabilen Verhaltensmustern. Und da muss es andere Faktoren geben, die das aufrechterhalten. Und das sind mMn bewusste Entscheidungen. Ist aber im Endeffekt auch egal. Niemand braucht sowas in seinem Leben.

• x 1 #382


P
Zitat von Arnika:
Während das PTBS-Gehirn primär auf traumatische Erinnerungen reagiert, feuert das BL-Gehirn explosionsartig auf zwischenmenschliche Reize.

Zitat von Arnika:
Jemand mit reiner PTBS kann also trotz seiner Last stabilere Beziehungen führen,

Also ich denke, man muss da zwischen PTBS und KPTBS noch mal unterscheiden.
Bei einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) verschwimmen die Grenzen zwischen der klassischen PTBS und der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) doch massiv.
PTBS:
Entsteht oft durch ein einmaliges, kurzes Trauma (z. B. Autounfall, Banküberfall, Naturkatastrophe

KPTBS
Entsteht durch andauernde oder wiederholte Traumatisierungen, aus denen ein Entkommen unmöglich oder extrem schwer war (z. B. jahrelange kindliche Vernachlässigung/Missbrauch, häusliche Gewalt, Krieg). Es entsteht also wie die BPS meist sehr früh in der Entwicklung.
Bei Vernachlässigung oder Missbrauch in der Kindheit führt doch gerade die Nähe zum Partner zu den genannten Triggern.
Das kann 6 oder Nähe sein, aber auch Gerüche, Wünsche, Träume. Also alles was mit dem Partner zu tun hat.
Deswegen denke ich nicht, dass Menschen mit einer KPTBS bessere Beziehungen führen können als Menschen mit BL.

Wenn man sich die Symptome einer kPTBS anschaut, umfasst die KPTBS nucht nur alle Symptome einer normalen PTBS (Wiedererleben/Flashbacks, Vermeidung, Übererregung) sondern drei weitere Kernbereiche:
Schwere Störungen der Gefühlsregulation
Negatives Selbstbild
Beziehungsprobleme

Und da verschwimmen für mich die Grenzen zwischen KPTBS und BL. Deswegen denke ich, wird viel zu häufig BL diagnostiziert, obwohl eigentlich eine KPTBS vorliegt
Also wenn ein "Trauma in der frühen Entwicklungsphase die Beziehungs-Software korrumpiert" dann beschreibt das doch genauso die kPTBS wie Borderline.

Der Unterschied zwischen kPTBS und BL liegt darin, dass kPTBS, wie Du schon sagtest, mit Dauer-Rückzug und einem zutiefst gestörten Selbstbild einhergeht, während BL einen ständigen Kampf gegen das Verlassenwerden führen und wenn es zu schön wird, müssen sie die Distanz wieder herstellen oder gar die gesamte Beziehung beenden.

Für mich gibt es da keinen großen Unterschied.

Zitat von Arnika:
Wir reden hier von Männern, die durch falsche Missbrauchsvorwürfe (oft der eigenen Kinder) ihren Job, ihren Ruf, ihr gesamtes soziales Umfeld und im schlimmsten Fall ihre Freiheit verlieren. Diese werden durch endlose, hasserfüllte Gerichts- und Rosenkriege komplett ausbluten gelassen.

Die Persönlichkeitsstörungen sind vor allem auch ein Problem bei Richtern, Gutachtern und Jugendämtern, die sich mit so etwas kaum auskennen. Okay, heute mögen sie etwas mehr geschult sein als früher. Aber da herrscht oft noch der Gedanke: Ja die Mutter ist psychisch krank, aber wir können doch der Mutter das Kind nicht wegnehmen. Nicht selten kommt es vor, dass gerade das Kind benutzt wird, um die Mutter zu heilen.
Als Vater hat man vor Gericht, wenn man um das Sorgerecht kämpft, dann die A-karte gezogen.
Gerade bei Menschen mit BL oder Narzissmus werden Verwandte, Gutachter, Verfahrensbeistände und die eigenen Kinder derart manipuliert, dass einem vor Gericht schwarz vor Augen wird.
Falsche Missbrauchsvorwürfe sind der bekannte Klassiker, um den Partner aus dem Leben eines Kindes zu entsorgen.

• #383


Arnika
Ja, natürlich gibts da Unterschiede, bringt hier aber auch nicht viel, die Definitionen, die sich ohnehin dauernd ändern, auszudröseln. Das ist ja nur ein Forum. Aber ja, hast Recht, nur im Grunde verschwimmen da beim echten Menschen sowieso die Grenzen.

