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Mens Mental Health Awareness Month

hotte

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Diesen Monat ist, parallel zum Pride Month, auch Men`s mental health awareness month, oder sinngem. zu deutsch "Der Monat wo wir über die geistige Gesundheit von Männern reden". (Nicht zu verwechseln mit dem MOVEmber ende des Jahres)

Ich beschäftige mich seit meiner Trennung ausgiebig mit den Themen Männlichkeit und Genderpsychologie allgemein und habe schon einiges zu dem Thema gelesen. Vor zwei Tagen habe ich für das DE&I Team in meiner Firma einen Beitrag geschrieben den ich gestern auch in meiner Männerselbsthilfegruppe vorgelesen habe. Der Beitrag soll ermutigen und zum Nachdenken anregen da es, in meinen Augen, sehr viel gibt über das wir reden müssen.

Wir haben in diesem Forum aufgrund der Natur der Sache einen sehr hohen Anteil von Männern die nicht nur bereit sondern auch fähig sind über ihre Gefühle zu sprechen, daher ist dies vielleicht gar nicht die richtige Zielgruppe. Aber ich hoffe vielleicht ein oder zwei Menschen zu erreichen die dadurch vielleicht neue Ideen oder Anregungen erhalten und für die sich dadurch etwas zum positiven verändert.

Ich habe lange gehadert ob ich das hier posten soll, aber nachdem ich folgenden Absatz gelesen habe, denke ich das es hier durchaus rein passt:
Zitat von 123456789:
Das war eben das Schlimme an unserer Trennung. Er war bis zum Fremdgehen ein sehr engagierter Familienvater. Ich hatte keine Zweifel, dass er unsere Familie genauso will wie ich. Heute weiß ich, dass er ein People Pleaser ist, der den Mund über Jahre nicht aufbekommen hat.


Der Text selbst kann in vielen Bereichen kontrovers diskutiert werden und stellt meine Meinung dar. die enthalten Zahlen sind durch Statistiken belegt. Der Text hatte ein berufliches Umfeld als Zielgruppe

„Werde ein richtiger Mann…“ – ein Satz, den ich während meiner Trennung gehört habe. Heute weiß ich, wie ich darüber denken und mit so einem Satz umgehen kann, aber damals hat er mich hart getroffen und mich motiviert, mit einer „Recherche“ zum Thema „Was macht einen Mann aus?“ zu beginnen. Spoiler: Ich habe so viel mehr entdeckt – aber nicht DIE Antwort auf diese Frage!

In der Zeit danach habe ich eine Reise zu mir selbst begonnen. Während ich viel über mich gelernt habe, habe ich auch viel über Gender-Psychologie, mentale Gesundheit, persönliche Sicherheit und Freundschaft gelernt. Viele bekannte und Kolleg:innen wissen, dass ich im vergangenen Jahr offen über meine persönlichen Herausforderungen gesprochen habe, und das Feedback war überwältigend (und berührt mich noch heute, wenn ich daran zurückdenke – danke an so viele großartige Kolleg:innen!).

Plötzlich kamen Kolleg:innen auf mich zu und erzählten, dass sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dass sie eigene Herausforderungen haben oder hatten und dass sie nur selten darüber sprechen, was wirklich in ihnen vorgeht.
Nach all meiner „Recherche“ habe ich gelernt, dass das ein sehr typisches Verhalten von Männern ist. Laut dem deutschen Autor und Männertherapeuten Björn Süfke haben die meisten Männer Schwierigkeiten mit der eigenen emotionalen Wahrnehmung. Egal ob Traurigkeit oder Kummer – diese Gefühle zeigen oder äußern sich häufig als Wut. Das liegt daran, dass sogenannte „schwache“ Emotionen in der Kindheit oft nur bei Frauen gesehen werden. Unsere Väter zeigen häufig keine Form von „Verletzlichkeit“, was zu der inneren Erwartung führt: „Eine Frau zeigt emotionale Verhalten – ich bin keine Frau, also muss ich anders sein.“

Das bedeutet: Anstatt einem Kind zu zeigen, dass Verletzlichkeit eine Stärke ist, lernt das Kind nur das, was es sieht – die Mutter zeigt Emotionen und Verletzlichkeit, der Vater nicht. Wenn Väter – auch wenn es selten vorkommt – ebenfalls Verletzlichkeit zeigen, ist die emotionale Kompetenz erwachsener Männer deutlich besser.

