Zitat von Mirandaa: ich meine dennoch: du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben
Du hast Recht, weil ich will ja die "Kinder" nicht festhalten und sie am Ablösungsprozess von mir nicht hindern.
Aber sie sind die wichtigsten Menschen jetzt, zu denen ich mich am meisten verpflichtet fühle und die am meisten liebe. Die Liebe zu den eigenen Kindern kann unfassbar groß sein, vor allem wenn die noch jünger sind. Für die eigenen Kinder würdest Du einen Tiger mit bloßen Händen angreifen, wenns sein muss. Deswegen finde ich das deutsche Sorgerecht auch so unendlich ungerecht, wenn Vätern einfach quasi automatisch die Kinder weggenommen werden.....bin so froh, dass ich das nicht erleben musste, ich bin mir nämlich nicht sicher, dass meine Ex nicht schon vor 10 Jahren zb auch schon mal eine Phase mit Trennungsabsichten hatte..........................
..................................ich sehe meine Ehe halt nur in diesem Licht momentan...........aber das hilft auch gegen die Trauer, weil die Trauer entsteht aufgrund einer romantischen Imagination von meiner Ex, die jetzt erst durch den Verlust entstanden ist. Dieses romatisch verklärte Bild hat aber wsl viel mehr mit meiner Liebe zu meiner Mutter von dem kleinen Jungen in mir zu tun. Dieser kleine Junge in mir, der ist nämlich schon immer quicklebendig, weil ich schon immer eine sehr gute Beziehung zu ihm habe, auch aufgrund meiner kreativen Biografie, wo es ja auch darum geht, das Kind in sich zu schützen, weil eben nur das innere Kind diese riesige kreative Energie hat. Deswegen habe ich ja auch sehr guten Zugang zu meinen Gefühlen, fast schon wie eine Autobahn und ich werde von den LKWs überrollt den ganzen Tag

(also jetzt nicht mehr krass....)
Jedenfalls, dieses Bild von ihr, wie sie voller Liebe für mich ist, das möchte meine Ex bis heute aufrecht erhalten. Ich denke, es tut ihr gut, wenn sie jemand für so fantastisch liebevoll hält. Deswegen auch mein Spruch (siehe unten). Von Vorwürfen will sie momentan nix hören, das überfordert sie natürlich..Deswegen bringen die Gespräche nix, außer dass das Ungleichgewicht mich Energie kostet...
Was dieses romantische Bild von ihr betrifft...Die Realität sieht anders aus.
Dieses "andere" Bild von ihr, ist durch das "Gegenlicht" des "guten" Bildes beeinflusst, und erscheint dadurch zu böse. Denn sie ist kein Vamp, keine Frau, die Affären an sich für legitim hält oder sich an mir rächen wollte mit der Affäre.
Aber ich habe keine Lust, weiter innerlich damit zu kämpfen, ihr den sh*t zu vergeben. Nö, ich bin enttäuscht von ihr, dass mir das angetan hat, obwohl sie wusste, wie sensibel ich bin , und obwohl sie hätte wissen müssen, wie sehr es ihre Tochter treffen würde, und obwohl sie wusste wie es sich anfült, weil sie als junge Frau sowas einmal durchmachen musste.
Wenn ich mich vom guten Bild von ihr verabschiede, und es meiner kindlichen Liebe zu meiner Mutter zuschreibe, dann kann ich anfangen, das schlechte Bild von ihr, in mir, in ein gerechteres Bild zu rücken.
Und sie deswegen für schlecht zu halten, wäre komplett unrealistisch, aber ich fange halt auf dieser Seite an, weil es mir realistischer erscheint Fortschritte zu erzielen, und ich so diese divergierende Sicht von ihr, in mir auflösen kann und sie dadurch in mir, wieder als eine Person fühlen kann. Denn sie hat durch ihre "Tat" meine Wahrnehmung so verstört, dass ich sie wie dissoziiert wahrnehme, als hätte sie zwei Gesichter.
Aber es geht nicht nur darum, das Bild von ihr in mir wieder zu integrieren, sondern es geht auch darum, wieder eine Verbindung zu mir selbst aufzubauen, denn ich habe durch den Verrat komplett die Verbindung zu mir verloren, und auch in den letzten 4-5 Jahre würde ich sagen, habe ich mehr und mehr die Verbindung zu mir selbst verloren.
Ich habe genügend Methoden bei mir, im mich wieder mit mir selbst zu verbinden, und das ist meine Kunst, und sie wird es sein, die diese Lücke, die meine Ex gerissen hat, wieder aufzufüllen und die mir helfen wird mich wieder 100% mit mir selbst zu verbinden.
Und wenn jetzt die Trauer kommt, dann denke an meine Ex, wie sie sich nach dem AM sehnt, oder wie sie sich wohl oft einen Traummann ausmalte, wenn sie wieder mal unzufrieden mit mir war, oder wie mit dem AM gev* hat oder mit anderen Männern geflirtet hat. Das bringt die Trauer zum Verschwinden oder beruhigt sie. Denn ich habe wahrgenommen, dass meine Trauer auch sehr viel mit einer inneren Erregung zu tun, dem Wunsch nach Trost. Vielleicht reicht das bis an die Wurzel meines Seins, dem Wunsch nach Trost als Baby. Wir alle kennen ja die "Erziehungsmethoden" von Babys und Kleinkindern aus den 70er. Lass ihn schreien, der beruhigt sich dann schon und so weiter...