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Mens Mental Health Awareness Month

Femira
Sehr wichtiges Thema.

Hier ein Beitrag dazu, den ich wirklich beachtlich fand und über den ich immer wieder nachdenke
https://www.ted.com/talks/chimamanda_ng...edcomshare

Zitat von hotte:
Warum sollten wir also besonders über die mentale Gesundheit von Männern sprechen?
- 71,5 % der „erfolgreichen“ Suizide im letzten Jahr wurden von Männern begangen.
- 78 % der obdachlosen Menschen sind Männer.
- Männer haben im Durchschnitt eine etwa 5 Jahre geringere Lebenserwartung, u. a. aufgrund von Herzproblemen und Suiziden.
- Männer sind zu etwa 30 % Opfer häuslicher Gewalt und zu etwa 40 % Opfer psychischer Gewalt – mit einer hohen Dunkelziffer.

x 2 #31


Jane_1
Zitat von hotte:
Wenn eine Frau sagt das sie Feministin sei, wird das anerkannt. Wenn ein Mann sagt das er sich mit Männlichkeit beschäftigt wird in der Regel erstmal schief geguckt

Danke für das Teilen und sich zeigen 👍

Zu dem Zitat: Ich glaube, es kommt darauf an, zu wem man es sagt. Hier im Forum zB wird es eher zerrissen, wenn man sich Feminist-in nennt. Du, als Mann, der sich mit Männlichkeit beschäftigt, wirst das vermutlich eher anerkennen. Ich, als Frau die sich als Feministin sieht, schätze deine Beschäftigung mit dem Thema Männlichkeit. Beide Themen eint als Hintergrund, dass sie sehr viel mit dem Thema Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu tun haben.

x 8 #32


A


Mens Mental Health Awareness Month

x 3


Löwenzeh
Zitat von Sincerite:
mit einer Nervenreizung im ganzen Körper

Sag, wie fühlt sich das an?
Ich habe selbst gerade merkwürdige Beschwerden und als ich das las...
Was ist eine Nervenreizung und wie hat es sich bei dir geäußert?

x 1 #33


S
@Löwenzeh
Es hat mit einem Kribbeln am linken, unteren Hinterkopf angefangen. Das Kribbeln hörte nicht auf. Daraus wurde ein Brennen am linken gesamten Hinterkopf. Dann hat es alle Nerven auf der linken Körperseite bis zum Fuß erreicht. Nach einer merkwürdigen schmerzhaften Akkupunktur an den Muskelsträngen hinten am Hals, hatte ich es auf beiden Seiten. In der Klinik sind alle meine alten Kindergefühle aufgebrochen und ich habe fast nur geheult. Seit dem ist die Nervenreizung weg.

x 4 #34


W
Ich beschäftige mich vielleicht nicht so tiefgehend wie du mit dem Thema, habe mir aber auch schon Gedanken gemacht.
Ich habe bereits meine eigene Vorgeschichte und dementsprechend ein Päckchen zu tragen. Aufgrund meiner Prägung bei den Zeugen Jehovas und meiner eigenen Persönlichkeit habe ich Schutzmechanismen entwickelt, die im Grunde einen großen Hebel haben: Meine Harmoniebedürftigkeit. Dabei ist es kein eigentliches Bedürfnis oder reine Nettigkeit, sondern eher aufgrund Erfahrungen und dieser Prägung gehört es zu dem Schutzmechanismus, der meine "Position" in meiner Umgebung sichert. Dabei fällt mir das Setzen von Grenzen sehr schwer, das Einordnen der Gefühle, die ich vorher noch zerdenke und abwäge....

Zusätzlich kommen natürlich nun die Probleme, denen sich "normale" Männer stellen müssen: Eigene Erwartungen, Erwartungen von außen, alte und neue Rollenbilder.
Der neue Mann soll sich um die Familie kümmern, soll / darf in Elternzeit gehen, soll auch bei "seinem" Haushalt mit anpacken, Aktivitäten planen usw.. und alle wundern sich, dass Frauen das Interesse an dem "sicheren" Mann verlieren... erfüllt der Mann nicht alle "Aufgaben" als "Kopf der Familie" überlastet das das Nervensystem der Frau, die sich dann zurückzieht um sich selbst zu schützen.