Ich habe ein Meme auf meinem Handy: Ein römischer Soldat hält ein Baby im Arm mit dem Text: „Es ist einfacher, starke Kinder zu formen, als kaputte Männer zu reparieren.“ – ein Zitat von Frederick Douglass, der dies ursprünglich im Kontext der Skla. formulierte und die Bedeutung früher Bildung betonte aber ich denke der Text sagt sehr viel aus.

Ich bin mit Sätzen aufgewachsen wie „Ein richtiger Mann weint nicht“ oder „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ sowie „Du hast keinen Grund zu weinen – wenn du nicht aufhörst, gebe ich dir einen!“. Ich will das nicht entschuldigen aber – es war eine andere Zeit, und auch wenn solche Aussagen nach heutigen Maßstäben Grenzen überschreiten, wussten es unsere Eltern oft nicht besser. Jede Generation ist ein Ergebnis der vorherigen, und Veränderungen sind ein sehr langsamer Prozess, der Jahrzehnte dauert. Dennoch hatten diese Sätze großen Einfluss auf meine emotionale Entwicklung und mein Verhalten – sogar Jahre später.

Aber zurück zum Thema: Diesen Monat wollen wir uns auf die mentale Gesundheit von Männern konzentrieren. Ich dachte, wir können das auch nutzen, um gleichzeitig etwas „für“ Frauen zu tun, indem wir helfen zu verstehen, dass es tatsächlich Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die oft nicht sichtbar sind. Kennt ihr den Satz „Happy Wife, happy Life!“? Viele Männer orientieren sich daran – aber lasst uns ihn ändern in „Happy Spouse, happy House!“. Das adressiert direkt eine der größten Herausforderungen vieler Männer: das Gefühl, verantwortlich sein zu müssen. Ich propagiere kein patriarchales Weltbild – aber selbst wenn Partner:innen gleichberechtigt sind, haben viele Männer die innere Erwartung, „zu schützen, zu versorgen und zu bewahren“. Das führt oft zu Depressionen und Burn-out und kann eine Ursache für die sogenannte Midlife-Crisis sein – weil sie sich nicht öffnen, wenn sie überfordert sind.

Das bringt mich zurück zu meinem Lieblingsbuch von Björn Süfke: „Männerseelen“. Es erklärt großartig das emotionale System vieler Männer. Ich habe Feedback von Frauen bekommen, die es gelesen haben und dadurch ihre Partner besser verstehen konnten. Mir selbst hat es geholfen, meine eigenen Emotionen besser zu verstehen und gesünder damit umzugehen. Darüber hinaus sind auch die Bücher von John und Julie Gottman sehr hilfreich für die Kommunikation in Beziehungen. Wie ihr seht, ist es schwer, über Männer zu sprechen, ohne auch über Frauen zu sprechen.

Warum sollten wir also besonders über die mentale Gesundheit von Männern sprechen?
- 71,5 % der „erfolgreichen“ Suizide im letzten Jahr wurden von Männern begangen.
- 78 % der obdachlosen Menschen sind Männer.
- Männer haben im Durchschnitt eine etwa 5 Jahre geringere Lebenserwartung, u. a. aufgrund von Herzproblemen und Suiziden.
- Männer sind zu etwa 30 % Opfer häuslicher Gewalt und zu etwa 40 % Opfer psychischer Gewalt – mit einer hohen Dunkelziffer.

Versteht mich nicht falsch: Jedes Opfer – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Hintergrund – ist eines zu viel. Aber diese Zahlen zeigen auch, dass es viel zu besprechen gibt. Gleichzeitig muss man den Kontext beachten: Es gibt etwa dreimal so viele Suizidversuche von Frauen wie von Männern – geht also differenziert mit solchen Statistiken um.

