drella_1973
Gast
nachdem ich ungefähr hundert mal vergeblich versucht habe, dieses belastende Thema mit mir selbst auszumachen, schreibe ich heute (da ich einen schlimmen Rückfall habe) meine Geschichte auf. Vielleicht schaffen wir es ja, uns gegenseitig aufzubauen, und uns an schweren Tagen (wie heute) gegenseitig zu unterstützen...
Es ist so, dass ich vor ein paar Jahren, in einem Zustand, in dem ich gefühlsmäßig noch in der "alten" Beziehung verhaftet war, meine ehemalige Freundin kennen gelernt habe. Bereits bei unseren ersten Treffen schlug mir jedesmal das Herz bis zum Hals, wenn wir uns getroffen haben, und ich war vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben wirklich zu 100% glücklich. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch ein Stück weit in meiner alten Beziehung gefangen war, konnte ich ihr mein Glück und meine tiefe Liebe am Anfang gefühlsmäßig noch nicht so wirklich zeigen. In der Zeit, die wir miteinander hatten, war ich sehr glücklich, jede SMS hat mich sehr glücklich und euphorisch gemacht. Irgendwie habe ich es trotzdem geschafft, Fehler zu machen, wie z.B. ihr wegen hoher Arbeitsbelastung nicht gut genug zuzuhören (SMS- Antworten haben manchmal mehrere Tage gedauert). Im Nachhinein tut mir das alles wahnsinnig leid, sie ist die Frau meines Lebens, und es wird niemanden mehr geben wird, den ich so sehr lieben werde wie sie...
Sie ist keine einfache Person, die Kommunikation geht meist nur über whattsapp und sms, telefonieren war aus irgendeinem Grund immer schwierig für sie. Irgendwann haben wir uns dann getrennt (ich mußte zu viel arbeiten, mußte viel unterwegs sein, und war zu wenig präsent, sie hat mir vorgeworfen, ich wäre nicht ihre Priorität Nr. 1). Mich hat der fehlende Kontakt zu ihr umgehauen, ich hatte jedes Mal Herzrasen, wenn ich auch nur ihr Auto zufällig in der Stadt gesehen habe, und habe mich nach einem Treffen mit ihr gesehnt. Mein erster und mein letzter Gedanke am Tag ging immer an diese wunderbare Frau, die mich in einigen wenigen Momenten verzaubern kann wie kein anderer Mensch auf dieser Welt. Und mir wurde immer mehr klar: die Frau ist es, und keine andere...
Wir haben mehrere Monate nur sms geschrieben, die einzige Möglichkeit für ein Wiedersehen auf dem Weihnachtsmarkt habe ich wegen einem Organisationsfehler vermasselt. Sie hat mir trotzdem geschrieben, dass wir uns "ganz bald" wieder sehen... Irgendwann hat jemand tagelang wie wild 10mal pro Tag mit unterdrückter Nummer bei mir angerufen, ich dachte, es wäre irgendeine aggressive Telefonwerbung (aber scheinbar war sie es, aus irgendeinem Grund telefoniert sie immer mit unterdrückter Nummer). Leider bin ich deshalb nicht an das Telefon gegangen. Was ich einige Wochen danach über ein whattsapp- Foto erfahren habe, war, dass sie jetzt wieder mit ihrem Ex- Freund zusammen ist, und mit ihm zusammen zieht.
Mir hat das total den Boden unter den Füßen weggezogen, da nun die Traumfrau meines Lebens verloren ist... das war im Sommer 2015. Ich helfe mir mit viel Arbeit, habe einen Job als Führungskraft angenommen, um so viel zu arbeiten, dass ich nicht nachdenken muss. Und ich trinke zuviel... an Tagen wie heute fehlt sie mir unendlich, und alles scheint leer und trostlos und sinnlos... auf ihre sms und Anrufe habe ich nicht gentwortet, um erst wieder klar zu werden.
Ich habe die Liebe meines Lebens verloren, und das tut gerade im Moment sehr weh.
Ich weiß, die Geschichte ist etwas erstaulich, und meine Ex scheint etwas merkwürdig und anstrengend zu sein, aber ich liebe sie trotzdem sehr. Manche Dinge kann man einfach nicht rational erklären, sie sind aber dennoch so.
Dass ich "sie loslassen muss", "ich bestimmt etwas besseres finde", "ich mich ablenken muss", "ich sie auf den Sockel stelle", habe ich (beim Lesen der Threads hier) bereits verstanden. Ich bin auch kein Typ, der wegen aufkommender Schwierigkeiten gleich zum nächsten Partner rennt, manche Dinge sind es auch verdammt nochmal wert, das man sich bemüht und leidet.
Ein gegenseitiger Austausch würde mich freuen. Das Niederschreiben hat schon mal gut getan.
Viele verwirrte und immer noch traurige Grüße,
Drella