Du KANNST es heute einfach nicht mehr richtig machen.

x 1 #35


S
Zitat von waytodawn:
Du KANNST es heute einfach nicht mehr richtig machen.

Geht es denn darum, alles richtig zu machen? Oder geht es um etwas anderes?

x 1 #36


ElGatoRojo
Zitat von Sincerite:
Geht es denn darum, alles richtig zu machen?

Du machst als Mann nichts richtig, wenn du alles richtig machen willst -- wenn man denn liest, warum Frauen sich trennen

x 5 #37


W
Zitat von Sincerite:
Geht es denn darum, alles richtig zu machen? Oder geht es um etwas anderes?

In Streits wahrscheinlich schon... und wie das jeder für sich selbst sieht ist natürlich die andere Frage. Solche Ansprüche kommen eben meist von einem selbst oder von außen.

x 2 #38


S
Zitat von Sincerite:
Geht es denn darum, alles richtig zu machen? Oder geht es um etwas anderes?

Geht es denn nicht darum, zu leben, zu lieben, zu fühlen, seine eigenen Werte zu finden?

x 2 #39


hotte
Wow,

hier haben sich tollen Themen entwickelt und ein paar sehr schöne Beiträge. Danke an euch alle, ich denke mit offenen Diskussionen bringen wir solche Themen voran.

Ich habe mir ein paar Dinge rausgepickt auf die ich gerne eingehen möchte...

Zitat von Worrior:
Was macht ihr Männers so für Euere Gesundheit?
Geht ihr regelmäßig zu den Checks?

Du hast absolut Recht und viele Männer vernachlässigen neben der mentalen auch die körperliche Gesundheit. Als ich vor 2 Jahren meine Bluthochdruck diagnose bekommen habe, habe ich innerhalb von einer Woche aufgehört zu rauchen, habe die Cola weggelassen und angefangen mich mehr zu bewegen (ca. 300k schritte im Monat damals, mittlerweile mehr und zusätzlicher Sport). Die Regelmässigen Check-Ups bei Hausarzt mache ich und ich gehe mehr oder weniger Regelmässig zum Urologen auch wenn ich dort einen Großteil der Vorsorge selbst zahlen muss. Dummerweise ist mein CAP Wert ständig erhöht (Marker der auch bei Prostatakrebs deutlich erhöht ist) aber noch nicht so das mein Arzt eine Krebserkrankung vermuten würde. Trotzdem muss das engmaschig kontrolliert werden.


Zitat von waytodawn:
Du KANNST es heute einfach nicht mehr richtig machen.


Zitat von ElGatoRojo:
Du machst als Mann nichts richtig, wenn du alles richtig machen willst -- wenn man denn liest, warum Frauen sich trennen


Ich verstehe eure beiden Aussagen, habe jedoch mittlerweile eine etwas andere Meinung dazu. Das Stichwort ist Kommunikation. Oftmals machen Männer das was Frauen von ihnen wollen ohne zu verstehen das Frauen oftmals etwas anderes wollen.

Folgende hypotetische Sitiation. "Klassische" Rollenverteilung, Sie übernimmt den Haushalt und einkaufen, er bringt die Kids zur Schule und geht Arbeiten. Ein ebenfalls Klassisches Thema ist das sich die Frau beschwert das sie mit dem Haushalt alleine ist und das es alles so viel sei. Also hilft der Mann im Haushalt und die Situation wird etwas besser. Was oftmals aber wirklich dahinter steckt ist sowas im Sinne das sich die Frau auch Anerkennung für ihre Leistungen wünscht, das sie gesehen werden möchte und nicht immer um alles bitten muss.