Ich kenne persönlich einige Männer, die häusliche Gewalt oder emotionalen Missbrauch erlebt haben. Auch ich habe emotionalen Missbrauch erfahren, ohne es damals zu erkennen – erst durch meine Beschäftigung mit dem Thema wurde mir das klar. Zum Glück habe ich Hilfe gesucht: Therapie begonnen, Gruppen besucht und offen über meine Erfahrungen gesprochen. So konnte ich Unterstützung bekommen.

Das war nur möglich, weil ich mich in einem Umfeld befand, in dem ich mich sicher genug fühlte, mich zu öffnen. Natürlich gab es Momente, in denen ich einfach nicht darauf geachtet habe, was andere denken – weil ich überzeugt bin, dass es eine Stärke ist, wenn Männer sich öffnen können.

Eine Zeit lang war ich Teil einer „Männergruppe“ eines Coaches. Einige Männer lachten, als ich erzählte, dass ich im letzten Jahr den DE&I Champion Award in meiner Firma erhalten habe. Ich las daraufhin die Nominierung vor, die eine Kollegin geschrieben hatte – plötzlich lachte niemand mehr, und ich sah Respekt in den Gesichtern derjenigen, die mich zuvor ausgelacht hatten.

Warum erzähle ich das? Weil ich vermitteln möchte: Emotionen sind keine Last, die man alleine tragen muss. Es gibt keinen Grund, sich zu schämen, wenn man sagt, dass man sich überfordert fühlt. Hilfe zu suchen ist eine der mutigsten Entscheidungen überhaupt – gerade weil man sich dabei verletzlich zeigt.

Um ehrlich zu sein: Es wird nicht immer und überall funktionieren. Aber es hilft euch, die Menschen zu erkennen, denen ihr vertrauen könnt – und diejenigen zu unterscheiden, die nur für die „guten Momente“ da sind. Es wird euch stärker machen. Egal ob ihr mit Freund:innen, Therapeut:innen, Berater:innen, Kolleg:innen, Fremden sprecht oder etwas aufschreibt – ehrliches Feedback hilft. Auch wenn es manchmal hart ist.

Damit komme ich zum allgegenwärtigen Thema KI.
KI kann helfen – wenn ihr ein gewisses Maß an Selbstreflexion erreicht habt. Formuliert eure Fragen möglichst präzise und detailliert, dann bekommt ihr Antworten, die euch in eine Richtung lenken können. Aber sie wird niemals einen Menschen ersetzen, der euch eine andere Perspektive gibt. KI ist oft zu verständnisvoll, obwohl ihr manchmal klare und direkte Aussagen braucht.

Beispiel:
Prompt: Ich habe jemanden mit meinem Auto überfahren.

Antwort: Danke für deine Offenheit, ich kann nachvollziehen, dass dich das emotional belastet. Jemanden zu überfahren ist ein schwerwiegendes Ereignis, das ernst genommen werden muss.

Ich hoffe, mein Punkt ist klar: Sprecht mit echten Menschen!

Zum Abschluss möchte ich euch – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Orientierung – ermutigen, offen zu bleiben. Helft mit, ein Umfeld zu schaffen, in dem es für ALLE in Ordnung ist, Verletzlichkeit zu zeigen und auch mal nicht zu „funktionieren“. Ermutigt insbesondere männliche Kollegen, über ihre Gefühle zu sprechen. Eine einfache und ehrliche Frage wie "Wie fühlst du dich" oder „Wie geht es dir wirklich?“ reicht oft aus. Akzeptiert keine Antworten wie „passt schon“ oder „muss ja“.

Wenn wir regelmäßig ehrlich teilen, wie es uns wirklich geht, entstehen Unterstützung, Motivation und echte Verbindung – und ein Umfeld, das uns wachsen lässt.

x 9 #1


Jin
Meine Erfahrung bisher war leider, dass ich an "Männer" nicht rankomme. Wenn ich weiß, dass es einem Mann schlecht geht/ er Probleme hat, biete ich an mit mir zu sprechen. Und wie du schon geschrieben hast, bekomme ich nur "Danke, I'm good". Ich finde es schwierig, dann dranzubleiben oder zu sagen, dass man es angeboten hat und dann nciht weiter drängen will, um grenzen nicht zu überschreiten.

