Zitat von Haeschen: s gibt sie, die rote Linie, wo Vergebungsbereitschaft endet.
Ja, sie ist Teil unserer moralischenn Identität und verleiht soetwas wie Kontur.
Wenn man alles verzeiht, gibt man der Frechheit Futter und, dass unterstreiche ich, man ist konfliktscheu.
Sich auf die Bibel zu berufen, sollte man gut überlegen, Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Genesis 4,24 Kain soll siebenmal gerächt werden.
Es ist offenbar sehr schwer zu vermitteln was dieses Verzeihen eigentlich ist .
Ich habe es auch spät gelernt .
Bernhard QXY schrieb ja schon , dass es nicht gutheißen bedeutet.
Es passiert in dir . Dadurch geht es Dir besser. Es gibt einen Film der versucht das zu vermitteln : Die Hütte - ein Wochenende mit Gott. Hartes Thema: da ging es um den Mord an der Tochter . Also ein fast unmenschlicher Akt zu verzeihen …
Aber der Vater hat verziehen. Ist damit mit sich ins Reine gekommen.
Natürlich hat er es nicht gut geheißen .
Hab noch das hier gefunden auf sehr guter Seite :
Verzeihen heißt, bereit zu sein, jede Verdammung aufzugeben und die Schuld des anderen auszulöschen. Das braucht Training. Verzeihen bedeutet, sich von der Bürde, ein Opfer zu sein, zu befreien und den Schmerz loszulassen. Wenn wir vergeben, dann tun wir also in erster Linie uns selbst etwas Gutes