Wenn also beide Partner lernen konkret über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, dann lässt sich sowas aus der Welt schaffen bevor es zu einer Trennung kommt. Vergleiche hierzu die Bücher von John und Julie Gottman.

Nicht umsonst geht es in einer Eheberatung fast immer darum miteinander zu kommunizieren.....


Zitat von Jane_1:
Zu dem Zitat: Ich glaube, es kommt darauf an, zu wem man es sagt. Hier im Forum zB wird es eher zerrissen, wenn man sich Feminist-in nennt. Du, als Mann, der sich mit Männlichkeit beschäftigt, wirst das vermutlich eher anerkennen. Ich, als Frau die sich als Feministin sieht, schätze deine Beschäftigung mit dem Thema Männlichkeit. Beide Themen eint als Hintergrund, dass sie sehr viel mit dem Thema Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu tun haben.

Ich denke viel wichtiger als die Bezeichnung "was" man ist, ist das Ziel das man verfolgt. Wenn man ehrliche Gleichberechtigung anstrebt ist es egal aus welcher Richtung man rangeht. Man wird sich zusammensetzen und versuchen Probleme bzw. Herausforderngen zu lösen. Wie du richtig sagst, Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

Zitat von Fenjal:
Bis heute habe ich vor niemandem rumgeheult, käme nicht auf die Idee andere zu betatschen, Distanz ist das Zauberwort.

Das scheint dein Weg zu sein und auf die eine Art bewundere ich da, auf der anderen tut es mir sehr leid für dich. Ich unterstelle einfach das du daher auch noch nie plötzliche Hilfe aus einer unerwarteten Richtung erhalten hast. Das was ich mit dem öffnen geschrieben habe gilt ja nicht nur im Beruflichen Umfeld. Ich weiß das ich Glück habe in einem Umfeld zu arbeiten wo das so geht aber weiß auch das viele diese Möglichkeit nicht haben. Ich möchte dir nichts absprechen und akzeptiere deine Sichtweise, stehe aber mehr auf der Seite wie H-Moll das beschrieben hat...

Zitat von H-Moll:
Wenn man Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilt, ist das eine grossartige, weil sehr menschliche Sache. So entsteht Gemeinschaft, und die ist wichtig für uns Menschen. Wir lernen von anderen und andere lernen von uns.

x 4 #40


ElGatoRojo
Zitat von hotte:
Du hast absolut Recht und viele Männer vernachlässigen neben der mentalen auch die körperliche Gesundheit. Als ich vor 2 Jahren meine Bluthochdruck diagnose bekommen habe, habe ich innerhalb von einer Woche aufgehört zu rauchen, habe die Cola weggelassen und angefangen mich mehr zu bewegen

Ich habe auch erst zu rauchen aufgehört als mich der Notarzt im Hotel ins Kranlkenhaus in Abu Dhabi einwies und da gab es Oxygen. Drei Jahre her und es geht mit besser als vorher. Essen aber ohnehin seit Jahrzehnten mediterran und viel selbstgemacht -- bin froh da eine Partnerin zu haben, die das vorausschauend sieht.

Auch Alk. auf Begleitung zum Essen begrenzt oder einen Kurzen nur bei besonderen Ereignissen (Ja, auch heute abend - egal ob sie gewinnen oder verlieren). Durch anspruchsvolle Arbeit, Wochenendehe, Rumreiserei war ich guter Kandidat, da abzugleiten. Nur Erschrecken vor sich gibt dann die Route vor und die bewußte Selbstbeschränkung.
Zitat von hotte:
Ich verstehe eure beiden Aussagen, habe jedoch mittlerweile eine etwas andere Meinung dazu. Das Stichwort ist Kommunikation. Oftmals machen Männer das was Frauen von ihnen wollen ohne zu verstehen das Frauen oftmals etwas anderes wollen.