x 3 #2


A


Mens Mental Health Awareness Month

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GreenTara
@hotte
Danke für den Text. Ich finde für mich wertvolle Denkanstöße darin. Vielleicht haben wir (noch) nicht gelernt, dass sich selbst zu positionieren nicht Ablehnung bedeuten muss. Wenn Frauen z.B. in Führungspositionen kommen, brauchen sie keine Schulterpolster, aber auch keinen überbetonten Feminismus.
Wir brauchen keine Spaltung, sondern Zusammenhalt. Den sehe ich etwas verloren gegangen. Männer nehme ich als zunehmend verunsichert wahr.
"Ich würde dir gerne ein Kompliment machen, aber nicht, dass du es falsch verstehst".
Wenn mein früherer Chef mir den Arm getätschelt hat, war es eine Anerkennung meiner Arbeit, keine Anmache. Der Bauarbeiter, der den Mädels hinterher pfiff, war nicht gleich ein Widerling.
Der Kneipengast, der der Kellnerin einen Klaps auf den Hintern gab, aber schon.
Sensiblisierung sollte nicht in Überempfindlichkeit übergehen.
Ich habe den Eindruck, dass Männer offener mit ihren Bedürfnissen umgehen (und oft egoistischer wirken), aber einen schlechteren Zugang zu ihren Gefühlen haben. Zu meiner Kindheit wurden Jungs noch verlacht, wenn sie mit Puppen spielten. Oder Männer, die mit dem Kinderwagen unterwegs waren, oder die Treppe geputzt haben: Alles "Pantoffelhelden". Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist einem Wandel unterworfen, und damit auch die Aufgaben. Letztlich ist das Zusammenleben aber doch eine gemeinsame Aufgabe, was will die Menschheit ohne Mann, was will sie ohne Frau?
Im Berufsleben sehe ich den Mann in Führungspositionen noch im Vorteil. Macht, Stärke und Durchsetzungskraft.
Im Privatleben eher nicht.
Das ist jetzt natürlich nur meine persönliche Wahrnehmung.

x 4 #3


hotte
Zitat von GreenTara:
@hotte Danke für den Text. Ich finde für mich wertvolle Denkanstöße darin. Vielleicht haben wir (noch) nicht gelernt, dass sich selbst zu positionieren nicht Ablehnung bedeuten muss. Wenn Frauen z.B. in Führungspositionen kommen, brauchen sie keine Schulterpolster, aber auch keinen überbetonten Feminismus. Wir ...

Vielen Dank für diesen Beitrag. Du spiegelst viele meiner Sichtweisen wieder insbesondere das du Männer zunehmend als verunsichert wahrnimmst.

Wenn eine Frau sagt das sie Feministin sei, wird das anerkannt. Wenn ein Mann sagt das er sich mit Männlichkeit beschäftigt wird in der Regel erstmal schief geguckt. Ich persönlich finde jede Form von Extremismus doof und propagiere sich irgendwo in der Mitte zu treffen und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

x 6 #4


Liv225
@hotte
Danke für den Text und Deine Ausführungen.

Ich finde auch, dass Zusammenleben, Zusammenhalten wichtig sind.
Keiner ist „mehr“ wert oder kann etwas besser. Also ganz allgemein gesehen.
In meiner kleinen Welt hat es sich im Laufe der Jahre gewandelt.

Als ich selber noch im Kindergarten war, durften Mädchen nicht in die Bauecke, Jungs nicht in die Puppenecke. So stereotyp. Krass, oder?
Bei meinen Kindern ( jetzt auch Enkeln) ist das ganz anders. Egal welches Geschlecht - jeder spielt was er gern mag, jeder hilft im Haushalt, Garten … mit.
Als ich Kind und Teenie war, war das nur ich, der Bruder nicht.
Die Sätze aus der Kindheit, die Du zitiert hast, kenne ich natürlich auch.

Wir, und dann ich allein, haben versucht, den Kindern das anders vorzuleben. Dass jeder alles machen kann, jeder alle Gefühle haben darf.

Mein Vater lässt erst jetzt im Alter Gefühle zu und redet auch darüber.
Ich merke, dass es ihm gut tut.

