Zitat von Markus1977:Ich kann Deinen Schmerz und Deine Enttäuschung sehr gut nachvollziehen. deine Geschichte ist 1:1 die selbe, die ich vor 15 Monaten durchgemacht habe. Deine und auch meine Ex sind mit uns einfach fertig gewesen. Und dann kam der Prinz, der alles besser oder anders macht. Zumindest für einen gewissen Zeitraum. Diese ...
Ich kann es nicht genau einschätzen, sie meinte jetzt schon noch sehr oft, wie sehr sie mich geliebt hat (fast bis zum Schluss). Klar, die letzten 4-5 Jahre war es bei ihr schon ziemlich abgekühlt. Bei mir ja irgendwie auch. Ist schon komisch, so sehr geliebt, wie in den letzten Wochen habe ich meine Frau, glaube ich, noch nie. Habs zumindest noch nie so stark gefühlt.
Aber da gibt es auch einfach diese "andere" Frau, die sich in den letzten 2-3 Jahren entwickelt hat, die ihre Ablehnung und Frust und vor allem den Wunsch nach einem neuen, besseren Mann mir nicht kommuniziert hat.
Der Hintergrund:
Sie war jahrelang relativ krank, musste oft wochenlang das Bett hüten.Ich war nicht nicht genügend an ihrer Seite, ihrer Meinung nach. Worüber man auch streiten könnte, ob das stimmt, denn ich war da, hab mich um die Kids und auch um sie gekümmert. Aber oft halt nur mechanisch, wie das vielleicht so ist, wenn jemand wochenlang ausfällt und leidet. Ich konnte das irgendwann nicht mehr mental aushalten, sie emotional zu unterstützen. Ist auch egal, das Entscheidende ist, dass sie sich im Stich gelassen gefühlt hat. Leider habe ich nicht erkannt, dass wir spätestens da eine Paartherapie hätten machen müssen, um diese Krankheitsjahre aufzuarbeiten. Und es hätte passieren können, dass wir uns aufgrund der Therapie trennen. Die Kinder sind für uns das Wichtigste, ich denke, ohne Kinder hätte sie sich schon früher getrennt, aber vielleicht hätte ich mich auch getrennt. Gott Sei Dank ist sie seit zwei Jahren wieder gesund, aber seitdem hat sie begonnen mich zu verlassen, ganz heimlich, ohne es mir zu sagen.
Das Familienkonzept war einfach mein Ein und Alles, und das ist mir jetzt weggebrochen. Ich trauere eigentlich um drei Sachen: Meine Frau, wie sie einmal war, die gemeinsame Familienzeit, als die Kinder noch kleiner waren, und um das Familienkonzept an sich, wo ich dachte, das läuft jetzt weiter bis zum Tod. Ich meine damit zb Heirat von Kindern, Opa und Oma hüten die Enkelkinder, diese ganze Sache halt..
Ich mein, ok, jetzt bin ich wieder Single, muss mich nicht mehr anpassen, fühlt sich auch nicht schlecht an, kann mich verabreden mit wem und wann ich will und machen was ich will. Trotzdem, die Familie war einfach das Größte für mich.