Oft krankt aber die Kommunikation an ihrer Erwartung: "Das muss er doch merken!" oder "Wenn ich drum bitten muss, ist es nicht echt". Und klar - diese Erwartung gibt es auch umgeklehrt von ihm an sie. Über diese Schwelle muss man gehen ....

x 3 #41


Nur-ein-Mensch
Zitat von Worrior:
Was macht ihr Männers so für Euere Gesundheit? Geht ihr regelmäßig zu den Checks?

War letzte Woche zum erstmal wegen eines 50+ Checks da.


Alles vermessen,kleines Blutbild.


Ärztin meinte sie habe selten so ein gutes Blutbild in dem Alter gesehen.

Hab nur 1-5 Kilo zu viel,da kann ich mich mal dran machen,meinte sie,bin ich auch schon drüber,20/4 Intervallfasten.

Gutes Essen,Gutes Umfeld,Stress reduzieren,Sport und gutes Mind Set,das ist es was ich lebe.

x 3 #42


Worrior
Wie schon geschrieben Geld und materielle Dinge sind ersetzbar.
Physische und psychische Gesundheit sind megawichtig. fällt sie weg dann wirds blöd.
Leider hat man es gesundheitlich nicht immer selbst in der Hand.
Dein Charackter und die Werte nach denen du lebst machen dich als Mann aus.
Hast Du das nicht bist du nur eine Hülle, ein Geist.

Respektiere, sxhütze und wertschätze Personen die in widrigen Umständen, in guter Absicht, neben oder hinter dir steht.
Stellt sich dir jemand wissentlich in den Weg dann lächle erst mal, er wess nicht was er tut.

x 2 #43


W
Zitat von hotte:
Ich verstehe eure beiden Aussagen, habe jedoch mittlerweile eine etwas andere Meinung dazu. Das Stichwort ist Kommunikation. Oftmals machen Männer das was Frauen von ihnen wollen ohne zu verstehen das Frauen oftmals etwas anderes wollen.

Folgende hypotetische Sitiation. "Klassische" Rollenverteilung, Sie übernimmt den Haushalt und einkaufen, er bringt die Kids zur Schule und geht Arbeiten. Ein ebenfalls Klassisches Thema ist das sich die Frau beschwert das sie mit dem Haushalt alleine ist und das es alles so viel sei. Also hilft der Mann im Haushalt und die Situation wird etwas besser. Was oftmals aber wirklich dahinter steckt ist sowas im Sinne das sich die Frau auch Anerkennung für ihre Leistungen wünscht, das sie gesehen werden möchte und nicht immer um alles bitten muss.

Wenn also beide Partner lernen konkret über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, dann lässt sich sowas aus der Welt schaffen bevor es zu einer Trennung kommt. Vergleiche hierzu die Bücher von John und Julie Gottman.

Nicht umsonst geht es in einer Eheberatung fast immer darum miteinander zu kommunizieren.....


Ich habe erst kürzlich "ein wenig Eheberatung" bei der Caritas erlebt. Ja, natürlich ist Kommunikation mit ein Schlüssel. Aber da werden Erwartungen auf beiden Seiten kommuniziert, ebenso was man auf den Tisch bringen KANN und WILL.
In unserem Fall ging es um klare Absprachen und um Kompromisse. Wenn es klare Absprachen gibt und etwas "abgegeben" wird, dann müssten aber auch die eigenen Ansprüche überdacht werden.
Nur doof, wenn am Ende der Gegenpart denkt er müsse doch alles selbst machen, weil "es nur dann richtig gemacht wird".

Ich habe dazu auch eine andere Sichtweise gehört... Es würde oft darum gehen "gesehen" zu werden. Also "Verständnis" zu haben. Das funktioniert aber nur in beide Richtungen.
In Zeiten der Gleichberechtigung sollten wir nicht mehr erwarten "Sonderbehandlungen" zu erhalten.

x 3 #44


H
Noch wichtiger als das Thema Gleichberechtigung , und ja das sage ich feministisch, ist für mich: Gleichwertigkeit.
Aus der ergeben sich nämlich alke Konsequenzen.
Auch rechtlicher, finanzieller und psychologischer Art.

x 1 #45


A


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