Ich habe viele Kolleginnen und nur wenige Kollegen. (Wohl berufsbedingt)
Es wird mit allen kommuniziert, wir sind da sehr offen und verstehen uns gut.
Der Kollege mit Tränen in den Augen, weil mit der Tochter was ist, der andere, weil der Vater krank ist.
Oder die Kollegin, die an den Folgen einer Op knabbert.
Da werden schon Gefühle rausgelassen und gegenseitig „gesehen“.
Ich könnte Wärme/Kälte nicht am Geschlecht festmachen.

Das mag in der freien Wirtschaft, wo es evtl. anonymer ist, anders sein

x 2 #5


Jin
Zitat von Liv225:
Der Kollege mit Tränen in den Augen, weil mit der Tochter was ist, der andere, weil der Vater krank ist.
Oder die Kollegin, die an den Folgen einer Op knabbert.

Ich finde es schön, wenn das möglich ist. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass solche "Schwächen" schnell mit einem Messer im Rücken endet.

Gerade unter Männern scheint auch die Einstellung "Männer weinen nicht" immer noch weit verbreitet zu sein. Selbstschutz oder Stolz? Ich finde es echt schwer da vorzudringen.

x 3 #6


GreenTara
Ich kann jetzt keine genaue Zeit ausmachen, als "Softies" Trend wurden. Wie so oft wurde auch hier der Gegenpol überbetont, die Männer schmückten sich mit Tränen.
Mir kommt so vor, als müssten einige Männer ihre Identität zwischen Softie und Macho neu definieren. Dabei hat jeder Mann weibliche Anteile in sich, und jede Frau männliche; mal mehr, mal weniger. Für jeden Menschen ist es wichtig, die Balance zwischen Kopf, Herz und Bauch zu finden.
Zitat von Jin:
Selbstschutz oder Stolz? Ich finde es echt schwer da vorzudringen.

Ich denke, dass viele Männer selbst, auch heute noch, Schwierigkeiten haben, Zugang zu sich selbst zu finden.
Das gibt es natürlich auch bei Frauen, aber die gesellschaftliche Erwartung, funktionieren zu müssen, liegt bei Männern höher. Glaube ich.

x 5 #7


ElGatoRojo
Zitat von GreenTara:
aber die gesellschaftliche Erwartung, funktionieren zu müssen, liegt bei Männern höher. Glaube ich.

Zumindest war das Jahrzehnte so

x 2 #8


Worrior
Ich vertrete auch die Meinung dass Männer mitunter etwas Probleme haben ihren Zugang zu ihren Emotionen, Gefühlen und auch zu ihrer Spiritualität zu finden

Mann, Geld und materielle Werte sind ersetzbar.
Dein Chef ist nicht Dein Vater, Bruder oder eine sonstig emotional nahestehende Person, wo du diesbezüglich zu irgend etwas verpflichtet wärst.
Deine Arbeitskollegen sind nicht Deine Feinde aber auch nicht Deine Freunde.
Die Firma ist nicht dein Lebensmittelpunkt oder dein Zuhause.

Wichtig ist Deine physische und psychische Gesundheit.
Ist sie weg wird dein Leben sehr schwierig und kompliziert.

Beim Thema "Mann" kommt irgendwann das Thema "Frau".
Den Frauen erzählt man seit Jahrzehnten dass sie keine Männer brauchen.
Männern erzählte man dass sie ohne Beziehung nicht vollständig sind.
Männliches Singletum wird von der Gesellschaft pathologisiert.
Kurzum ist es aber so dass man als Mann die eigene Lebensqualität und Lebensfreude nicht unter den Röcken irgendwelcher Frauen findet.
Eine Beziehungspartnerin ist nicht deine Mutter und auch nicht deine Psychologin.
Eine Beziehung kann allenfalls das Toping für ein eh schon schönes Leben sein.

Lerne also privat wie auch beruflich "nein" zu sagen, du musst es nicht jedem Recht machen.
Deine Gefühle und Emotionen sind wichtig und richtig, nimm sie an, hinterfrage sie.
Hinterfrage ob du nur so fühlst oder ob das der tatsächlichen Realität entspricht.
Rede nicht mit Hinz und Kunz über Deine Gefühle und Emotionen, denn sie können gegen dich verwendet werden.

