anonym121
Gast
Ich wende mich an euch, da ich ziemlich Probleme in meiner Beziehung habe. Vielleicht habt ihr eine Meinung oder einen Rat, den ihr mit mir teilen möchtet.
Ich bin mit meinem Partner seit einem Jahr zusammen, in dem es viele Höhen und Tiefen gab.
Eigentlich haben wir uns aber nie richtig extrem gestritten. Es war immer sehr harmonisch, haben uns 1-2 mal in der Woche abends getroffen und alle 2 Wochen am Wochenende mal mehr, mal weniger miteinander verbracht.
Wir haben auch schon schwierige Phasen durchgemacht.
Grundproblem 1:
Er hat sich dazu entschieden, aus seinem jetzigen Beruf zur Bundeswehr zu wechseln. Ergo, ab sofort nur noch Wochenendbeziehung, über den Tag in der Woche kein weiteren Kontakt, da Handys während der Dienstzeit verboten sind. Wir hören uns nur abends kurz.
Weiterhin würde er die Wochenenden nie komplett mit mir verbringen.
1 Tag höchstens. Für mich ist das irgendwie keine richtige Beziehung. Für mich stand auch von Anfang an fest, dass das für mich nicht geht und er wusste darüber Bescheid. Dennoch hat er sich dazu entschieden zur Bundeswehr zu gehen.
Wie seht ihr das?
Grundproblem 2:
Er hat zu wenig Zeit für mich übrig und wenn dann immer erst dann, wenn alles andere erledigt ist. Ich komme mir dann immer hinten angestellt vor.
Kleines Beispiel: Vor kurzen war ich krank und hätte seine Hilfe benötigt, aber er hatte einfach keine Zeit. Es ist verletzend, wenn ich die Hilfe benötige, was selten ist, und sie dann aber genau in dem Moment nicht bekomme.
Ich meine, er sagt mir immer wie sehr er mich liebt und wie wichtig ich ihm bin, aber er verbringt aus meiner Sicht einfach zu wenig Zeit mit mir.
Aber ist es nicht so, dass man mit demjenigen, den man so sehr liebt und der einem wichtig ist, auch entsprechend viel Zeit verbringt?
Ich glaube ihm schon, dass es so ist, wie er es sagt, nur hat er eben eine andere Auffassung. Er sagt immer, er braucht auch mal Zeit für sich, die er aus meiner Sicht der Dinge aber hat.
Aktuell ist es so, dass ich ihm nun die o.g. Probleme nochmal geschildert habe, was dann dahin geendet ist, dass wir die Beziehung mehr oder weniger beendet haben. So richtig weiß ich es nicht.
Aktuell haben wir keinen Kontakt, denn er muss erst mal über seine Gefühle klar werden. Er hatte sogar vorgeschlagen, die Bundeswehr für mich zu verlassen. Aber ist das andere Problem deswegen weg? Hat er dann deswegen mehr Zeit oder bin ich dann auf einmal seine Priorität?
Ich möchte dennoch nicht, dass er bei der Bundeswehr aufhört, denn es ist sein Wunsch und seine Chance für sich, sich zu entwickeln. Ich möchte das ihm nicht verbauen und später mir mal darüber keine Vorwürfe machen lassen.
Für mich ist es trotz der Probleme irgendwie eine Katastrophe, denn ich liebe ihn wirklich sehr und kann nicht so richtig ohne ihn. Die offensichtliche Trennung mag ich nicht so richtig akzeptieren.
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll? Soll ich meine Bedürfnisse hintenanstellen, nur dass der Kontakt mit ihm bestehen bleibt?
Wir haben über das "Grundproblem 2" auch schon öfters gesprochen, aber er ändert es nicht.
Eine Freundschaft ist auch nicht der Weg. Die Gefühle lassen sich nicht ausstellen.
Er war/ist bester Freund und Partner. Ich habe nie so ein Vertrauensverhältnis zu einer Person gehabt, wie bei ihm. Das fehlt natürlich auch besonders.
Andere soziale Kontakte habe ich zwar, aber nichts engeres. Meine Freundin ist sogar genervt von meinen Problemen. Ergo fehlen mir komplett die Personen mit denen ich überhaupt über das alles sprechen kann. Und dann kommen Kommentare ala "das wird schon" und "da kommen noch andere". Aber genau so was möchte ich ja nun in so einer Phase eben nicht hören.
Entschuldigt bitte für den langen Text. Ich hoffe, es ist nicht zu unverständlich und ihr habt irgendwie wenigstens einen Ratschlag oder zumindest eine Meinung dazu.
Herzlichen Danke schon mal!
Viele Grüße