Einem BL & Co geht’s aber bei falschen Missbrauchsvorwürfen nicht etwa darum, dich aus dem Leben deines Kindes zu entsorgen - sondern dich objektiv völlig grundlos zu vernichten, das Kind ist nicht Hauptdarsteller, sondern nur eine instrumentalisierte Waffe. Und das ist der große Unterschied zu „normalen“ Menschen mit „Gründen“, mit dem sich BL gut erklären lässt. Besonders dann, wenn du ein guter liebevoller Vater bist, btw.. Klar, Nähe-Distanz… Deshalb bleibt dann ja das Gegenüber dann vollkommen verdattert zurück.

• x 1 #384


PapaEmeritus
@PeterN

Ich hab tatsächlich falsche Anschuldigungen erlebt. Da wusste ich erstmal nicht, was ich sagen sollte. Ich wurde zwar „freigesprochen“, aber da versteht man natürlich trotzdem erstmal die Welt nicht mehr. Und das ist alles nur passiert, weil ich diesen ganzen Kontroll- und Abwertungswahnsinn nicht mehr mitgemacht habe, weil ich keine Schuld mehr dafür übernehmen wollte, dass ich einfach nur ein eigenständiges Individuum mit Grenzen und grundsätzlichen Erwartungen bin. Hätte ich das nicht selbst erlebt, würde ich das nicht glauben. Ist eben auch keine normale Trennung, wo man nach einer Weile mit einem gewissen Frieden auf den Menschen schauen kann. Unabhängig davon, was das bei solchen Menschen ist, und wie das entsteht kann sowas ein existenzveränderndes Erlebnis sein. Wenn man da nicht wirklich ein gutes Selbstbewusstsein und eine gewisse Stärke hat, kann einen sowas kaputt machen.

• x 4 #385


P
Zitat von PapaEmeritus:
Unabhängig davon, was das bei solchen Menschen ist, und wie das entsteht kann sowas ein existenzveränderndes Erlebnis sein. Wenn man da nicht wirklich ein gutes Selbstbewusstsein und eine gewisse Stärke hat, kann einen sowas kaputt machen.

Da stimme ich Dir voll zu. Natürlich kann das einen kaputt machen. Aber ich glaube nicht, dass Du da der einzige bist, dem so etwas passiert ist. Im Gegenteil. Meine Ex hat dem Vater ihrer Tochter auch 6uellen Missbrauch vorgeworfen.Hhat sich zwar später dafür entschuldigt, aber das ist doch kein Kavaliersdelikt. Und da ich jahrelang in einem Väterforum war, weiß ich um die unfassbaren Schicksale, die da abgingen. Falsche Missbrauchsvorwürfe waren ein Klassiker. Gut, machen umgekehrt sicher auch Väter, aber die sind weniger bekannt. Und ist natürlich auch nicht immer eine Persönlichkeitsstörung daran schuld. Aber so etwas grundlos vorzuwerfen, sorry, aber da muss man schon ziemlich gestört sein.

Aber Glückwunsch, dass Du es überstanden hast.

• x 1 #386


PapaEmeritus
@PeterN

Mir wurde tatsächlich Stalking vorgeworfen. Wurde sogar deswegen angezeigt (Nachstellen), und musste eine Aussage machen. Ich hätte sie angeblich verfolgt, bei ihr vor der Tür gestanden, angerufen und sowas. War nie passiert. Ist auch nie was gekommen, sie hatte ja auch keine Beweise für Dinge, die nie passiert sind. Auf der Polizei hat man mich trotzdem wie einen Verbrecher behandelt. Ich hab der Polizistin, die mich da vernommen hat, das auch nicht vorgeworfen. Wer weiß, was da alles über mich erzählt wurde. Trotzdem war das ein merkwürdiges Gefühl. Ich war zb etwas verstört, dass die Tür während des Gesprächs offenstand, ging ja schließlich auch um persönliche Daten und Informationen. Wäre für ihre Sicherheit meinte die Polizistin. Am Ende des Gesprächs war sie aber etwas „zutraulicher“ und freundlicher. Von daher alles okay. Also eigentlich nicht, aber der Polizei kann ich da nix vorwerfen, die hat nur ihre Arbeit gemacht.

• x 1 #387


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