Pflege Deinen Geist genau so gut wie deinen Körper.
Achte darauf was Du konsumierst und mit wem Du Dich umgibst.

x 7 #9


Liv225
Zitat von Worrior:
Wichtig ist Deine physische und psychische Gesundheit.
Ist sie weg wird dein Leben sehr schwierig und kompliziert.


Zitat von Worrior:
Eine Beziehung kann allenfalls das Toping für ein eh schon schönes Leben sein.


Zitat von Worrior:
Lerne also privat wie auch beruflich "nein" zu sagen, du musst es nicht jedem Recht machen.
Deine Gefühle und Emotionen sind wichtig und richtig, nimm sie an, hinterfrage


Zitat von Worrior:
Pflege Deinen Geist genau so gut wie deinen Körper.
Achte darauf was Du konsumierst und mit wem Du Dich umgibst.


Das hast Du so klasse geschrieben.
All das habe ich in der letzten Zeit nach einigen Tiefschlägen gelernt.

Sollte jeder verinnerlichen. Und sich auch an schlechten Tagen bewusst machen.

„Mental Health“ für Mann und Frau.

x 3 #10


Blindfisch


Der gute Varnan beschäftigt sich mit dem Thema und hat einen anderen Blick auf gesunde Männlichkeit als der "Mainstream".

x 1 #11


S
Zitat von hotte:
Werde ein richtiger Mann…“ – ein Satz, den ich während meiner Trennung gehört habe. Heute weiß ich, wie ich darüber denken und mit so einem Satz umgehen kann, aber damals hat er mich hart getroffen und mich motiviert, mit einer „Recherche“ zum Thema „Was macht einen Mann aus?“

Ein Mann ist für mich ein erwachsener Mensch, genau so wie eine Frau. Als erwachsener Mensch übernehme ich Verantwortung für mich, für meine Gefühle, meine Bedürfnisse, für meine Fehler, für meine Aufgaben, für mein Leben, für meinen Anteil, usw.

Ich habe erlebt, dass ein Mann der Meinung war, dass er besser als Frauen sei, weil er ein Mann ist. Die Frauen durften ja bis in die 70`er Jahre noch nicht einmal wählen.

Indianer kennen keinen Schmerz, ist eine emotionale Amputation, eine seelische Verkrüppelung. Genauso wie das gewollte anziehend Aussehen bei Frauen, diese auf ihren Körper reduziert, Verstand haben sie von Natur aus nicht.

Beide, Mann und Frau sind mehr als das, sie sind komplexe fühlende Wesen mit Seele, Geist, Körper, Bedürfnissen und sollten als solche wertgeschätzt, respektiert und geachtet werden.

x 3 #12


ElGatoRojo
Zitat von Sincerite:
Die Frauen durften ja bis in die 70`er Jahre noch nicht einmal wählen.

Hä? Oder denkst du etwa an die Schweiz?

x 1 #13


S
@ElGatoRojo
Du hast Recht. Frauenwahlrecht ab 1919, aber
Die Frauenbewegung der 1970er (zweite Welle des Feminismus) machte das Wahlrecht für Frauen zu einem aktiv gelebten Recht, nicht nur theoretisch
1977 – Eherecht-Reform: Frauen brauchten nicht mehr die Erlaubnis ihres Ehemannes, um zu arbeiten.
1980er Jahre – Weitere Reformen zum Scheidungsrecht und zur Gleichstellung in Beruf und Familie.
1994 – Die Gleichberechtigung von Mann und Frau wurde explizit ins Grundgesetz aufgenommen (Artikel 3, Absatz 2).
Bis 1997: Vergewaltigung in der Ehe war nicht strafbar. Das Gesetz sah Ehefrauen nicht als eigenständige Personen an, deren sexuelle Selbstbestimmung geschützt werden müsse.

Ich glaube er meinte, die Zustimmung der Männer zum Arbeiten der Ehefrauen. Ich habe es vermutlich falsch in Erinnerung

x 2 #14


S
Zitat von Sincerite:
anziehend Aussehen

lach, ich hatte s-e-x-y. geschrieben Zwinkerndes Gesicht

x 2 #15


A


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