Zitat von _Tara_:@Blanca : ist doch jetzt müßig, sich solche Szenarien nachträglich auszumalen. Was soll das noch bringen?
Mir geht es darum, daß die TE folgendes nochmal hinterfragt:
Zitat von AnnaLena49:Die ersten 13 Jahre hätte ich von bedingungsloser LIEBE zueinander gesprochen. Getragen durch Freiheit, Zuneigung, sehr starker Anziehung ohne jegliche Ansprüche und Forderungen aneinander. Seit 5 Jahren - als die andere ins Spiel kam - waren Veränderungen in seiner Verhaltensweise erkennbar.
Seine Söhne. Ich habe hier auch meinen Anteil daran. Ich hatte irgendwann auch kein Interesse mehr, seine Kinder kennenzulernen. Es mag ungewöhnlich sein, aber ich war noch nie ein Fan von Patchwork.
Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, daß jemand kein Fan von Patchwork ist. Allerdings kenne ich kaum jemand, der im Ernstfall nicht seinem
Partner im Krankenhaus würde beistehen wollen, wenn das von mir ausgemalte Szenario eintreten sollte.
Ich denke aber ehrlich gesagt auch, daß eine Partnerschaft - bei aller Freiheit, Zuneigung und Anziehung - ohne jegliche Ansprüche und Forderungen aneinander keine Tiefe hat. Die Vorbedingung dieses Mannes - seine Söhne rigoros auszuklammern - brachte vielmehr bereits den Anspruch bzw. die Forderung mit sich, daß Anna Lena sich gefälligst darauf einzustellen habe, im Ernstfall von einem Tag auf den nächsten wieder zur Fremden zu werden, wenn das von mir ausgemalte Szenario eintreten sollte.
Bei Licht betrachtet haben dieser Anspruch bzw. so eine Forderung mit "Partnerschaft" und "Liebe" wenig zu tun. Sie zeugen vielmehr von fehlender Fürsorglichkeit und Nähe.
Möglich bzw. sogar wahrscheinlich, daß der Ex sich darüber gar keinen Kopf gemacht hat. Das tat er beim Anbandeln mit der Praktikantin oder beim Zeugen der Zwillinge ja auch nicht. Doch der Ex interessiert mich auch nicht: Der ist passé.
Wichtig ist jedoch, daß Anna Lena ihr eigenes Verhalten nochmal beleuchtet, damit sie sich künftig schützen kann. Und in all ihren Beiträgen fällt mir auf, daß sie nicht nur einen hohen Verantwortungssinn an den Tag legt - und damit hohe Ansprüche an sich selbst - sondern daß sie umgekehrt relativ wenig bis nichts von anderen (für sich selbst) einfordert.
So, und nun schaut Euch das (und ja, es ist nachträglich und frei ausgemalt...) Szenario nochmal an, stellt Euch vor, die Affaire wäre nie aufgeflogen und stattdessen wäre der Ex im Spital gelandet:
Die Beziehung wäre so oder so in einem Desaster geendet - weil ihr Fundament nie gestimmt hat:
Der Ex war nicht beziehungsfähig, schon aufgrund seiner Ansprüche und Forderungen nicht.
Wo bitte finden wir den Schlüssel, sowas künftig von vornherein zu verhindern?
Leute wie den Ex gibt es zuhauf, das ist ärgerlich, aber leider nicht zu ändern.
Denn Leute wie den Ex kann man nicht ändern.
Wenn wir überhaupt etwas ändern können, dann uns selbst...
... also was könnte Anna Lena
bei sich ändern um das Risiko einer Wiederholung zu reduzieren, ohne deswegen gleich komplett auf Partnerschaften im Leben verzichten zu müssen?