Wow,
hier haben sich tollen Themen entwickelt und ein paar sehr schöne Beiträge. Danke an euch alle, ich denke mit offenen Diskussionen bringen wir solche Themen voran.
Ich habe mir ein paar Dinge rausgepickt auf die ich gerne eingehen möchte...
Zitat von Worrior: Was macht ihr Männers so für Euere Gesundheit?
Geht ihr regelmäßig zu den Checks?
Du hast absolut Recht und viele Männer vernachlässigen neben der mentalen auch die körperliche Gesundheit. Als ich vor 2 Jahren meine Bluthochdruck diagnose bekommen habe, habe ich innerhalb von einer Woche aufgehört zu rauchen, habe die Cola weggelassen und angefangen mich mehr zu bewegen (ca. 300k schritte im Monat damals, mittlerweile mehr und zusätzlicher Sport). Die Regelmässigen Check-Ups bei Hausarzt mache ich und ich gehe mehr oder weniger Regelmässig zum Urologen auch wenn ich dort einen Großteil der Vorsorge selbst zahlen muss. Dummerweise ist mein CAP Wert ständig erhöht (Marker der auch bei Prostatakrebs deutlich erhöht ist) aber noch nicht so das mein Arzt eine Krebserkrankung vermuten würde. Trotzdem muss das engmaschig kontrolliert werden.
Zitat von waytodawn: Du KANNST es heute einfach nicht mehr richtig machen.
Zitat von ElGatoRojo: Du machst als Mann nichts richtig, wenn du alles richtig machen willst -- wenn man denn liest, warum Frauen sich trennen
Ich verstehe eure beiden Aussagen, habe jedoch mittlerweile eine etwas andere Meinung dazu. Das Stichwort ist Kommunikation. Oftmals machen Männer das was Frauen von ihnen wollen ohne zu verstehen das Frauen oftmals etwas anderes wollen.
Folgende hypotetische Sitiation. "Klassische" Rollenverteilung, Sie übernimmt den Haushalt und einkaufen, er bringt die Kids zur Schule und geht Arbeiten. Ein ebenfalls Klassisches Thema ist das sich die Frau beschwert das sie mit dem Haushalt alleine ist und das es alles so viel sei. Also hilft der Mann im Haushalt und die Situation wird etwas besser. Was oftmals aber wirklich dahinter steckt ist sowas im Sinne das sich die Frau auch Anerkennung für ihre Leistungen wünscht, das sie gesehen werden möchte und nicht immer um alles bitten muss.
Wenn also beide Partner lernen konkret über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu sprechen, dann lässt sich sowas aus der Welt schaffen bevor es zu einer Trennung kommt. Vergleiche hierzu die Bücher von John und Julie Gottman.
Nicht umsonst geht es in einer Eheberatung fast immer darum miteinander zu kommunizieren.....
Zitat von Jane_1: Zu dem Zitat: Ich glaube, es kommt darauf an, zu wem man es sagt. Hier im Forum zB wird es eher zerrissen, wenn man sich Feminist-in nennt. Du, als Mann, der sich mit Männlichkeit beschäftigt, wirst das vermutlich eher anerkennen. Ich, als Frau die sich als Feministin sieht, schätze deine Beschäftigung mit dem Thema Männlichkeit. Beide Themen eint als Hintergrund, dass sie sehr viel mit dem Thema Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu tun haben.
Ich denke viel wichtiger als die Bezeichnung "was" man ist, ist das Ziel das man verfolgt. Wenn man ehrliche Gleichberechtigung anstrebt ist es egal aus welcher Richtung man rangeht. Man wird sich zusammensetzen und versuchen Probleme bzw. Herausforderngen zu lösen. Wie du richtig sagst, Menschlichkeit und Gerechtigkeit.
Zitat von Fenjal: Bis heute habe ich vor niemandem rumgeheult, käme nicht auf die Idee andere zu betatschen, Distanz ist das Zauberwort.
Das scheint dein Weg zu sein und auf die eine Art bewundere ich da, auf der anderen tut es mir sehr leid für dich. Ich unterstelle einfach das du daher auch noch nie plötzliche Hilfe aus einer unerwarteten Richtung erhalten hast. Das was ich mit dem öffnen geschrieben habe gilt ja nicht nur im Beruflichen Umfeld. Ich weiß das ich Glück habe in einem Umfeld zu arbeiten wo das so geht aber weiß auch das viele diese Möglichkeit nicht haben. Ich möchte dir nichts absprechen und akzeptiere deine Sichtweise, stehe aber mehr auf der Seite wie H-Moll das beschrieben hat...
Zitat von H-Moll: Wenn man Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilt, ist das eine grossartige, weil sehr menschliche Sache. So entsteht Gemeinschaft, und die ist wichtig für uns Menschen. Wir lernen von anderen und andere lernen von uns.